Livestream, Malen online lernen

Livestream gegen den Lagerkoller

Hallo, meine Lieben!

Na, schon Coronalager Koller?
Ich eigentlich noch nicht, ich fühle mich ziemlich wohl, außer dass ich mich zu wenig bewege und viel zu viel von meinen Liebsten gefüttert werde.
Aber wie immer tüftele ich schöne Sachen für euch aus, denn die gute Nachricht:
Nicht alles an Corona ist blöd. 
Eine der richtig guten Sachen, die sich in letzter Zeit entwickeln, sind die Livestreams. Jetzt werden viele sagen,  was zum Teufel ist ein Livestream? Und was habe ich davon? Ich kann euch sagen, davon habt ihr ganz viel und es ist ganz wunderbar. Jetzt aber eins nach dem anderen:

Was ist ein Live Stream?

Ein Live Stream ist auf  gut Deutsch gesagt, eine Echtzeitübertragung. Diese Echtzeitübertragungen finden im Moment in sozialen Netzwerken statt.
 
Künstler und Mallehrer machen öffentliche Liveübertragung, und man kann teilnehmen. Teilweise hat man ein Modell oder einfach etwas, was man gemeinsam zeichnet. Man kann beim Malen einfach zusehen oder mitmachen.
 
Für den normalen Betrachter nicht schwieriger als Fernsehen gucken!
 
Dabei gibt es die unterschiedlichsten Konzepte. Hier die Ankündigung von meinem Freund Gris.

Echtzeit, unterhaltsam:

Die Welt hat sich in 14 Tagen verändert, im Zeitalter nach Corona geht man nicht mehr selber raus, um Leute zu treffen. Ein bisschen soziales Kuscheln ist nun streng verboten. Jetzt erreicht einen die Außenwelt in den eigenen vier Wänden durch Ping Geräusche aus dem Handy. Und dann trifft einen plötzlich, völlig unerwartet, etwas Interessantes. Im Moment habe ich das Gefühl, das Netz ist so, als wenn alle 20 Minuten ein Freund unangemeldet vor der Tür steht und klingelt. 

Solche Livestreams sind wirklich unterhaltsam, eigentlich wollte ich mir gerade mein Hörbuch beim Kochen anschalten, da bekam ich von Instagram eine Meldung, dass mein Kollege Gris jetzt online sei.

Ich hab auf die Meldung geklickt und schon war ich drin im Vergnügen. Ich hechte also zu meinem Kunstmaterial und raffe schnell Füllhalter und Malkasten zusammen.

Damit hätten wir schon mal die Frage geklärt, wie man an solchem Livestream teilnimmt.

Man geht auf Instagram oder soziale Netzwerkseiten, sieht man, das so eine Liveübertragung läuft, drückt man auf das Knöpfchen und schaut was sich an.  Es ist nicht anders, als wenn man eine Internetseite ansteuert, oder Fernseh guckt.

Also Knöpfchen drücken und Kunstmaterial bereitlegen!

Das Ganze war sehr unterhaltsam, auf einem zweigeteilten Bildschirm konnte man einerseits sehen, wie Gris malt, auf der andern Seite konnte man das Modell sehen.
Mich hat’s gepackt, das Kochen war plötzlich Nebensache.

Es war sehr lustig, die Modelle haben die Fragen der Zuschauer vorgelesen.

Beim Porträtieren wird’s ein bissel hektisch. Zeit zum Kochen habe ich nicht mehr, es macht Spass …. Der Liebste übernimmt den Fisch.

Ich fand das Ganze so witzig, dass ich dann an meiner Küchenarbeitsplatte stand und malte. Ab und zu musste ich natürlich dumme Kommentare zum Fisch geben, dann bin ich aus der Küche geworfen worden.
Unverhofft kommt oft.

Dies sind die Ergebnisse:

Porträt von Tine Klein im Livestream gemalt

Eine Schulfreundin von Gris plaudert im Chat…

Porträt von Tine Klein im Livestream gemalt

Dann erscheint eine Dame namens Martina auf dem Bildschirm….das Licht an ihrem Schreibtisch ist bläulich.

Ich stelle fest, der schnelle Wechsel der Modelle macht mir Spass….Kopf aus und einfach loslegen.

Kunst und Kegel erscheinen  auf dem Bildschirm:

Porträt von Tine Klein im Livestream gemalt mit Aquarell und Füllhalter

Einige Modelle muss ich auslassen, die Plichten in der Küche rufen…

Zum Schluss erscheint jemand,  der sich Meermalen nennt:

Das sind Gris Ergebnisse:

Hut ab! gar nicht so einfach vor so vielen Menschen zu malen.

Ich fand es toll zu sehen, wie er es macht und wie ich das dazu im Gegensatz mache.

Spannend,  in kurzer Zeit habe ich viele Menschen live gemalt, ganz überraschend und ungekünstelt.

Ich würde jetzt mal sagen: Prädikat empfehlenswert. Auf jeden Fall alles andere als langweilig! Damit sieht man mal was anderes als immer nur Heim und Herd!

 

Livestreams, wo findet man die?

Im Moment findet man Livestream am einfachsten auf Instagram. Wenn man dort mit mehreren Künstlern befreundet ist, wird man immer wieder benachrichtigt, dass nun ein Livestream startet.

Tatsächlich ist es jedoch relativ schwierig,  immer genau zu wissen, wann jetzt gerade was läuft. Man muss sich jetzt im Moment einfach ein bisschen umhören. Leider gibt es kein Telefonbuch für Livestreams.

Deshalb habe ich euch eine Liste von Livestreams am Ende des Blogs angehängt.

Welches Material benötigt man, um an online Malpartys aktiv teilzunehmen?

Im Prinzip hat jeder von uns alles, was er braucht,  zu Hause; fast jeder PC, Laptop, Smartphone und auch alle Tabletts haben eingebaute Kameras.

Dann braucht man noch eine App, die so etwas kann.

Viele Aktivitäten finden auf Instagram statt, einfach runterladen.

Dann müsst ihr gezielt über die Hashtags die Künstler ansteuern, um zu sehen,  ob diese auch Liveübertragung haben. Das Zeichen für Hashtags ist übrigens dieses #.

Wenn man jedoch nicht nur zugucken möchte, sondern vielleicht auch selber teilnehmen oder Bilder senden will, dann muss man einiges beachten.

Wenn ihr mich auf Instagramm finden wollt einfach tine.klein eingeben.

Bildtest

Generell sollte man einmal kontrollieren, was die eigene Kamera sendet, bevor man selbst online geht. Häufig steht der PC, der Laptop oder das iPad auf dem Tisch. Zusammen mit der grünlich bläulichen Beleuchtung aus dem Bildschirm sendet man nun diabolische Nasenlöcherportraits in die Welt. Dieser Kamerawinkel wird in der Regel benutzt,  um den Bösewicht in Horrorfilmen besonders unsympathisch zumachen. Wer keine Neuverfilmung von Dracula machen möchte, sollte das Gerät mit der Kamera ungefähr auf der  Höhe des Gesichtes positionieren.
 
Kamera und Tontests sollte man am besten mit ein paar Bekannten im Netz machen, denn es bringt enorme Unruhe in eine online Gruppe, wenn ein Mikrophon pfeift und jemand an der Technik fluchend rumfummelt.
Keine Sorge, die heutigen Geräte wie Smartphones oder Tabletts machen die Übertragung von Bild und Ton wirklich einfach.

Ungewollt witzige Übertragungen

Eine Sekunde sollte man auch einmal daran verschwenden zu überlegen, was die Kamera eigentlich zeigen soll. Denn manchmal zeigen die Kameras aus den eigenen Geräten irrwitzige Blickwinkel durch die gesamte Wohnung. Im Moment kursieren deshalb unglaublich witzige Videos im Netz. Diese Woche musste ich zweimal unglaublich lachen; während jemand an einer Onlinekonferenz teilnahm, latscht ein WG-Bewohner mit fettigen Haaren in  einer Pyjamahose durchs Bild, kratzt sich, geht auf die Toilette, macht die Tür nicht richtig zu. So ließ dann die Sound-Übertragung keinen Zweifel an seiner Tätigkeit im Nachbarraum. Besonders witzig fand ich ein anderes Video, wo ein Teenie halb bekleidet mit einem Pudel auf dem Arm durch die Gegend tanzt und mega grauenhaft und fürchterlich falsch singt.

Das sind die witzigen Seiten des Livestreams.

 

Mein Tipp: Richtet die Kamera einfach in eine Ecke des Zimmers, damit sie nicht quer durch die Wohnung aufnehmen kann. Das Mikrofon immer auf Aus, es sei denn,  man möchte sprechen.

Aber keine Sorge, all dies wird nur zum Problem, wenn man selbst Bilder und Töne ins Netz sendet, beim Zuschauen ist es nicht relevant.

Zuschauen kann jeder ohne Aufwand, ist wie Fernsehen.

Fazit zum Livestrem:

Auch ich habe mich letzte Woche mehrfach in Livestream mit Freunden zum Malen getroffen.

Das Angebot ist wirklich bunt, breit und vielfältig. Das Gute an dieser Zeit ist, dass man jetzt endlich mal Zeit hat, Dinge zu lernen, die man sich immer schon mal gönnen wollte:  malen, zeichnen oder auch schön schreiben.

Auf jeden Fall gibt es ganz tolle Angebote im Netz, die richtig Spaß machen. Dabei sollte man beachten,  dass man sich vor so einem Livestream das Kunstmaterial bereit legt.Denn wenn man erst bei der Liveübertragung anfängt nach dem Kunstmaterial zu kramen, dann gerät man ganz schnell in Zeitnot.

Viele von uns werden jetzt sehr viel am Bildschirm hängen, deshalb möchte ich euch wirklich empfehlen, macht euch Gedanken über euren eigenen Stil. Natürlich ist es prima,  sich Anregungen zu holen, aber man darf sich nicht unter Druck setzen lassen.

Solche Leute wie Gris sind einfach toll.  Höre aber bitte auf, dich zu vergleichen, du siehst ja schon an den total unterschiedlichen Ergebnissen zwischen Gris und mir, dass es jeder anders macht. Kopf aus und einfach machen ist angesagt.

Ein bisschen Wettbewerb ist wunderbar, solange es anregend bleibt;  im Vordergrund steht einfach der Spaß.

P.S.: Der Fisch war leicht übergart und trotzdem lecker.

Liebe Grüße ins Wochenende,  bleibt gesund.

Fetter virtueller Kuss

Tine

P.S.: Die meisten Angebote sind online kostenlos, aber bitte vergesst nicht,  dass alle Künstler im Moment kein Einkommen haben, aber   die Ausrüstung anschaffen mussten.

Gris ausrüstung für den Livestream

Hier hat Gris seine Ausrüstung gemalt.

Hattet ihr viel Spaß in seiner Veranstaltung, ist es nur fair,  wenn ihr dem Künstler hinterher auch etwas spendet. Viele Künstler haben jetzt PayPal Verbindungen auf ihren Internetseiten. Hattet ihr kostenlosen mal Unterricht,  denkt daran, dass ihr diesen Menschen über die schwere Zeit helft.

Die Livestream von Gries findet ihr hier:

https://www.gris030.de/?fbclid=IwAR1rjvqxlPagc3NcJ7WZaa3zFM2WUP9GCchgjBW_DWbD4wAl_hxvSrkKPJM

Ich versuche,  für euch gute Links zu finden, die euch viel Freude machen, aber bitte beachtet, ich bin für diese Inhalte nicht verantwortlich.

 

Hier hat ein Blog  der livestreams für uns zusammengetragen hat.

https://www.frauhoelle.com/livestreams/

Danke schön Frau Holle.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar verfassen