Zu blass! Aquarellfarben aufhübschen!

 


Hilfe meine Farbe gibt Widerworte


Diese Farbe gibt Widerworte! Wahrscheinlich habe ich nix Besseres verdient.

Aquarellfarbe kann zickig sein. Die Farbe blüht aus, ist nicht zu stoppen wenn sie nass ist, sie kleckert und sie hat nie die Farbe, die man eigentlich malen wollte.

Das alles kann einen irre machen oder glücklich!

Doch richtig fade wird es, wenn Aquarellfarbe oder Wasserfarbe zu blass ist.


Blöderweise malt man Aquarellfarbe oft mit angezogener Handbremse, dann wird sie langweilig


Weil die Farbe so exzentrisch ist, wird sie oft mit angezogener Handbremse gemalt. Wenn man der Aquarellfarbe die Zügel zu doll anlegt, dann wird sie blass und ausdruckslos, und so ist sie dann zu der Spießerfarbe schlechthin verkommen.

Wem von uns ist das nicht schon passiert: Das zu blasse Aquarell? Dann bloß nicht ärgern, denn es gibt tolle Lösungen!


Aquarellfarbe aufhübschen liegt voll im Trend!


Aquarellfarbe ist keine Spießerfarbe mehr, mit der Welle der Illustratoren kam viel frische und freche Kunst in Umlauf.

Grade diese Illustratoren arbeiten mit Wasserfarbe ganz anders. Sie wollen ihre Kunstwerke nicht an die Wand hängen sondern drucken. Sie hübschen ihre Aquarelle mit bunten Tinten oder Ecoline, einer leuchtenden flüssigen Wasserfarbe, auf. Leider zersetzen sich diese künstlichen Pigmente oft am Licht.

Merke: Flüssige Wasserfarben  und viele Tinten sind nicht lichtecht! Hände weg außerhalb des Skizzenbuchs!


Falsch verarbeitet werden Aquarellfarben blass!


Meist liegt es an der Verarbeitung, wenn Aquarellfarben zu blass werden.

Tipp 1:

Ansprühen! Wer seine Aquarellfarben vor dem Malen mit Wasser ansprüht, erleichtert das Lösen der Pigmente enorm, sie werden viel strahlender.

Tipp 2:

Wasserfarbe bzw. Aquarellfarbe braucht viel Wasser um ihre tollen Effekte zu zeigen!

Doch dann wird sie blass, denn nass wirkt die Farbe viel intensiver! Wer schon mal am Meer oder in einem Bergbach tolle Steine gesammelt hat, kennt den Effekt, solange es nass ist strahlen die Farben! Zuhause ist die Enttäuschung groß! Die Steine sind trocken einfach grau!

Also kräftig übertreiben, irgendwann weiß man wie es hinterher aussehen wird!


Pimp it Baby! Bilder mit Aquarellstiften aufpeppen


Auch bei Aquarellstiften muss man aufpassen, nicht alle sind lichtecht. Das Einzige was hilft ist es eifrig die Packungen zu studieren. Im Wesentlichen unterscheiden sich die Stifte durch Härte und Löslichkeit.

Ich habe mal auf der philippinischen Insel Boracay gelebt. Bilder gibt es nicht mehr, das Material war nicht lichtecht! Ich hab das Gefühl ein Jahr meines Lebens ist gestorben! Das passiert mir nie wieder!

Probiert die Aquarellstifte im Fachgeschäft aus! Ich liebe Weiche, denn mit denen kann man auch gut zeichnen.

Stellt beim Kauf kritische Fragen:

  • Lichtechtheit
  • Pigmentstärke
  • Transparenz

 


Nasser oder trockener Stift: beides geht


Wer glaubt ein Aquarellstift sei ein Aquarell der täuscht sich.

Das trockene Verstärken der Farben wird Anfängern am leichtesten fallen! Ich finde es am hübschesten wenn man bei Flächen nicht aufdrückt wie verrückt, denn harte Linien machen sich nicht gut im Aquarell! Der Trick ist den Ton der Aquarellfarbe ganz langsam zu intensivieren.

Unauffällig verstärken kann man am besten mit Farbschleierern ohne große Linien über die Farbe zu legen!

Aber auch das Zeichnen in Aquarellen sieht toll aus.

Ist man zu schlampig können deutlich sichtbare Striche zum Ärgernis werden, denn auch wenn man es will, sie lösen sich nass nicht wirklich auf.

Aber wer sagt das sich Striche immer auflösen müssen? Nachteile sind oft echte Vorteile, denn gewusst wie ist es ein schöner Effekt: Siehe Punkt 1:

Merke: Auch mit Wasser darf der Strich nicht Krickelkrakel sein, denn man sieht die Striche immer ein bisschen.

Echt Klasse ist es, wenn die Aquarellstifte lasieren, also transparent sind, dann sieht man das Aquarell hindurch.  Bei Punkt 2 sieht man, das das Aquarell unter dem Stift die Hauptrolle spielt!

Der nächste Haken ist das Steuern der Farbintensität, was trocken noch harmlos ausschaut, kann nass regelrecht explodieren, denn die Pigmente entwickeln Kraft wenn sie gelöst werden! Siehe Punkt 3: Der Giebel sollte blau werden, wirkt aber schnell schwarz, damit kann mann Zeichnungen sehr schnell verderben! Oder sehr schnell zu echten Hinguckern machen!

Auch aus ganz blassen Aquarellen kann man noch echt viel rausholen! Selbst ganze Flächen können farblich verändert werden. Nr. 4 zeigt den Unterschied von gepimpt zu unberührt.


Praktischer Helfer


Ich habe etwas entdeckt was echt Klasse ist!

Aufhübschen von Aquarellfarben Tine Klein mit Stift Palette

Es gibt raue Paletten, auf diesen kann man den Stift abreiben, die sind ein wenig wie Schmiergelpapier! Mit Wasser und der Plastikpalette wird der Stift zur echten Aquarellfarbe! Nicht nur auf Reise extrem hilfreich.

Liebe Grüße ins Wochenende Tine! Ich hoffe ich konnte helfen!

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strahlende Farben durch Dunkelheit

 

 

 

 

 

Inspiration ist kein Wunschkonzert


Inspiration kann man nicht zwingen!


Obwohl ich den See malen wollte, sitze ich jetzt in der Sonne und male den Schnee auf den Bergen, eigentlich ist das so gar nicht mein Motiv. Doch tatsächlich scheint mein Pinsel oft ein wenig fremdgesteuert und so sitze ich in der Sonne und folge der inneren Stimme.

Jetzt ist Ostern und viele von uns haben endlich mal wieder Zeit sich kreativ zu betätigen, doch die Inspiration sitzt nicht zwischen den Ostereiern und sagt:

„Na schön, das du auch mal wieder da bist! Dann lass uns mal loslegen! Ich habe die Schokoeier schon bereit gelegt!“

Inspiration ist irgendwie ein bisschen wie Malaria, sie bricht manchmal einfach aus und ein anderes mal eben nicht!

Viele Menschen mit einem stressigen Alltag oder gerade die,  deren Beruf Kunst und Kunsthandwerk ist, leiden sehr darunter, wenn die Inspiration weg bleibt! Viele werden dadurch deprimiert und sind wie vor den Kopf geschlagen, wenn sie vor dem weißen Blatt sitzen. Noch schlimmer wird es, wenn sie anfangen sich für total untalentiert zu halten!

Kreativität ist wie flirten, man weiß nie wann es einen erwischt , doch dann ist es wunderschön!


Die Inspiration entscheidet selbst wann sie kommt


Hast du schon mal versucht ein nasses Stück Seife unter der Dusche zu fangen?  Na, dann weißt Du ja wie es mit der Inspiration ist! Wenn man aufhört sie zu jagen, lässt sie sich gemütlich greifen.

Mein Tipp mach einfach die Arme auf und warte bis dich die Muse küsst!

Ja sehr witzig! Wenn so einfach wäre, würden wir uns ja alle nicht so damit mühen oder?


Zwang ist der schnellste Weg in die Inspirationslosigkeit


Tatsächlich ist es  sehr einfach, denn vertrieben wird die Inspiration meist durch selbstgemachten Druck!

Zwang ist einfach übel! Jeder der schon mal versucht hat zu meditieren und dabei ganz heilig werden wollte, weiß es fängt sofort an irgendwo zu jucken, gleichzeitig schläft dein Fuß ein und dann ist es aus mit der Heiligkeit!

Der einfachste Weg zum Erfolg ist Anspruchsdenken ablegen.


Inspiration ist kein Wunschkonzert


Ich bin mit den Fahrrad in diesen kleinen Hafen gefahren, das rote Haus lockt mich schon lange und die Segler davor sind ein echter Glücksfall!

Und jetzt sitze ich hier und kann nicht! Warum?  Inspiration ist eine Diva!

Früher hätte ich mich gezwungen zu malen und rausgekommen wäre dabei erfahrungsgemäß gar nix!

Jetzt halte ich meinen Bauch in die Sonne, genieße den ersten warmen Tag des Jahres und kritzele rum. Mein Mann schnarcht ein wenig in der Sonne!

Die Gedanken schweifen, plötzlich muss ich lächeln, ich schau auf die Berge und muss an die Luis Trenker Filme mit Omi auf dem Sofa denken!

Und bumm, ist sie da die Inspiration, meine Augen wandern zu den Bergen hinter dem See und meine Hand fängt an ganz automatisch zu malen! Komisch, die Berge blende ich immer aus!

Ich werde fast panisch, nein nicht so ein Kitschmotiv! Ich bin wegen des roten Holzhauses da! Bei Inspiration gibt es leider keine Wahlfreiheit:

Ruhe und Langeweile sind oft sehr hilfreich damit die ungewollte Inspiration rausschlüpft!

Inspiration entsteht im Unterbewusstsein, sie schert sich einen Kehricht darum, was gerade angesagt und cool ist. Sie ist Deine Essenz, all das was dich ausmacht, leider kennen wir uns selbst oft nicht oder wollen nichts von uns wissen und deshalb ist es so schwer die Muse zu greifen.


Eine Muse nach Zuhause einladen


Sprache ist schon verräterisch, da sagt ein Schüler diese Woche:

„Ich muss Ostern ein tolles Bild malen.“ Und schon duckt sich die Inspiration!

Eine schöne Zeit zu haben! Oder einfach abschweifen und schon klingelt die Muse! Es ist das Leben was die Kunst so wundervoll macht.


Die Inspiration wird von der Entspannung angezogen wie meine Katze vom rascheln der Leckerli -Tüte


Es gibt ganz einfache Mittel um die Muse einzuladen! Verschaffe Dir die Möglichkeit entspannt zu sein! Oder sei ganz Du selbst, denn echte Gefühle sind die Türöffner zum Unterbewusstsein.

Die Inspiration kommt, wenn kein Druck da ist. Deshalb kommt diese verrückte Inspiration immer zur Unzeit! Im Bett, am Telefon oder beim Autofahren. Oder beim Gedanken an Oma.

Wer versucht, smart, cool oder perfekt zu sein wird grandios scheitern.

Viele Leute machen deshalb so gerne Urban Sketching oder Skizzenbuchkunst, weil es nicht den Anspruch hat perfekt zu sein. Schaffe Dir Umstände die den Geist entfesseln! Oft geht das einher mit einfachem Selbstbetrug!

  • Sag dir das ist eine Skizze und kein Kunstwerk und schon ist der Geist frei!
  • Es ist nicht schade um dieses Material, ich darf es bekritzeln!
  • Das mach ich jetzt nur für mich, das wird hinterher keiner sehen!

 


Keinen Sinn außer Lebensfreude


Die Inspiration kommt, wenn man den Geist leert und die beste Strategie ist es es einfach zu tun ohne jeden Anspruch.

Eine Bekannte in Köln die besitzt genau eine Leinwand. Auf der malt sie seitdem ich sie kenne….seit 10 Jahren und das Ding wird immer dicker! Ich muss sagen am Anfang hat mich das sehr befremdet. Zwischendurch ist diese Leinwand wunderschön und dann ist sie wieder abgrundtief hässlich!

Aber in Grunde hat diese Frau recht!

Es geht um den Prozess!


Übung und der Kuss der Muse


Leider bin ich ein Mensch mit einem gewissen Ehrgeiz, mir sitzt er mitunter wie ein dickes gelbes Tier auf der Schulter und erdrückt mich! Natürlich will ich schön malen! Und ich will auch keine spießigen Bergmotive malen!

Muss ich mehr üben? Ja und nein!

Klar, wer gut werden will braucht irre viel Fachwissen und auch Handwerk. Oft gibt Übung einem auch die Gelassenheit und dann schmiegt sich die Inspiration an Dich.

Aber es ist so wie beim Surfen, man kann die Welle nicht zwingen zu kommen!

Gib dir Zeit! Es wird kommen!  Die Welle kommt ja auch!

Im Positiven wie im Negativen, viele große Künstler haben sich wie verrückt mit der Inspiration gequält. Die Kreativität ist eine sehr launenhafte Geliebte, gerade wenn man muss.

 

Also wie krieg ich es doch hin?

Lachen und machen! Der Inspiration keine Zwangsjacke anlegen!

Ein wunderschönes Osterwochenende wünscht euch Tine aus dem Herz der Kunst

Wer jetzt noch was zum Aufbauen braucht die original Skizzenbücher von William Turner Zeigen: auch Idole malen nur mit Wasser!

Skizzenbücher von Turner

 

Vordergrund macht Bild gesund!


Ein Bild ohne Vordergrund ist wie ein Portrait ohne Nase


Heute geht´s um das Üble auf das Blatt quetschen und was einem dadurch verloren geht. Vordergrund und Hintergrund sind oft vergessene Areale in Skizzen und Aquarellen.

Geht mal ins Netz und schaut euch in irgendeiner Malgruppe in Facebook die Bilder von Laien an. Da werden Motive aufs Blatt gequetscht, dass es schon irrwitzig ist. Die Maler hinterlassen den Betrachter so ratlos, als wenn man ein Porträtfoto ohne Kopf macht.

Viele haben gar keinen Vordergrund, da steht man als Betrachter im Bild und und glotzt Frontal auf ein Haus und weiß gar nicht was los ist. Bei Anderen ist der Vordergrund so aufgeräumt, dass Straßen so aussehen wie Landebahnen. Wieder andere Skizzen sind flach wie die Bretter, diese Skizzen sind, als wenn man die Haustür aufmacht und direkt ins Bett hereinplatzt.


Räumliche Tiefe


Mit Vordergrund erreicht man zuallererst räumliche Tiefe und das gibt einem Bild schon sehr viel! Ein Bild in das das Auge hineinlaufen kann ist, ist tausend mal besser als ein flaches Bild.

Auch wenn ein Bild nicht flach, ist können wichtige Informationen über die Identität eines Ortes verloren gehen, wenn man den Vordergrund keinen Raum gibt.

Altstadt von Zürich, sehr schnelle Skizze der Schipfe an der Limmatt

Die schnelle Skizze ist in einer Vorführung entstanden, ich wollte zeigen wie wichtig Licht und Schatten für Bauwerke sind, gerne hätte ich die Skizze weitergemalt, wenn nur Platz gewesen wäre für das was ich liebe, denn ich sitze dort gern am Wasser und mache Pause.

Der Vordergrund vor dem eigentlichen Motiv gibt einem Bild oft die Seele, denn sie erzählen über die Identität eines Ortes.


Dein Standpunkt im Bild, der Vordergrund


Wir sind manchmal so fixiert auf unsere Motiv, dass wir dieses total genau malen, jedoch vergessen was noch dazugehört.

Es ist wichtig mit der eigenen Skizze so liebevoll umzugehen, dass man die Dinge zeigt die einem zu dem Platz hingezogen haben. Wir brauchen den persönlichen Blick, denn sonst ist ein Bild nicht weit von der technischen Zeichnung entfernt.

Und hier kommt der Vordergrund ins Spiel, denn er ist  das Mittel um den  im wörtlichen Sinne denen Standpunkt im Bild zeigen, denn Dein Blick wird auch später der Blick des Betrachters sein.

Wenn ich zeige wo ich stehe, dann wird auch ganz klar warum es mich da hinzieht!

Das ist keine Anleitung um Bilder vollzustopfen, aber was wäre ein Amsterdam Bild ohne Fahrräder?

Und was ist die Zürcher Schipfe ohne die Limmat?


Ein gutes Bild erzählt stehts eine Geschichte


Was brauche ich noch damit die Stimmung klar wird?

Altstadt von Zürich, sehr schnelle unfertige Skizze der Schipfe

 

Wenn ich jetzt nach Schema F sehr pflichtbewusst arbeite, dann wird nicht umbedingt klar was ich liebe: Für mich ist die Schipfe so was wie mein Mittags Venedig! und das kann man auch nicht in dieser Skizze sehen!

So weit so gut, aber das reicht nicht dafür mein kleines Venedig Urlaubsfeeling zu transportieren….

Ich setze mich ans Limmatufer und überlege erst mal, was ich ganz persönlich klasse finde.

  • Ok, das Wasser muss rein

Am Schönsten ist das Ufer.

  • Ufer betonen! nicht vergessen

Der Baum am Ruderverein! Dort sitze ich gern!

Also braucht dieses Bild einen gestalteten Vordergrund, wo ich zeige wo ich bin. Oft ist das ganz wenig was ich brauche, dennoch zeige ich wo ich mein Herz hingelegt habe.


Es braucht nicht viel nur Lieb gewonnenes


Letztlich brauchen wir im Vordergrund nicht viel, nur ein wenig Typisches. Doch das wichtigste an Skizzen sind die persönlichen schönen Beobachtungen, damit machst du nicht nur dein Bild und deinen Vordergrund besser, egal ob die Skizze besser ist oder nicht, Hauptsache es ist dein persönliches „La Dolce Vita“ drin!

Für mich ist Skizze eine Keksdose, in der ich meine persönlichen Glücks-und Schokekse aufbewahre.

Liebe Grüße ins Wochenende, achtet auf die Schokokekse!

Tine

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