Mischen lernen – Ein Experiment!

Mischen lernen ist nicht einfach

Denn das Auge bewertet Farben nicht wie ein unabhängiger gerichtlicher Sachverständiger! Sondern eher wie ein Teenager in der Pubertät.

In all diesen Bildern wechselt maximal eine Farbe ->

Tine Klein workshop zum Mischen lernen in Koblenz.

 

Tine Klein workshop zum Mischen lernen in Koblenz. Kapelle blau

Das Auge vergleicht ständig mit dem, was die anderen tun!

Verändert sich einer Farbe im Bild, dann ist das Auge plötzlich unzufrieden mit den schon gemalten Farben oder sieht etwas völlig anderes.

Die Wirkung verändert sich, auch wenn alles andere gleichbleibt.

Wir haben also das Problem, dass eine kleine Veränderung in der Wahl der Farbe dramatische Auswirkungen auf ein Bild hat, es entsteht eine Kettenreaktion, weil das Auge nun einen anderen Vergleichsmaßstab anlegt. Beim Mischen entstehen Kettenreaktionen, die am Ende zu großen Veränderungen im Bild führen.

Wenn wir eine Farbe mischen, dann sieht sie beim Mischen sehr gut aus, aber auf dem Blatt ganz anders.

Damit wir die Kettenreaktionen erkennen können, habe ich eine Reihe von Übungen entwickelt, die uns deutlich machen, was passiert, wenn:

Mischen lernen – was passiert, wenn ich einen Faktor austausche?

Grün ist beim Mischen lernen ein gutes Thema, denn Grün reicht die Veränderungen eines Farbwechsels eindrucksvoll durch.

Zuerst wählen wir 4 Basisfarben:

  • Ultramarin (Warmton Blau)
  • Permanent Rose (jedes kalte Rot geht, z.B. Magenta oder Opernrosa)
  • Zitrone (Gelbton kalt)
  • Indigo – Dunkler kalter Blau-Grün-Ton (Achtung, meiner ist transparent, er ist es bei den meisten Firmen nicht!)
  • Türkis

Mischen lernen, der Kalt- und Warmwechsel:

Grundmischung mit kaltem Gelb:

Male ich mein erstes Bild mit meinen Basisfarben, entsteht ein kaltes fast frühlingshaftes Bild. Trifft kaltes Gelb auf kalte Blautöne, entstehen fast schrille, leuchtende Grüntöne.

Merke kalte Farben machen leuchtendes Grün.

Grundmischung mit warmem Gelb:

Nun tausche ich nur eine Farbe aus!

  • Ultramarin  (Warmton Blau)
  • Permanent Rose (jedes kalte Rot geht, z.B. Magenta oder Opernrosa)
  • Zitrone (Gelbton kalt) -> Indischgelb oder Winsor Yellow Deep – das Gelb muss warm sein!
  • Indigo – Dunkler kalter Blau-Grün-Ton (Achtung, meiner ist transparent, er ist es bei den meisten Firmen nicht!)
  • Türkis

 

Alles andere bleibt beim Alten. Nun kämpfe ich nun bei den Grüntönen. Das Ultramarin mit dem Gelb bildet nur noch ein fast braunes Grün. Nur noch der kalte grünliche  Blauton lässt sich gut zu Grüntönen verarbeiten.

Die Stimmung des Bildes kippt vom Frühlingshaften ins fast Herbstliche.

Mischen lernen, Tipp:

Kalt und warm entscheiden über die Stimmung von Bildern.

Treffen kalte Farben aufeinander, wird es leuchtend, strahlend, aber auch kalt und manchmal sogar ungemütlich. Hier wirkt es kühl und wieder entstehen vollkommen andere Grüntöne. Die Grüntöne sind nun extrem kalt, aber strahlend.

Fazit: Mischen lernen von kalten und warmen Farben ist wichtig.

Dein eigenes Farbsetup muss sich entwickeln. Wenn man eine Farbe verändert, folgen im Bild dramatische Wirkungen. Nichts bleibt ohne Folgen.

 

Welche Schlüsse kann man daraus für das Mischenlernen ziehen?

Aufräumen im Farbkasten.

Damit du beim Mischenlernen kein blaues Wunder erlebst, solltest du deinen Farbkasten aufräumen.

Der Kopf begreift die Wechselwirkungen nicht, wenn wir mit zu vielen Farben arbeiten.

Hinzu kommt, dass Farben mit mehreren Pigmenten beim Mischen- lernen verheerende  Folgen auf Bilder haben.

Du hast gesehen, wie dramatisch die Veränderung eines Bildes ist, wenn man ein Pigment verändert. So schön wie vorgemischte Farben sind, in ihnen wirken zwei oder mehr Pigmente. Die Wirkungen sind unabsehbar. So kann ein Rotton, den man mit Blau mischt, plötzlich schwarz oder grau werden, weil das Gelb des Roten mit dem Blau komplementär wirkt!

Wechselwirkungen beim Mischenlernen im Griff behalten!

Du solltest ein Farbsetup aus 3-6 Farben bilden, mit dem du immer arbeitest.

Hier solltest du genau darauf achten, dass die 6 Farben gut zusammenpassen und dass man kalte und warme Farben hat!

So sehr wie ich warme Farben liebe, ich möchte beim Mischen nicht ständig Herbstfarben erzeugen.

Ausgewogenheit in den Farbeigenschaften ist beim Mischen- lernen wichtig, nur so kann man alle Farben erzeugen.

Hat man dieses Basisfarben Set –

Die meisten fertigen Farbkästen sind so angelegt!

Dann kann man die persönlichen Farben hinzunehmen.

Persönlichkeit ist wichtig!

Persönliche Farben sind wichtig. Hier kann man sich auch Ausrutscher erlauben!

Denn wenn ich nur wenige Farben habe, dann weiß ich: Oh, diese Lieblingsfarbe darf ich auf keinen Fall hemmungslos mischen!

  • Ultramarin (Warmton Blau) -> Royalblau
  • Permanent Rose (jedes kalte Rot geht, z.B. Magenta oder Opernrosa)
  • Zitrone (Gelbton kalt)
  • Indigo – Dunkler kalter Blau-Grün-Ton (Achtung, meiner ist transparent, er ist es bei den meisten Firmen nicht!)
  • Türkis

Ich liebe Royal Blau für den Himmel, doch mischen darf man diese Farbe nicht! Wenn man nicht wünscht das alles pastellig wird. Ich mags!

Alles wird stumpf! Denn diese Farbe enthält metallisches Weiß. Und ich liebe es, doch ungewollt schaut es nicht gut aus.

Also, stelle dir dein eigenes Farbenset zusammen! Doch es muss so klein sein, dass du alle Eigenschaften im Kopf behalten kannst.

Gerade Anfänger oder Menschen, die selten malen, sollten keinen Farbkasten haben, der ihnen über den Kopf wächst!

Wer immer wieder mit den gleichen Farben malt, kennt ihre Wechselwirkungen!

Liebe Grüße Tine

Und so schön war der Tag! Ich vermisse euch!

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Was ist Wissen wert? Auch Kunst braucht Budget, um dir etwas zu geben.

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Grundfarben! Simplify!

https://blog.herz-der-kunst.ch/grundfarben-simplify/

Die wunderbare Welt der Farbkreise, Generationen und ihre Gedanken zur Farbe:

https://de.wikipedia.org/wiki/Farbenlehre

 

 

 

 

Malen lernen, wie macht man sich Kreativität leicht?

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Wir stehen am Wasser, es ist früh und noch kühl. Der Himmel ist weiß und das stählerne Licht des Zurchersees (Zürichsees) tanzt über das Wasser, mein Stift folgt ihm fröhlich. Schön, dass du da bist!
Wenn du Zeichnen und Malen lernen möchtest, dann macht dich das happy und manchmal quält es dich auch? Herzlich willkommen, das ist normal, denn du bist kreativ.
Kreative sind ein eigener Menschenschlag.
Mit unseren Höhen, Tiefen und Macken sind wir uns sehr ähnlich.
Und deshalb möchte ich heute über das Macken-Managment der Kreativen schreiben, zufällig hörte ich ein Lied bei meiner Nachbarin. Es handelt über unser Thema.
Hör mal rein:
Yvonne Catterfeld: „Besser werden“.  Und komm bitte zurück, damit wir über das „Besserwerden“ beim Malen sprechen können.
Es könnte sein, dass du dich wiederfindest.  Frau Catterfeld wird fälschlicherweise in den Schlager eingeordnet, die Texte sind aber so tief, dass das eindeutig Songwriter Texte sind. Hier singt ein Mensch über Erlebtes! Und Yvonne Catterfeld singt mir aus der Seele!
Warum kann eine Sängerin fühlen, was ich fühle? Und was du vielleicht auch fühlst?
Die schlichte Antwort ist:
Wir sind Kreative.

Wer sind Kreative? Und was hat das mit Malen lernen zu tun?

Im Kern ist ein Kreativer beschenkt. Ein großartiger Mensch, der den Mut und das Selbstvertrauen hat, etwas Neues erschaffen zu wollen.

Der Kreative ist der Mensch, der dafür gesorgt hat, dass die Menschheit nicht mehr in dunklen, feuchten Höhlen sitzt und sich eine karge Mahlzeit reinzieht.

Wir haben die Welt erschaffen, dafür gesorgt, dass wir Zentralheizung haben, bei toller Musik lecker essen können.

Ein Kreativer ist begeisterungsfähig, ist offen für Neues und hat Innovationskraft.

Also so sind wir Kreativen Glückspilze?

Na ja, eigentlich schon, auch wenn ich euch, meine Tausende von Lesern nicht kenne, ich weiß, dass ihr großartig seid. Weil jeder von euch den Funken der Kreativität in sich trägt.

Doch der Funke braucht Pflege!

Und genau hier liegt der Haken unserer Gabe! Wir haben den Gestaltungswillen in uns und im Gegenzug brauchen wir Fähigkeiten.

Wir müssen unsere Fähigkeiten steigern, um zu erreichen was mir möchten.

Dies ist sicher beim Malen lernen, genauso wie beim Singen oder beim Entwerfen von Häusern.
Wir Kreativen sind einfach Menschen, die wissen, dass es noch besser geht! So gesehen: Nörgler.😂
Und hier liegt der Haken! Kreative, egal in welchem Bereich, ob jetzt nun beim Malen, Singen, Entwerfen oder Programmieren haben alle eine gemeinsame Macke:
Kreative sind notorisch unzufrieden mit ihren eigenen Leistungen.
Sie entwickeln ein großes Maß an Eigeninitiative, Eigenmotivation und Beharrlichkeit, sie treiben sich voran, geiseln sich, hassen ihre Fehler. Deshalb trainieren sie unablässig oder sie sind frustriert, wenn es nicht funktioniert und keine Zeit da ist.
Ich kann niemals so gut sein, wie ich möchte!
Und noch so eine schmerzhafte Wahrheit. Es gibt immer Menschen, die ich besser finde als mich selbst.
Und ich finde nie genug Zeit, um all das zu erreichen, was ich möchte!
Kreative sind Menschen, die stark und zerbrechlich sind. Kreative sind Menschen, die sich strecken, um ihre Ziele zu erreichen.
Kreative sind bittersüß, da liegt Schönheit und Schmerz in der gleichen schönen Verpackung.
Und ich wette, Yvonne Catterfeld geht es manchmal auch so, denn sonst würde sie nicht so singen!
Wir sind beschenkt und verflucht!

Malen lernen und Strategien der Selbstmotivation.

Man macht Kunst nur für sich selbst!

Ein Liedfetzen zieht an mir vorbei:

„Der Läufer läuft nicht nur, um oben zu stehenUnd der Maler malt nicht für den höchsten Preis… Keine Geschichte wird erzählt, nur um die Größte zu sein.“ Song:  “ Besser werden“ Yvonne Catterfeld

Und doch ist die Wahrheit:

Ich will besser werden! Immer!

Und dies führt dazu, dass ich mich vorantreibe.

Viele Kreative sind sehr streng mit sich! Viel strenger als sie jemals mit den anderen wären!

Dies ist einerseits sehr gut, weil man schnell vorankommt, aber andererseits tut es weh.

Viele Menschen merken: Mit der wenigen Zeit, die ich habe, kann ich meinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden!

Dann hören sie auf mit ihrer Kunst! Das ist falsch! Denn Kunst gibt uns immer etwas! Auch wenn sie nicht perfekt ist.

Yvonne Catterfeld singt in ihrem Lied „Besser werden“:

„Muss denn wirklich alles besser werden, um gut genug zu sein?Weiter, schneller, höher, damit es endlich reicht?Wie sollst du denn besser werden, wenn’s so schwer ist, man selbst zu sein?Nur wenn du lachst, wenn du lachst, fällt dir ein: Besser kann es nicht sein“

Gerne darf man sich vorantreiben, aber die Stimmung dabei soll gut bleiben.

Und es gibt Wege, besser zu werden und Spaß zu haben!

Malen lernen in guter Stimmung:

Ein guter Weg, um sich in der Kunst voranzutreiben, sind Kunstfestivals. Dies ist ein Lebensgefühl und man trifft sich mit Gleichgesinnten, das macht Spass.

Dabei merkt man, die anderen sind auch nicht besser als man selbst.

Das ist sehr heilsam! Und man merkt, Kunst ist ein Weg, jeder fängt mal an. Manchmal verläuft man sich, und trotzdem ist es immer bereichernd und schön.

Insbesondere das Treffen mit anderen Menschen und Kulturen ist großartig, hier stolpert man ganz von selbst über Lösungen, an die man nicht gedacht hat. Dies ist inspirierend ohne Lernstress.

Melen lernen , lernen durch inspiration und internationale Einflüsse

Wir haben Spass! Das war in Chicago, liebe Grüße an Ruud und Peggy.

Malen lernen, Symposium der Urban sketchers in Chicago Tine, Ruud Peggy

Malen lernen ist die Kunst der Selbstmotivation:

Tatsächlich dürfte man mit solchen Dingen wie Malen lernen, Singen lernen oder anderem gar nicht erst anfangen, wenn man es sich logisch überlegt. Doch bei Kreativen gibt es diese innere Kraft, die uns dazu treibt. In Gemeinschaft wird es viel einfacher. Denn die Stimmung trägt einen. In Berlin hatten wir vor 14 Tagen 1000 Maler!

Letzte Woche in Zürich waren geschätzt so um 500 auf der Straße.

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Doch darum gehts nicht. Nicht höher, schneller, weiter, auch der Austausch mit 1 oder 15 Leuten bringt etwas.

Wir sind unsere Musen!

Apropos Musen!?

Kunst ist dazu da, uns und die anderen zu bereichern!

Wie bereicherst du dich selbst? Frisst du das Leben mit beiden Händen gierig in dich herein? Wissenschaftlich ist erwiesen, dass wir kleine Fehler und Rückschläge als viel schrecklicher empfinden als die Schönheiten des Lebens. Das Üble daran ist, dass ein gutes Leben als schlecht empfunden wird, weil kleine negative Dinge doppelt bis dreifach als Gefühl in uns durchschlagen!

Ein kleiner Fehler und schon finden wir unser Bild doof! So darf es nicht sein!!

Die Kunst ist jedoch ein gutes Mittel, das Leben mit schönen Erlebnissen zu füllen.

Schöne Erlebnisse muss man sich aktiv organisieren. Glück kann man für kleines Geld haben. Ein Butterbrot in der Tasche und ein Zugticket und das Malzeug auf dem Rücken. So einfach kann man Glück haben. Tine Klein Urban sketching, Aquarell Zurich, uskzurich2023, urbansketchersswitzerland, Zurich, Schweiz, Malen lernen, kreativ sein

Auf in die Natur oder an schöne Orte!

Davon hält dich nur dein innerer Schweinehund ab! Draußen malen ist etwas Schönes!

 

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Die Kunst füllt das Leben mit gutem Leben.

Beim Malen und Zeichen verankern sich gute Gefühle viel stärker im Menschen als bei einem kurzen Foto.

Sein wir doch mal ehrlich, oft haben die Menschen Fotos, aber keine Erinnerung an die Orte, an denen sie waren.

Weg mit dem Foto, nimm den Skizzenblock und verankere die Schönheit der Welt tief in dir!

DU wirst das Licht, die Schönheit, den Ort und die Gerüche und Geräusche für ewig speichern! Das Ergebnis ist Glück!

Wir strahlen wie die Honigkuchenpferde->

Das ist meine Freundin Nadja Pidan, ebenfalls Mallehrerin. Wir planen und reisen gerne zusammen. Geteiltes Glück ist doppeltes Glück. Dabei entstehen unterschiedliche Ansichten eines Motives, wir sind uns gegenseitig Muse. Bei ihr findet man häufig die gleichen Motive in anderer Technik.

Malen lernen -Gutes anhäufen

Man kann sich in seine eigene Kreativität verbeißen. Man weiß aus der Innovationsforschung: Kreativ ist man nicht unter Druck. Großartige Ideen entstehen in entspannten Momenten. Zum Beispiel unter der Dusche.

Ok. Duschen kommt beim Malen lernen vielleicht nicht in Frage!! Haha

Zeichner- und Malertreffen sind ein toller Weg, die Kreativität aufzulockern und zu entspannen.

Das Leben mit schönen Momenten zu füllen.

Malen lernen – Wie sammelt man Erlebnisse?

Generell gilt es einfach den Rucksack zu packen und loszulegen. Schöner wird es, wenn man Mitstreiter findet. Man motiviert sich gegenseitig! So schaut es aus, wenn ich mit meiner Freundin Claudia male:

Hilft einem Gemeinschaft im öffentlichen Raum zu malen? Man ist dann nicht die Irre, die einsam auf der Straße sitzt. 😎

Malkurs bei Tine Klein, malen lernen, Unterentfelden

Das Bild entstand bei einem meiner Kurse.

Wie findet man Mitstreiter?

Schau dich mal um, es gibt viele Maler- und Zeichnertreffen!

Mach mit!

Die Veranstaltungen sind oft nicht ganz einfach zu finden.

In der Schweiz findet man einige Veranstaltungen hier.

https://switzerland.urbansketchers.org/

International findet man auf dieser Seite Informationen:

https://urbansketchers.org/de/?fbclid=IwAR3zMHxdGIopAVS6yNs-XDcYC3qvgmrSAUnBoFf2YJRSVFTSh7X9Epeylcw

https://uskmem.clubexpress.com/content.aspx?page_id=4001&club_id=174485

Irgendwo auf den internationalen Seiten gibt es eine Liste aller Gruppen in allen Ländern. Und es gibt noch viel mehr inoffizielle Gruppen.

Die Herausforderung ist, sie zu finden.

Auf Facebook findet man viele Veranstaltungen:

Deutschsprachige Gruppe:

Wenn du hier fragst, findest du Menschen in deiner Nähe, in Deutschland und in der Schweiz:

https://www.facebook.com/groups/1400585770160589

Schweizergruppe:

https://www.facebook.com/groups/521679564516677

Ansonsten musst du gezielt suchen, zum Beispiel in Apps wie meet up:

Stichworte sind Urban Sketchers, Urban Sketching, usk, oder Pleinair, Pleinairmalerei

In Zürich heißt zum Beispiel eine Gruppe Paper, Pencil Caffeine. Bei mir in Basel heißt sie Dreiländereck:

https://urbansketchersdreilaendereck.blogspot.com/

Es ist ein bisschen Sucherei, denn jeder nennt seine Gruppe anders. Mal steht der Name der Stadt vorne oder hinten, mal heißt die Gruppe nach einer Region. Oder usk, urbansketching oder Urbansketchers. Aber mit etwas Herumprobieren findest du deine Gruppe.

Frage in den Gruppen oder auf den Webseiten oder gründe selbst eine Gruppe!

Liebe Grüße ins Wochenende Tine

 

Anerkennung für Kultur zeigen! ->

 

CHF

 

 

 

 

 

 

 

 

Farbe und Stift – Urban Sketching mit Aquarell


Farbe und Stift, das ist ein Dreamteam, dieses Wochenende werde ich in Zürich Sketching mit Aquarellfarbe unterrichten. Das Bild oben, ist auch ein Bild mit Farbe und Stift, doch der Stift schmiegt sich so nah an das Aquarell, dass sie eine Einheit bilden.Viele Menschen glauben Aquarell malen sei schwer. Eine altmodische Technik, für die man einen hohen Grad an Meisterschaft braucht um gute Ergebnisse zu erzielen. Weit gefehlt!

Es benutzen unglaublich viele Menschen Aquarellfarben

Wenn man dies nicht meistern könnte, wäre dies wohl kaum der Fall.

Die Farbe ist eine wunderbare Methode um komplizierte Motive zu handhaben, denn Aquarellfarbe malt sich fast von selbst, wenn man sie großzügig und mit Mut aufträgt, deshalb heißt mein Workshop in Zürich:

Farbe als gefühlvoller Leitfaden.

Dabei geht es darum, einen Ort durch einfache Grundformen einzufangen.
Dies einfachen Grundformen sind die Grundlage für lockere und großzügige Zeichnungen.

Sie sind eine Aufforderung zum Spiel zwischen Farbe und Stift.

Die meisten Menschen empfinden das „Ausmalen“ einer Zeichnung als normal und einfach.

Doch umgekehrt, also Zeichnung auf Farbe ist es mit etwas Übung, einfacher, freier, schneller und ausdrucksstärker. Warum?

Der starke Kontrast des Stiftes übertrumpft die Farbe mühelos. Die Farbe ist, solange sie weich aufgetragen ist, nicht formgebend.

Dies sieht man hier. Die Linie oben drauf, muss sich gar keine Gedanken um die Farbe darunter machen. Deshalb kann man Farbe frei und mutig auftragen, sie ist dann eine Plattform die der Zeichnung eine großen Auftritt gibt.

Im ersten Schritt beim Auftragen der Farbe kann man so gut wie keine Fehler machen.

der Stift kann auf der Basis der Farbe frei arbeiten.

Das Zauberwort ist Kontrast!

Denn der Kontrast zaubert aus der Farbwolke, ein gut erkennbares Motiv.

 

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Das schwierigste an der Methode ist das loslassen. Denn der Kopf begreift nicht so schnell,  dass sich Farbe und Stift entkoppeln dürfen.

Merke: Der Strich ist kein Gefängnis für die Farbe!

Farbe und Stift sind ein Team, doch der Stift darf sich frei über die Farbe bewegen! Dies sieht man an den Bäumen rechts, der Stift schafft die Formgebung auch allein.

 


Betonen durch Kontraste!


Mut, Humor und Lebensfreude sind nach wie vor die schönsten Kontrastfarben gegen das Grau der Welt.
KarlHeinz Karius (*1935)

Was im Leben Mut, Humor und Lebensfreude entspricht, ist in einem Sketching Licht, Schatten und eine abwechslungsreiche Linie.

Genauso wie im Leben braucht man in der Malerei oft etwas Anlauf um Dinge mutig zu meistern.

Lass dir versichern: Deine Startschwierigkeiten sind normal.

Um dies zu meistern, braucht man oft nur Erfahrung, man muss es regelmässig machen!

Die Schwäche von Bildern liegt oft in fehlender Leichtigkeit im Spiel von Farbe und Stift und dem passendem Mut zum Kontrast.

Und da gibt es viele Möglichkeiten um spannend zu arbeiten.

Die wunderbare Welt der Kontraste im Spiel von Stift und Farbe.

 

  1. Der Hell-Dunkel-Kontrast ist der wichtigste Kontrast im Spiel von Stift und Farbe. Der Stift ist meist deutlich dunkler als die Farbe. Deshalb ist mein erster Tipp, die Farbe nicht immer mit dem Stift zu umranden. Der Rand zerhackt den Zusammenhang der Farbe. Mein erster Tipp, wenn man Zeichnungen zur Lichtseite öffnet wirkt, dies harmonischer, leichter und luftiger.
  2. Trick Nummer 2: Der Stift darf sich von der Farbe lösen. Ist die Farbe zum Stift verschoben, entsteht ein merkwürdiger Effekt. Das Bild wird plastischer, weil es mehr Licht einfängt. Dadurch entsteht eine Art 3-D Effekt.
  3. Dunkle schwarze Tinten haben den Vorteil, dass sie alles sehr deutlich zeigen. Farbiges beginnt durch den Kontrast zur dunklen Tinte stark zu strahlen. Dies macht tolle Effekte, kann aber auch sehr hart wirken. Dabei gibt es deutlich mehr Möglichkeiten Farbe und Tinte zu kombinieren.
  4. Farbige Tinten sind eine sehr schöne Möglichkeit im Spiel von Stift und Farbe und der Kontrast von warmen und kalten Farben: Dieser Kontrast bezieht sich auf den Unterschied zwischen warmen Farben (wie Rot, Orange oder Gelb) und kalten Farben (wie Blau, Grün oder Violett). Es schaut super aus, wenn mit Komplementären Tinten auf Farbe malt. Eine blaue Tinte auf oranger Farbe fängt an zu leuchten.
  5. Tinte Ton in Ton: Wer sich eine Tinte sucht, die Ton in Ton zum Bild ist, hat eine Möglichkeit, die man mit schwarzer Tinte nicht hat. Mann kann in feuchter Farbe zeichnen! Dies geht nicht nur viel schneller, sondern es wirkt weicher. Da sich Tinte und Farbe mischen, entsteht eine enge und harmonische Bindung.
  6. Weniger ist mehr! Die grosse Form gibt die Farbe. Der Stift darf jedoch einige Kapriolen schlagen. Es sieht zauberhaft aus wenn der Stift „Mätzchen“ macht. Doch merke, dies wirkt nur wenn man nicht alles zeichnet. Beladene und völlig überfrachtete Zeichnungen erschlagen die Farbe. Sie wirken schwer.
  7. Groß-Klein-Kontrast: Dieser Kontrast bezieht sich auf den Unterschied zwischen großen und kleinen Formen oder Objekten im Bild. Die Farbe ist für das Grosse und Ganze und für die Stimmung. Der Stift liefert Form, Kontraste und kleine Detail. Kleine Details sieht man viel besser, wenn man sie nur vereinzelt einstreut!
  8. So richtig schön wird eine Zeichnung, wenn man den Mut hat unterschiedliche Lienenarten und Strukturen mit dem Stift zu zeichnen. Mach dir klar das du nicht nur gerade Linien machen musst, du kannst den Stift auch für Strukturen einsetzen. Punkte, Raster, Strichel…lass deine Hand tanzen.
  9. Abwechslung wirkt aufregend! Unterschiedliche Bereiche eines Sketchings können sehr aufregend und abwechslungsreich gestaltet werden. An einer Stelle hat man Aquarell pur, an anderer Stelle eine genaue Zeichnung oder man ergänzt die Farbe nur durch ein paar Strukturen.        
  10. Die Verteilung der Zeichnung auf der Farbe kann sehr unterschiedlich sein. Faustregel: Das Bildzentrum ist das Wichtigste, deshalb wird es am genauesten und aufregendsten gestaltet.
  11. Farbe kann flüssig und im einem Zug aufgetragen werden. Dabei sollte man beachten, das man das zusammentreffen von Komplementärfarben vermeidet, wenn keine Grau- und Brauntönen entstehen sollen.

 


Stift und Farbe im Bildzentrum treffen sich die Kontraste


Die Farbe:

Optimalerweise treffen sich die Kontraste im Bildzentrum, denn das Auge wird dorthin gezogen, wo sich die höchsten Unterschiede treffen.

 

Wir tragen also zuerst mutig und grosszügig die Farbe auf. Dabei achten wir darauf, dass die interessantesten Farbkombinationen dort sind, wo später das Zentrum des Bildes sein soll.

Kleine Fehler stören nicht, denn wir haben in der nächsten Schicht noch die Wunderwaffe Stift.

Es gibt beim Farbauftrag nur 2 Dinge zu beachten:

  • Weisse Stellen im Bildzentrum frei lassen und den Farbauftrag dort am aufregendsten gestalten.
  • Farben am Rand des Bildes weich auslaufen lassen. Keine harten Kanten, weissen Stellen und wilden Farben am Rand des Bildes. Warum? Das Auge würde aus dem Bild gerissen.

Faustregel: Du machst das aufregend was du zeigen möchtest.

Also Zurückhaltung an den Rändern des Blickfelds.

Einsatz des Stiftes:

Die Farbe kann man zum Rand hin viel leichter auslaufen lassen, deshalb ist der Stift das Mittel der Wahl um das Bildzentrum zu betonen.

Im Bildzentrum darf der Stift ausdrucksstark werden.

Zum Rand hin wird der Einsatz des Stiftes oft spärlicher. Es gibt jedoch eine Ausnahme:

Linien die zum Motiv hinführen sind in den Aussenbereichen eines Bildes, das Mittel der Wahl!

Liebe Grüsse ich freue mich ungeheuer auf Zürich!

Die Untermalung ist ein Thema, was eng mit diesem zusammen hängt:

https://blog.herz-der-kunst.ch/die-untermalung-im-skizzenbuch-und-urban-sketching/

https://blog.herz-der-kunst.ch/untermalung-das-gefuehl-unter-dem-bild/

Malen und die Farbe des Himmels!

Malen mit Licht!

Ich hoffe, ich schenke dir heute die Himmelsfarbe!

Sehen ist das Schönste, was wir bekommen haben. Sehen, das deutet nicht nur Information, sondern auch wohlfühlen.

Gerade für uns Maler, ist das  Sehen Stück vom Glück.

Im Laufe unseres Lebens sehen wir immer mehr, nicht weil unsere Augen besser sehen, sondern weil Maler ihre Wahrnehmung trainieren.

Letztes Jahr hatte ich in Basel ein merkwürdiges Erlebnis, ein anderer Mallehrer sprach mich an und machte sich darüber lustig, dass es in meinen Bildern regelmäßig farbige Himmel gibt. Sei Schüler wollten das lernen, aber er lehne dies rigoros ab!

Ich war ein bisschen amüsiert und dachte bei so wenig Farbverliebtheit ist es ja klar, dass der Mann oft nur mit 3 Markern malt.

Doch dann dachte ich:

Sieht er es nicht?  Denn Sehen ist nicht nur eine Sache der Augen, sondern auch eine Sache des Kopfes. Vieles nimmt man nicht wahr, weil man darauf nicht aufmerksam ist. Hat man es einmal gesehen, sieht man es immer.

Deshalb ist dieser Blog nicht nur für den bekannten populären Mallehrer aus Deutschland, sondern auch für Dich. Deine Hausaufgabe ist den Himmel zu beobachten! Das ist spannend, schön und wird dich bereichern!

Wie wir sehen!

„Der Mensch orientiert sich vor allem mit seinen Augen: Mehr als 80 Prozent aller Informationen nehmen wir über die Augen auf. Sie sind unser wichtigstes Sinnesorgan. Über die Augen werden auch nichtvisuelle Wirkungen von Licht aufgenommen, kurz gesagt wir fühlen uns im Licht wohl! Es macht uns fröhlich und gesund.

Wir können rund 150 Farbtöne aus dem Spektrum des sichtbaren Lichts unterscheiden und zu einer halben Million Farbwerten kombinieren – dank unseren Augen. Sie nehmen die elektromagnetischen Wellen des Lichts auf und verwandeln sie in eine Folge von Nervenimpulsen, die an das Gehirn weitergeleitet werden. Dort entsteht das eigentliche Bild unserer Umwelt.“

Teilweise zitiert aus: Sehen und Licht, der Link ist unten, ein lesenswerter Artikel

Wir können nur malen, wie wir sehen!

Doch das, was wir sehen, hängt oft mit unserem Charakter zusammen.

Wenn du glaubst, dass der Mensch neben dir das gleiche sieht, dann liegst du falsch.

Wir sehen im Tageslicht am besten! Und Tageslicht hängt eng mit Blau zusammen, denn dies ist die Farbe deren Wellenlänge am weitesten streut wird und deshalb ist der Himmel meistens blau. Man nennt dies Raylightstreuung. Und deshalb ist der Himmel blau, obwohl das Licht alle Farbanteile enthält.

Daran hat sich unser Mallehrer gewöhnt.

Deshalb malen wir den Himmel oft aus Gewöhnung blau.

Tatsache ist, dass unser Auge bei Licht alle Farben sieht, ist es dunkler, wird hat es das Auge schwieriger. Je weiter wir von der Lichtquelle wegkommen, desto grauer wird es.

Das sieht man unten im Foto, wenn man genau hinschaut.

Iglesia de San Francisco, Quito, Ecuador, 2015-07-22, DD 217-219 HDR

Diego Delso, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons

Doch der Himmel ändert im häufig seine Farbe, Bei Staub in der Luft wird der Himmel gelb.

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Quelle: Wikipedia Michal Osmenda from Brussels, Belgium, CC BY-SA 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0>, via Wikimedia Commons

Doch auch bei uns schaute es gestern abend so aus:

Das gleiche gibt es aber auch im Winter, dann reflektieren Eiskristalle. Dies siehst du bei diesem Bild, nahe meinem Haus in Basel.

 

Dies kann man bei Geo nachlesen, Link unten.

Der untere Bereich des Himmels ist oft gelb und rot aufgrund reflektierten Lichtes.

MV Monte Alegre sunrise 040917

NAC, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons

Hier ein Beispiel aus Basel:

Tagsüber ist der untere Berich des Himmels zart blau, fast weiß. Deshalb lasse ich den Himmel in meinen Bildern oft weg. Gerade weil wir nicht immer auf den Himmel achten.

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Im Gegenlicht werde Silhouetten sehr dunkel.

 

Dies ist ein wunderbarer Effekt. Ein Glücksfall für Maler, denn so lassen sich die farbigen Himmel der Abendstunden schnell und einfach mit dem Pinsel einfangen. Diese Situation benutze ich oft, denn sie ist so einfach zu malen.

 

Beobachtungen bei Sonnenuntergang:

Bei Sonnenuntergang gleite ich in den Rhein, und dann schwimme ich in langsamen genussvollen Zügen den Rhein hinab.

Ich lade euch zu diesem Erlebnis ein! Kommt nach Basel, malt und schwimmt! Der Einstieg am Tinguely Museum eröffnet eine lange Schwimmstrecke und eine wunderbare Natur und Stadtbeobachtung.

Es ist wunderschön, man steigt ins Wasser und im Gegenlicht ist der Fluss schwarz. Der schwarze Fluss umarmt dich weich und trägt dich auf seinen langen Fingern sanft davon! Setzt der Sonnenuntergang ein, dann beginnt ein Schauspiel, das Du nie vergessen wirst! Die Wellen sind dunkel, aber der obere Teil der Wellen reflektiert die Himmelsfarbe.

Und so schwimme ich in einem Fluss aus Indigo und Lavendel!

Ganz langsam mischen sich goldene Wellen in das Baby Blau!

Ich bin umhüllt von Farbe und langsam kräuselt sich das Licht um meine Finger!

Vor dem Sonnen Untergang wird der untere Teil des Himmels golden.

Deshalb Bade ich in goldenem un blauen Wasser.

Während ich gemütlich an den dunklen Silhouetten der Schiffe St. Alben und Breite vorbei schwimme, verändert sich das Wasser! Die reflektierenden Kuppen der Wellen werden violett!

Nun ziehe ich meine Bahn durch ein Meer von Orchideen! Nichts ist sinnlicher!

Kurz bevor jemand am Himmel das Licht ausschaltet, fällt der rote Vorhang! Dann ist die Vorstellung vorbei!

Dieses Schauspiel kannst du dir in wunderbaren Bildern eines Geo Artikels ansehen, denn während ich schwimme, kann ich nicht fotografieren!

 

Was lernst du aus dem Beobachten? Das das Leben atemberaubend schön ist!

Jemand, der in Purpur und Lavendel schwimmen darf muss gute Bilder malen! Nur wer sieht malt gute Bilder!

(Hinweis: In Basel ist der Rhein ungefährlich und hat kilometerlange ausgewiesene Schwimmstrecken ohne Schiffsverkehr. Bitte schwimmt niemals in unausgewiesenen Strecken, ein natürlicher Fluss ist gefährlich!)

Malen lernen ist, sehen lerne, ist erleben!

Meine, für den Mallehrer so merkwürdige Farbwahl, ist für mich natürlich, ich erlebe dies im Sommer jeden Tag.

Diese Lichtstellung hat man ca. 30 bis 40 Minuten, bevor der rote Vorhang fällt!

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Man kann dieses Phänomen in Basel optimal beobachten, denn der Rhein fließt in Richtung Sonnenuntergang.  Lies den Artikel Naturphänomene, die Fotos sind spektakulär!

Kleine Tipps zum Malen des Himmels:

Die passende Himmelsfarbe zu finden ist nicht einfach!

Soll der Himmel strahlen, dann sollte die Aquarellfarbe transparent sein! Denn so leuchtet das Licht, das auf euren Blatt am schönsten zurück.

Man legt den Himmel am besten mit einem Lasurpinsel an, denn dann wird er Streifenfrei.

Tipp: Ein Himmel wird immer schnell lasiert! Warum? Ein transparenter Himmel wird nass gemalt. Trocknet diese Farbe leicht an und man arbeitet weiter, dann sieht man jeden Pinselstrich und die Farbe blüht aus.

Machen und Pfoten weg! Dann wird der Himmel perfekt.

Oft enthalten himmelblaue Farben jedoch weiße Pigmente, benutzt man diese Farben nur als Himmel, ist dies sehr schön. Beim Mischen muss man jedoch sehr aufpassen! Diese Farben, machen alle anderen Farben pastellig und müde. Ein Beispiele für eine solche Farben sind Royalblau oder Lavendel. So hübsch wie diese Farben sind, sie sind mit Vorsicht zu genießen.

Andere perfekte Blautöne granulieren stark, zum Beispiel französisch Ultramarin oder Kobalt Azur! Ob man das mag, ist Geschmacksfrage! Ich persönlich liebe die granulierenden Farben auch für den Himmel! Doch wenn es zu stark wird schaut es grob aus!

Liebe Grüße ins Wochenende und ich hoffe, dass ich euch die Farben des Himmels geschenkt habe.

Liebe Grüße Tine

Fachwissen ist wertvoll, Kultur braucht Spenden!

CHF

Dies alles könnt ihr euch in großartigen Bildern in dem folgenden Artikel ansehen:

https://naturphaenomene.com/farben-des-himmels-und-des-meeres

Aber auch die folgenden Artikel sind lesenswert!

https://www.geo.de/wissen/warum-ist-der-himmel-gelb–31404140.html

https://www.fau.de/2016/02/news/warum-ist-die-sonne-beim-sonnenuntergang-rot/#:~:text=Anders%20ist%20es%20beim%20Sonnenuntergang,und%20%C3%BCbrig%20bleibt%20das%20Abendrot.

https://www.licht.de/de/grundlagen/ueber-licht/licht-und-sehen

Weiterlesen bei Tine, ein anderer Artikel zum Thema:

https://blog.herz-der-kunst.ch/himmel-malen-aber-wie/

Malen und Sehen Handout für Świdnica

Malen und Sehen hängen eng zusammen:

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass wunderbar genau gezeichnete und gemalte Bilder nicht so gut aussehen wie erwartet?

Das könnte daran liegen, dass diese Bilder eine Wirklichkeit zeigen, die nicht unseren Sehgewohnheiten entspricht.

Wir vergessen oft, dass der Mensch immer nur ein kleiner Teil des Großen und Ganzen ist, und so sieht der Mensch auch.

Der Mensch ist nicht in der Lage die ganze Wirklichkeit mit einem Blick wahrzunehmen! Die Welt ist zu groß und es gibt zu viele Dinge zusehen! Deshalb konzentrieren wir und der Brennpunkt des Auges erlaubt es uns nur einen kleinen Ausschnitt der Welt zu sehen.

Und doch malen und zeichnen wir ein bisschen hochmütig, als könnten wir mit den scharfen Augen eines Raubvogels alles sehen!

Dieses überladen von Bildern erfolgt nicht aus Hochmut, denn die meisten Kreativen sind die nettesten Menschen, die man sich denken kann. Wir malen so, weil wir unsicher sind!

Wir möchten ein gutes und ordentliches Bild machen!

Weder Malen noch Sehen sind einfach! Deshalb neigen Maler und Zeichner dazu, ihre Motive in kleine Stücke zu zerlegen, denn dies erscheint als die beste Methode um alles beim Malen besser zu kontrollieren.

Generell sind die meisten Menschen beim Malen totale Kontrollfreaks.

Im Laufe unseres Lebens haben wir es gelernt Fehler zu vermeiden. Wir haben gelernt, dass uns der Sturz mit dem Fahrrad weh tut, bemerkt dass die anderen lachen, wenn wir etwas nicht können, und wir mussten mit der Enttäuschung unserer Eltern umgehen, wenn wir nicht gut lernten.

Keine Fehler machen, das ist die Erkenntnis unseres Lebens!

Gerade beim Malen schlägt diese Eigenschaft sehr zu. Wir sind sehr korrekt, denn wir haben bemerkt, dass wir durch Fehler mehr Arbeit haben, oder Bilder ruinieren.

Generell scheint der Gedanke vollkommen absurd, in ersten Schritt unserer Malerei Fehler zuzulassen.

Wir versuchen doch immer unser Bestes zu geben.

Aber so absurd wie es scheint, wie wäre es Fehler in unserem Bild zuzulassen? Was würde passieren, wenn wir uns trauen die Farbe loszulassen?  Es wäre gut, denn unser Auge sieht unscharf. Und der Betrachter ist dir dankbar, wenn er einen normalen Blick sieht und nicht das Adlerauge eines Malers!

Deshalb können wir im ersten Schritt des Bildes so glücklich malen wie Kinder!

Mach es dir einfach! Denn der Mensch sieht nicht genau!

Wie funktioniert unser Blick?

Die Art wie wir sehen legt einen völlig anderen Malstil nahe. Der Mensch sieht nicht wie ein Raubvogel.

Wenn du kein Wunder bist, kannst du keine Maus in 700 m Entfernung erkennen.

Weder Malen und Sehen müssen ganz genau sein. Und trotzdem malen wir so als ob! Weil wir alles gut machen möchten, versuchen wir noch Fenster genau zu malen, die wir längst nicht mehr beachten würden, wenn wir wie ein normaler Mensch schauen.

Doch das ist unnatürlich, denn der Mensch hat nur ein kleines Blickfeld, in dem er scharf sieht.

Blickfeld und Peripheres Sehen:

Der Mensch hat ein zentrales Sehfeld, auf das er sich konzentriert, um Details und Farben wahrzunehmen. Das periphere Sehen hingegen ist unscharf und weniger farbsensitiv. In dieser Zone können Bewegungen und grobe Umrisse wahrgenommen werden, aber feine Details werden vernachlässigt.

Fakten über das periphere Sehen: Malen und sehen

  • Erstens Unschärfe: Die Auflösung des peripheren Sehens ist deutlich geringer als die des zentralen Sehens. Feine Details, klare Konturen und scharfe Kanten werden in diesem Bereich nicht so deutlich wahrgenommen.

Merke: Du kannst ungenau und verschwommen Malen! Dein Betrachter wird dies akzeptieren, weil er selbst so sieht!

  • Zweitens Umrisserkennung: Obwohl die Feinheiten von Objekten im peripheren Sehen nicht klar erkennbar sind, kann man grobe Umrisse und Formen wahrnehmen. Dadurch können wir eine allgemeine Vorstellung davon bekommen, was sich in unserem Sichtfeld befindet, ohne es direkt anzuschauen. Dies ist die wichtige Erkenntnis für das Malen.

Gerade weil wir Perfektionisten sind, ist es schwer zu begreifen Oft mal reichen grobe Umrisse für ein tolles Bild.

Merke Ungenauigkeit und Unschärfe verbindet Bilder zu einem natürlichen Blick.

Die Ungenauigkeit, Unschärfe und Verbindung der Farbe tragen zu einem harmonischen Bild bei.

Wo sehen wir scharf und wo ist Unschärfe in der Malerei erlaubt?

Der Mensch sieht ca 180 Grad! Er sieht jedoch nur ein einem kleinen Teil scharf.

  • Das zentrale Sehfeld macht ungefähr 2 bis 5 Grad unseres Gesichtsfeldes aus. Das bedeutet, dass der Bereich, auf den wir unseren Blick direkt fokussieren können, etwa dem Blickfeld entspricht, das wir haben, wenn wir einen Punkt anstarren und die Augen ruhig halten. In diesem Bereich haben wir die höchste Detailgenauigkeit und Farbwahrnehmung.

Merke: Es ist wichtig das du deinem Betrachter ein Bildzentrum anbietest. Hier sind eine wunderbare Farbigkeit und Vielfalt und Genauigkeit sinnvoll.

  • Peripheres Sehen: Das periphere Sehen umfasst den Rest des Gesichtsfeldes außerhalb des zentralen Sehens. Es kann je nach Quelle und Kontext etwa 175 bis 180 Grad oder mehr ausmachen. Das periphere Sehen bietet ein großes Gesichtsfeld, aber die Auflösung und Farbwahrnehmung sind hier deutlich geringer als im zentralen Sehfeld.

Merke: Du bist frei, bei einem Blick, sieht der Mensch nicht viel! Du kannst viele Dinge in Bildern einfach ausblenden oder verschwimmen lassen. Dein Betrachter wird es akzeptieren.

Die wichtigste Erkenntnis ist, dass du dich nicht selbst bei jedem Fehler beschimpfen musst.

Fehler sind Definitionssache -Farbe darf frei sein:

Ist dir schon einmal passiert, dass du Dich über ein Bild geärgert hast? Und die anderen fanden dein Bild trotzdem gut?

Wir Definieren alles, was nicht nach unserem Plan läuft als Fehler!

Ob etwas ein Fehler ist, hängt mehr mit unseren eigenen Ansprüchen zusammen als mit dem, was tatsächlich ist!

Tatsächlich hängen Fehler stark davon ab wie man selbst sozialisiert wurde.

Ein Architekt, der Zeit seines Lebens Angst vor Bauschäden hatte, wird es beim Zeichnen schwer haben, ein Fenster wegzulassen. Auch ein Buchhalter, der Zeit seines Lebens korrekt sein musste, wird Probleme haben ungenau zu sein.

Doch wer die Farbe frei lässt, wird erkennen, dass sie ihre eigenen Gesetze hat.

Denke immer daran 175 von 180 Grad unseres Blickfeldes sind ungenau.

Farbe braucht keine genauen Formen, um Gefühle und Informationen zu übermitteln.

Workshop Malen und sehen Swidnica, Polen,uskswidnica2023

Tatsache ist, dass sich die Farbe enorme Regelverstöße erlauben kann, ohne, dass die Informationsübermittlung im Bild gestört wird.

Man kann die Farbe im wahrsten Sinne des Worts laufen lassen.

 

Tine Klein Aquarell, Barcelona, urbansketchersBarcelona. Malen und sehen, Uskcatalunya

Wenn Farbe aus einem Motiv ausbricht, dann betrachten wir das als Fehler. Doch wenn sich die Farbe nicht an die Form hält, dann kann sie ihre Emotionale Wirkung besser ausüben.

Nur die Groben Formen müssen erkennbar sein!

Eigentlich ist dieses Bild eine Ansammlung von Fehlern und doch wirkt es stark!

 

Wer begriffen hat, dass Farbe Freiheit braucht, der versucht sie loszulassen, doch…

Die Farbe freilassen ist schmerzhaft!

Gerade weil man Angst hat Fehler zu machen, braucht es eine enorme Überwindung, Farben unkontrolliert laufen zu lassen.

Die Angst chaotischen Unfug zu produzieren ist einfach zu groß!

Erst wer den Sprung wagt wird merken!

Oh! meine Bilder gewinnen, sie werden besser!

Tine Klein Bern Münsterplattform, Tutorial Wie wird dein Bild aussehen.

Freiheit ist gut! Doch jede Freiheit hat eigene Regeln!

Mein Tipp ist, bleibe bei der zentralen Sache.

Findest du etwas schön, bedeutet es dir etwas, dann zeige es liebevoll und genau.

Was du damit tust, ist dem Betrachter zu zeigen, wo du hinguckst!

Was interessiert mich der Fußboden? Dort wo ich wenig Interesse habe, lasse loss!

Wichtig ist allerdings das die losgelassenen Bereiche keine zerstörerische Wirkung auf die wichtigen Bereiche haben.

Merke: am Rand des Interesses und Sichtfeldes löst sich die Farbe und Form auf!

Der Workshop in Świdnica -Polen:

Du bist frei und trotzdem geborgen!

Große Teile des Sichtfeldes sind unscharf und deshalb dürfen wir malen wie die Kinder.

  • Wir lernen die Farbe in einem einzigen großen unscharfen Klecks aufzutragen.
  • Ein wenig Farbtheorie hilft uns beim Malen keine schmuddeligen Farben zu erzeugen.

Im zweiten Teil des Workshops beim Sketchfestival in Polen lernen wir, wie man aus dem Farbklecks ein schönes definiertes Bild macht.

Wir fügen Schatten und Details zum Bild hinzu, damit die wichtigen Bereiche des Bildes schön werden. Wie unser Blick der im Blickfeld genau und farbenfroh ist.

Bilder werden durch dunkle Farben definiert!

Das Schöne ist, das man zuerst nur einen farbigen Klecks malen muss. Die Farbe arbeitet für uns. Doch dort, wo wir genau hinsehen, darf unser Bild genau werden.

Hier hilft uns der Stift, dunkle Farben und Schatten, um genaue Formen zu zaubern.

Wie setzt man dunklen Farben am besten ein?

Oft reicht es schon, wenn man ein Motiv im Blickfeld mit ein paar dunklen Strichen definiert, dies sieht man am Glockenturm. Obwohl das Gelb ausgelaufen ist, wird der Turm durch die Striche und den Schatten sichtbar.

Eine super Möglichkeit ist das man das Motiv von außen malt. Man malt die Dunkelheit neben dem Motiv und das Motiv entsteht wie von Zauberhand von selbst. Das sieht man links. Nicht die Kirche wurde gemalt, sondern der Baum. Wichtig, eine scharfe Kante entsteht nur dann, wenn das Papier trocken ist.

 

Dies sieht man ebenfalls am Brunnen. In den Bereichen außerhalb des Blickfeldes lässt man die Farbe laufen. Baum ganz links.

Wir sieht man das Spiel aus großer Grundform und Genauigkeit durch den Stift.

Workshop Malen und sehen Swidnica, Polen,uskswidnica2023

Wenn man Farbe laufen lässt, dann möchte man schöne Farben wie hier.

Lösungen für die Freiheit der Farbe! Malen und Sehen

Gefahren Punkt – Komplementäre Farben.

Malen und Sehen beruhen auf Vergleich.

Immer dann, wenn man Farben frei laufen lässt, dann gibt es ungewollte Vergrauungen.

Die Farbe sieht leider aus wie Erbsensuppe!

Dem immer dann, wenn komplementäre Farben ineinanderlaufen, entstehen graue Stellen, schwarze oder hässlich braune Stellen.

Die eine Farbe eliminiert die andere durch entgegengesetzte Wellenlängen.

Nun stellt man sich die Frage wie kann ich frei und glücklich arbeiten, wenn doch ständig die Gefahr von grauer oder hässlich matschiger Farbe besteht?

 Komplementärfarben vermeiden.

Man arbeitet auf einer Seite des Farbkreises zum Beispiel von gelb bis Rot. Hier entstehen keine matschigen Farben.

Tipp: Komplementärfarbe wird dann erst in einem 2. Schritt benutzt. Trocknen lassen ist besonders wichtig!

In Bereichen, wo die Farbe strahlen soll, darf nicht mit Komplementärfarbe gemalt werden, wenn die Farbe noch feucht ist.

Jede Farbe hat ihren Platz:

Es ist sinnvoll, wenn man großzügig Bereiche definiert, wo nur Farben sind, die untereinander schöne Mischfarben erzeugen. Kontraste mit Komplementärfarben setzt man später, oft auch erst nach dem Trocknen.

Malen und sehen Tine Klein Aquarell Basel

Brückenfarben:

Das Problem mit der Vergrauung löst sich schnell, wenn man sich Gedanken über eine farbliche Brückenlösung macht. Das Rot soll sich nicht mit dem Grün mischen. Dann muss eine Farbe dazwischen, die mit beiden Farben kein Grau bildet.

Ich freue mich unendlich auf euch!

Liebe Grüße nach Polen

Tine

Viele Umarmungen an das großartige Organisatoren Team in Świdnica, denn ohne eure Hilfe hätte ich den Besuch bei euch nicht geschafft!

Was ist Wissen wert?

CHF

Workshopunterlagen für Indien:

https://blog.herz-der-kunst.ch/brush-techniques-usk-proposal-for-pune-india/

uskŚwidnica2023 – Urban Sketching Festival w Świdnicy

Urban Sketching Festival w Świdnicy uskŚwidnica2023

#uskŚwidnica2023

Czy kiedykolwiek zauważyłeś, że cudownie dokładnie narysowane i namalowane obrazy nie wyglądają tak dobrze, jak się spodziewałeś?

Może to być spowodowane tym, że obrazy te pokazują rzeczywistość, która nie odpowiada naszym nawykom wizualnym.

Często zapominamy, że istoty ludzkie są tylko niewielką częścią większego obrazu i tak właśnie postrzegają ludzie.

Człowiek nie jest w stanie ogarnąć całej rzeczywistości jednym spojrzeniem! Świat jest zbyt duży i jest zbyt wiele rzeczy do zobaczenia! Dlatego koncentrujemy się, a ogniskowa oka pozwala nam zobaczyć tylko niewielki wycinek świata.

A jednak malujemy i rysujemy trochę wyniośle, jakbyśmy widzieli wszystko ostrymi oczami drapieżnego ptaka!

To przeładowanie obrazami nie wynika z arogancji, ponieważ większość kreatywnych osób to najmilsi ludzie, jakich można sobie wyobrazić. Malujemy tak, ponieważ jesteśmy niepewni siebie!

Chcemy stworzyć dobry i uporządkowany obraz!

Dlatego malarze i rysownicy mają tendencję do dzielenia swoich obiektów na małe części, ponieważ wydaje się, że jest to najlepszy sposób na lepsze kontrolowanie wszystkiego podczas malowania.

Ogólnie rzecz biorąc, większość ludzi jest totalnymi maniakami kontroli, jeśli chodzi o malowanie.

W ciągu naszego życia nauczyliśmy się unikać błędów. Nauczyliśmy się, że upadek z roweru boli, zauważyliśmy, że inni śmieją się, gdy nie potrafimy czegoś zrobić i musieliśmy radzić sobie z rozczarowaniem naszych rodziców, gdy nie uczyliśmy się dobrze.

Nie popełniaj błędów, to jest motto naszego życia!

Szczególnie podczas malowania ta cecha uderza bardzo mocno. Jesteśmy bardzo poprawni, ponieważ zauważyliśmy, że popełniając błędy, mamy więcej pracy lub rujnujemy obrazy. Nie popełniaj błędów, to jest motto naszego życia!

Ogólnie rzecz biorąc, pomysł dopuszczania błędów na pierwszym etapie naszego malowania wydaje się całkowicie absurdalny.

Zawsze staramy się dać z siebie wszystko.

Ale choć wydaje się to absurdalne, co z dopuszczeniem błędów w naszym wizerunku? Co by się stało, gdybyśmy odważyli się puścić kolor?  Byłoby dobrze, ponieważ nasze oko widzi nieostro. A widz jest wdzięczny, gdy widzi normalny widok, a nie sokole oko malarza!  Dlatego możemy malować tak radośnie jak dzieci na pierwszym etapie malowania! Ogólnie rzecz biorąc, pomysł dopuszczania błędów na pierwszym etapie malowania wydaje się całkowicie absurdalny.

Ułatw to sobie! Bo człowiek nie widzi dokładnie! uskŚwidnica2023

uskŚwidnica2023

Jak działa nasze spojrzenie?

uskŚwidnica2023

Sposób, w jaki widzimy, sugeruje zupełnie inny styl malowania. Człowiek nie widzi jak drapieżny ptak. Jak działa nasze spojrzenie?

Jeśli nie jesteś fenomenem, nie dostrzeżesz myszy oddalonej o 700 metrów. #uskŚwidnica2013

Dlaczego więc tak bardzo stresujesz się dokładnym malowaniem?

Ponieważ chcemy robić wszystko dobrze, wciąż staramy się dokładnie malować okna, które już dawno przestalibyśmy zauważać, gdybyśmy patrzyli jak normalny człowiek.

Ale to jest nienaturalne, ponieważ ludzie mają tylko małe pole widzenia, w którym mogą widzieć ostro. Jeśli nie jesteś fenomenem, nie możesz rozpoznać myszy z odległości 700 metrów. Dlaczego więc tak bardzo stresujesz się dokładnym malowaniem?

Pole widzenia i widzenie peryferyjne:

Ludzie mają centralne pole widzenia, na którym koncentrują się, aby dostrzec szczegóły i kolory. Z drugiej strony widzenie peryferyjne jest rozmyte i mniej wrażliwe na kolory. W tej strefie można dostrzec ruchy i szorstkie kontury, ale drobne szczegóły są pomijane.

 

Fakty dotyczące widzenia peryferyjnego:

Po pierwsze, rozmycie: rozdzielczość widzenia peryferyjnego jest znacznie niższa niż widzenia centralnego. Drobne szczegóły, wyraźne kontury i ostre krawędzie nie są postrzegane tak wyraźnie w tym obszarze.

Pamiętaj: Możesz malować nieprecyzyjnie i nieostro! Twój widz to zaakceptuje, ponieważ sam to widzi!

 

Po drugie, rozpoznawanie konturów: Chociaż subtelności obiektów nie są wyraźnie widoczne w widzeniu peryferyjnym, możemy dostrzec przybliżone kontury i kształty. Pozwala nam to uzyskać ogólne pojęcie o tym, co znajduje się w naszym polu widzenia bez bezpośredniego patrzenia na to. Jest to ważne spostrzeżenie.

Właśnie dlatego, że jesteśmy perfekcjonistami, trudno nam to pojąć, często do stworzenia świetnego obrazu wystarczą wstępne zarysy.

Gdzie widzimy ostro, a gdzie rozmycie jest dozwolone w malarstwie?

Ludzie widzą pod kątem 180 stopni! Gdzie widzimy ostro, a gdzie rozmycie jest dozwolone w malarstwie?

Centralne pole widzenia stanowi około 2 do 5 stopni naszego pola widzenia. Oznacza to, że obszar, na którym możemy bezpośrednio skupić wzrok, jest mniej więcej taki sam, jak pole widzenia, które mamy, gdy wpatrujemy się w punkt i nie ruszamy oczami. To właśnie w tym obszarze mamy największą szczegółowość i postrzeganie kolorów.

Uwaga: Ważne jest, aby zaoferować widzowi centrum obrazu. Tutaj przydaje się wspaniała kolorystyka, różnorodność i dokładność.

Widzenie peryferyjne obejmuje pozostałą część pola widzenia poza centralnym. Może ono wynosić od 175 do 180 stopni lub więcej, w zależności od źródła i kontekstu. Widzenie peryferyjne oferuje duże pole widzenia, ale rozdzielczość i postrzeganie kolorów są tutaj znacznie niższe niż w centralnym polu widzenia.

Pamiętaj: jesteś wolny, jednym spojrzeniem człowiek niewiele widzi! Możesz po prostu wygasić lub rozmyć wiele rzeczy na obrazach. Twój widz to zaakceptuje.

Najważniejsze jest to, że nie musisz się obwiniać za każdym razem, gdy popełnisz błąd w kolorowaniu.

 

Błędy są kwestią definicji – kolor może być dowolny: uskŚwidnica2023 #uskŚwidnica2013

uskŚwidnica2013

Czy zdarzyło Ci się kiedyś, że denerwował Cię twój szkic? A mimo to innym się podobał?

Wszystko, co nie idzie zgodnie z naszym planem, definiujemy jako błąd!

To, czy coś jest błędem, ma więcej wspólnego z naszymi własnymi twierdzeniami niż z tym, co faktycznie ma miejsce!

W rzeczywistości błędy zależą w dużej mierze od tego, jak ktoś został wychowany.

Architekt, który przez całe życie obawiał się uszkodzeń konstrukcji, będzie miał trudności z pominięciem okna podczas rysowania. Księgowy, który przez całe życie musiał być poprawny, również będzie miał problemy z niedokładnością.

Ale jeśli pozwolisz kolorowi się rozluźnić, zdasz sobie sprawę, że rządzi się on własnymi prawami.

Zawsze pamiętaj, że 175 stopni na 180 stopni naszego pola widzenia jest niedokładnych.

 

Kolor nie potrzebuje precyzyjnych form, aby przekazywać uczucia i informacje.

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Faktem jest, że kolor może pozwolić sobie na ogromne naruszenia zasad bez zakłócania przekazywania informacji w obrazie.

Możesz dosłownie puścić kolor.

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Kiedy kolor odbiega od rzeczywistego, uważamy to za błąd. Ale jeśli kolor nie jest wiernie oddany, może lepiej wywierać swój emocjonalny efekt.

Tylko przybliżone kształty muszą być rozpoznawalne!

Tutaj każdy rozpoznaje słynną rybę na plaży w Barcelonie.

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Właściwie to zdjęcie jest zbiorem błędów, a mimo to wygląda wiarygodnie!

Ci, którzy zrozumieli, że kolor potrzebuje wolności, próbują go uwolnić, ale…

 

Uwalnianie koloru jest bolesne!

Właśnie dlatego, że boimy się popełniać błędy, potrzeba ogromnego wysiłku, aby pozwolić kolorom działać w sposób niekontrolowany.

Strach przed wywołaniem chaotycznego zamieszania jest po prostu zbyt duży!

Zauważą to tylko ci, którzy się na to zdecydują!

Moje obrazy zyskują, są coraz lepsze!

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Wolność jest dobra! Ale każda wolność ma swoje własne zasady!

Moja rada brzmi: trzymaj się głównej rzeczy.

Jeśli znajdziesz coś pięknego, jeśli to coś dla ciebie znaczy, pokaż to z miłością i precyzją.

To, co robisz, to pokazanie widzowi, gdzie patrzysz!

Co mnie obchodzi podłoga? Tam, gdzie mnie to mało interesuje, odpuszczam!

Ważne jest jednak, aby uwolnione obszary nie miały destrukcyjnego wpływu na ważne obszary.

Uwaga: na granicy zainteresowania i pola widzenia kolor i forma rozpływają się!

 

Warsztaty w Świdnicy – Polska:

Jesteś wolny, a jednocześnie bezpieczny!

Duża część pola widzenia jest nieostra, więc możemy malować jak dzieci.

-Uczymy się nakładać farbę w postaci jednego wielkiego rozmazanego kleksa.

-Trochę teorii koloru pomaga nam nie tworzyć niechlujnych kolorów podczas malowania.

W drugiej części warsztatów na Festiwalu Miejskiego Szkicowania w Polsce uczymy się, jak zamienić plamę koloru w pięknie zdefiniowany obraz.

Dodajemy cienie i szczegóły do obrazu, aby ważne obszary obrazu stały się piękne. Podobnie jak nasze spojrzenie, które jest dokładne i kolorowe w polu widzenia.

 

Obrazy są definiowane przez ciemne kolory!

Piękno polega na tym, że najpierw wystarczy namalować kolorową plamę. Kolor działa dla nas. Ale gdy przyjrzymy się bliżej, nasz obraz może stać się precyzyjny.

Tutaj ołówek, ciemne kolory i cienie pomagają nam wyczarować precyzyjne kształty.

Jaki jest najlepszy sposób korzystania z ciemnych kolorów?

Często wystarczy zdefiniować motyw w polu widzenia kilkoma ciemnymi pociągnięciami, co widać na dzwonnicy. Chociaż żółty kolor zanika, wieża staje się widoczna dzięki pociągnięciom i cieniowi.

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Świetnym sposobem jest malowanie motywu od zewnątrz. Malujesz ciemność obok głównego motywu i on wyłania się sam, jak za dotknięciem czarodziejskiej różdżki. Widać to po lewej stronie. Nie pomalowano kościoła, ale drzewo. Co ważne, ostra krawędź powstaje dopiero po wyschnięciu papieru.  Można to również zaobserwować w fontannie. W obszarach poza polem widzenia pozwól farbie spłynąć, jak drzewu po lewej stronie.

Widzimy grę między dużym podstawowym kształtem a dokładnością ołówka.

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Kiedy używasz farby, chcesz mieć piękne kolory, takie jak tutaj.

Rozwiązania dla wolności koloru!

Niebezpieczny punkt – Kolory uzupełniające.

Zawsze, gdy pozwalasz kolorom swobodnie płynąć, pojawia się niechciana szarość

Niestety kolor wygląda jak zupa grochowa!

Za każdym razem, gdy kolory uzupełniające się stykają się ze sobą, pojawiają się szare plamy, czarne lub brzydkie brązowe plamy.

Jeden kolor eliminuje drugi przez przeciwne długości fal.

Teraz pojawia się pytanie: jak mogę pracować swobodnie i szczęśliwie, gdy istnieje ciągłe niebezpieczeństwo szarej lub brzydkiej błotnistej farby?

 Unikaj kolorów uzupełniających.

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Pracujesz na jednej stronie koła kolorów, na przykład od żółtego do czerwonego. Nie tworzy się tutaj mętnych kolorów.

Wskazówka: Kolor uzupełniający jest następnie używany tylko w drugim kroku. Szczególnie ważne jest pozostawienie farby do wyschnięcia!

W obszarach, w których kolor powinien błyszczeć, nie należy malować kolorem uzupełniającym, gdy jest on jeszcze mokry.

Każdy kolor ma swoje miejsce:

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Sensowne jest zdefiniowanie dużych obszarów, w których występują tylko kolory, które tworzą piękne mieszanki między sobą. Kontrasty z kolorami uzupełniającymi są ustalane później, często dopiero po wyschnięciu.

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Kolory przeciwstawne: uskŚwidnica2023

Problem z szarością można szybko rozwiązać, myśląc o kolorach przeciwstawnych. Kolor czerwony nie powinien mieszać się z zielonym. Następnie należy użyć koloru, który nie tworzy szarości z tymi dwoma kolorami.

 

Nie mogę się doczekać spotkania z wami!
Najlepsze życzenia dla Polski
Tine
#uskŚwidnica2013

An usk Proposal in english for the USK India:

https://blog.herz-der-kunst.ch/brush-techniques-usk-proposal-for-pune-india/

Die Untermalung im Skizzenbuch und Urban Sketching.

 

 

Die Untermalung ist eine Technik, über die viel zu wenig gesprochen wird. Ich spreche sie immer mal wieder an und weiß eigentlich nicht, wieso dies keines der Hauptthemen in der gegenständlichen Malerei, Urban Sketching, Aquarell oder in Skizzenbuch Kursen.

Ich wiederhole mich, weil es euch das Leben so einfach machen könnte!

Fangen wir ganz vorne an. Was ist eine Untermalung?

Wikipedia sagt:

„Als  Untermalung bezeichnet man in der  Bildenden Kunst  die nicht unmittelbar sichtbaren, unter der obersten Farbschicht liegenden Farblagen einer Malschicht. Beim »altmeisterlichen« schichtenweisen Gemäldeaufbau wird das Aussehen der abschließenden Farbschicht, und damit das Erscheinungsbild eines Gemäldes, weitgehend auch durch die Untermalung bestimmt[1].“ Quelle ist unten angehängt

Meiner Meinung nach ist eine Untermalung heute etwas anderes! Ich habe rund um die Welt in vielen Atelier gearbeitet. Und ich glaube, dieser Begriff ist tradiert, nicht mehr aktuell.

Viele Maler legen unter ihr Bild eine Farbschicht. Die nennen wir Untermalung, diese Farbschicht ist oft sehr diffus.

Die Untermalung kann nicht allein existieren, denn sie ist dafür bestimmt, dass noch etwas obendrauf kommt.

Der Wort-Ursprung ist also: unter! Sie liegt unter etwas anderem darunter.

Die Superkräfte der Untermalung!

Man sollte meinen, die Untermalung sei das schwächste Glied in den Schritten der Malerei oder Grafik. Doch dem ist nicht so!

Die noch ungenaue Farbschicht liegt unter den nächsten Schritten. Doch sie gibt dem gesamten Bild eine Farbstimmung und sie erzeugt eine übergreifende Gemeinsamkeit.

Durch die Untermalung wird einer der häufigsten Fehler beseitigt.

Bilder sehen schlecht aus, wenn die Einzelgegenstände getrennt gemalt werden. Dann wirkt ein Bild immer unrund, wie eine Kollage.

Die Untermalung fügt alles zusammen, das erzeugt Harmonie.

Dies kannst du noch mal im ersten unten angehängten Artikel nachlesen.

Auf die Untermalung kommen die formgebenden Schichten oben auf. Man schichtet so lange, bis das Kunstwerk fertig ist, und die Untermalung blitzt von unten durch.

Dadurch, dass immer Reste der ersten Farbschicht blitzen, bekommt das Bild einen inneren Zusammenhalt.

Untermalung im Skizzenbuch und Urban Sketching:

Das hört sich zeitaufwendig an! Und das kann es auch durchaus sein.

Passt dies zu unserer modernen Art zu malen, gerade wenn man wenig Zeit hat?

Werke wie die Bilder des Aquarellisten Marc Folly sehen zwar locker aus, benötigen jedoch viel Zeit! Schicht für Schicht muss trocknen!

Was macht man, wenn man nicht den ganzen Tag Zeit hat ein Bild zu malen?

Untermalung mit Stift:

Ganz einfach,  man reduziert die Menge der benötigten Schichten.

Im Urban Sketching benutze ich oft nur eine Schicht. Freilich ist dies dann nicht mehr im eigentlichen Sinne eine Untermalung. Denn die Farbschicht ist zur Gänze zu sehen.

Trotzdem macht der Stift die Musik! Der Stift als oberste Schicht erzeugt die Formen und das Motiv.

Die Untermalung wäre ohne den Stift kein vollständiges Motiv, man würde schwerlich erkennen, dass es sich um eine Stadt handelt.

Die Untermalung gibt in der Anwendung mit dem Stift die Stimmung und die Farbe.

Die Untermalung kann vollkommen abstrakt sein oder sie deutet Gegenstände an.

Wie das Gehirn des Betrachters aus den Andeutungen der Farbe eine Stadt konstruiert, sieht man im heutigen Beispiel wunderbar.

 

Wie läuft das Zusammenspiel zwischen Farbe und Stift?

Der Stift gibt die Form, die Farbe das Gefühl!

Dabei ist zu beachten, dass sich Farbe und Stift entkoppeln dürfen.

Der Sinn der Untermalung ist es, einen inneren Zusammenhang zu geben, deshalb darf sie über Grenzen hinweg fließen.

Der Stift ist nicht dazu da, Farbflächen einfach zu umranden. Er erschafft das Motiv, ohne sklavisch an der Farbe zu kleben.

So sind die Bäume zum Beispiel kleiner als die grünen Farbflächen am Hafen., denn es würde dort keinen Sinn machen, so große Bäume zu malen.

Doch kann man mit dem Sift auch Chancen ergreifen.

 

Dort, wo es passt, laufen Stift und Farbe Hand in Hand!

Das große Haus links am Kreisverkehr war größer geplant. Das entstandene Loch passte nicht wirklich zur Zeichnung. Dann setzt man die Zeichnung in die Helligkeit. Der Stift folgt aber nicht der Form der Untermalung, sie ist nicht der Chef.

In der Straße gibt es eine helle, reflektierende Windschutzscheibe. Ein Zufall, der Fleck war weiß.

Nutze den lucky accident um großartige Bilder zu machen.

Untermalung : Technische Tipps:

Tipp eins: Spontanität

Eine Untermalung muss nicht genau sein. Versuch es mal ohne Vorzeichnung.

Tipp zwei: zügig arbeiten

Die Untermalung soll etwas Diffuses haben, andeuten, aber nicht festschreiben.

Es bietet sich an, schnell zu arbeiten, so fließen Farbansätze weich ineinander.

Überall dort,  wo man scharfe Formen haben möchte, muss der Untergrund trocken sein, wenn es weich sein soll,  arbeitet man Feucht in Feucht. Die Unterschiede sieht man oben rechts im Bild sehr gut.

Tipp drei: Finger weg vom Wasser!

Wer feucht in feucht arbeitet,  darf den Pinsel nicht klatschnass machen, dies erzeugt Wasserringe. Da man bei der Technik jedoch ständig die Farbe wechselt, steckt man den Pinsel ins Wasser. Tipp: den Pinsel ausschlagen,  damit nicht Unmengen Wasser auf das Blatt kommen.

Tipp vier:

Zu dunkle Farben sind ungünstig für Übermalungen. Sie lassen sich in den nächsten Schichten nur schwer umformen. Tonwerte von Hell bis Mittel benutzen.

Ich hoffe, ich habe dir auch diese Woche Anregungen geboten!

Liebe  Grüße Tine.

Bitte denk noch einmal daran, den Blog zu abonnieren. Ich bin dieses Jahr durch Covid sehr müde, deshalb bin ich nicht so regelmäßig wie sonst.

Wissen ist etwas wert!

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https://blog.herz-der-kunst.ch/untermalung-das-gefuehl-unter-dem-bild/

Mischen lernen, Achtung Wechselwirkungen!

Letzte Woche stand Mischen lernen auf dem Programm!

Letzte Woche gab es keinen Blog. Warum? Ich war auf Malreise und es war wunderschön. In Gruppen zu malen, die sich kennen und mögen, ist wunderschön! So viel gute Energie!
Tine Klein Malkurs, Aquarellworkshop, Urban Sketching Kurs, Malkurs Tine Klein
Danke an die Urban Sketchers in Bonn und Koblenz!
Kennst du ein paar Leute, ihr habt eine Urban-Sketching-Gruppe oder einen Kunstverein? Dann holt mich. Wird der Kurs nicht voll, ist es nicht schlimm, denn es gibt viele Menschen, die bei mir auf einen Workshopplatz warten.

Tine Klein Aquarell Markgräflerland, Malen lernen in Basel

 

Mischen lernen und Farben sehen – ist ein Überraschungspakt,  nur langsam wird man von der blinden Kuh zur Erleuchteten.

Beim Einräumen in die Spülmaschine merkt man, wer als Kind Tetris gespielt hat und wer blinde Kuh!

Wenn ich die Spülmaschine einräume, dann sieht es aus wie ein abstraktes Kunstwerk von Escher. Mein Mann ist jedoch ein Held, wenn es darum geht, die Spülmaschine einzupuzzeln, dann passt doppelt so viel rein. Doch wenn er vorm Kleiderschrank steht und es um Farben geht, dann hat er offensichtlich in seiner Kindheit Blinde Kuh gespielt.

Da mich mein Farbkasten seit der Kindheit begleitet, ist es mir unbegreiflich, dass ein Mensch nicht sehen kann, dass in zwei Khakitönen unterschiedliche Blaus stecken.

Er: ? Wieso is doch beides Khaki ….passt!

Farbe ist vielfältiger als gedacht:

Aber apropos Farben, die Wirkung von Farben ist so vielfältig, dass sich alle, auch die Profis, nicht so richtig auskennen.

Das Verrückte am Mischenlernen ist, dass es eine enorme Menge an Eigenschaften gibt, die man überhaupt nicht auf dem Schirm hat. Und so gelingt das Mischen von Farben oft nicht gut, denn aufgrund von Chemie und Farbeigenschaften ist gern ein Überraschungsfaktor dabei. Mischenlernen ist deshalb eine sehr spannende Sache, und auch wenn man schon lange malt, ist es immer noch spannend.

Profis haben deshalb meistens ein kleines Farbsetup, in dem sie sich blind auskennen.

Mischen lernen -Die verwirrende Vielfalt der Farbkontraste:

Der Laie denkt:  Ich mische eine Farbe und dann ist die Super!

Weit gefehlt, die Farben wirken nur durch ihre Nachbarfarben! Denn das Auge ist ein Vergleichsinstrument!

Moment! Du möchtest was über das Mischen lernen und nun rede ich über Farbkontraste?

Beim Mischenlernen ist man verwirrter als ein Chamäleon in einer Packung Smarties!

Weil es eben nicht nur um die eine Farbe geht, sondern um ihre Nachbarschaft! Die bestgemischte Farbe ist nichts, wenn sie sich durch die Nachbarfarbe negativ verändert!

Mach dir jetzt keine Sorgen, Verwirrung ist immer der Anfang der Erkenntnis!

Wie viele Farbkontraste kennst du eigentlich?

Nimm dir mal einen Moment Zeit, zähle sie auf und denke über ihre Wirkung auf Farben nach! Bitte lies erst dann weiter.

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Mischen lernen -Farbkontraste und ihre Wirkung auf Farben

Mischen lernen ist so chaotisch, weil man eine wunderschöne Farbe mischt, aber sobald sie auf dem Papier ist, verändert sie sich durch die Nachbarfarben….

Tine Klein Aquarell Markgräflerland, Malen lernen in Basel

  1. Helligkeitskontrast (Tonwertkontrast): Der Kontrast zwischen hellen und dunklen Farben. Eine helle Farbe beginnt zu strahlen, wenn sie eine dunkle Farbe in der Nachbarschaft hat. Wenn du also kein strahlendes Rot mischen kannst, dann liegt dies meist an der Nachbarschaft. Ist keine Dunkelheit in der Nähe, strahlt das Rot nicht. Dies gilt für alle hellen Farben, deshalb sind Ampelkästen meist schwarz. Hat Farbe zu wenig Pigment, dann verblasst sie, sobald Farben dunklerer Tonwerte dazu kommen. Setzt du also deine Dunkelheiten zum Schluss, werden alle Farbmischungen zu blass sein. Mischen lernen heißt unter anderem, die passende Dunkelheit zur hellen Farbe zu mischen. Auch in unserem heutigen Bild würde der Himmel und der Raps nicht leuchten, wenn das Grün der Bäume nicht mit Schwarz! angerührt wäre.
  2. Komplementärkontrast: Der Kontrast zwischen Farben, die sich gegenüber auf dem Farbkreis befinden, wie Blau und Orange oder Rot und Grün. Diese Farben machen sich gegenseitig schrill! Well der Abstand der Wellenlängen am höchsten ist. Eine normale Farbe kann durch diese Nachbarschaft plötzlich grell wirken. Dies kann Bilder beleben, super für AHA!-Effekte. Setzt man den Effekt jedoch zu großflächig ein, wird es schrill, billig und kitschig. Mischen lernen heißt hier, das richtige Maß des Komplementärkontrastes zu finden, oft ist ein Kontrast, der knapp neben dem Komplementärkontrast liegt, harmonischer und wirkt nicht so grell. Das nennt man Y-Kontrast. Farbe belebt sich harmonisch durch den Y-Kontrast, wer das beim Mischen beachtet, erzeugt frische Harmonie. 
  3. Warm-Kalt-Kontrast: ist der Kontrast zwischen warmen Farben (wie Rot, Orange und Gelb) und kalten Farben (wie Blau, Grün und Violett). Jedoch kann jede Farbe kalt oder warm sein. Ein Blau mit einem Schuss Rot z.B. Ultramarin zusammen mit einem kalten Blau, zum Beispiel Türkis, kann viel lebhafter und voller wirken als nur eine Farbe. Die Abwechslung von Kalt und Warm wirkt sehr attraktiv auf die Rezeptoren des Auges. Eine Farbe, die sacht ihren Farbton in Kalt und Warm wechselt, wirkt immer eindrucksvoller als ein Farbauftrag, bei dem nur in einer Farbe angestrichen wurde. Mischen lernen ist in diesem Fall das Mischen auf dem Blatt, man schaukelt die Farbe von Kalt zu Warm, indem man immer wieder den Farbton ändert zum Beispiel durch die Zugabe von kälteren und wärmeren Pigmenten. Eine Nass- in Nass-Technik. Schau mal wie der Himmel in der Farbe variiert.
  4. Kontrast zwischen deckenden und transparenten Farben: Der Kontrast zwischen undurchsichtigen und durchscheinenden Farben. Transparente Farben leuchten wunderbar. Aber erst der Kontrast zu deckenderen Farben lässt sie so richtig erblühen. Der Kontrast entfaltet sich besonders gut im Zusammenhang mit Dunkelheit. Generell lässt sich aber sagen, dass die transparente Farbe immer attraktiver auf das Auge wirkt, weil sie das Licht reflektiert. Eine matte Farbe kann eine transparente noch attraktiver erscheinen lassen. Mischen lernen ist hier oft schwierig. Tipp: Du musst genau wissen, welche Farben in deinem Kasten deckend sind. Die deckenden nehmen den transparenten sofort ihre Transparenz. Tipp:  Im Kasten deckende und transparente Farben trennen. Das Wintergrass ist matt und bräunlich,  siehst du, wie dagegen die gelben Flächen des Feldes strahlen?
  5. Strahlkraft: Es gibt Farben, die durch ihre Wellenlänge strahlen. Sie sind rein und klar. Diese Farben bilden einen starken Kontrast zu gebrochenen Farben, zum Beispiel Erdtönen. Erdtöne bestehen meist aus 2-3 Pigmenten. Strahlende Farben meist nur aus einem Pigment. Farben mit 3 Pigmenten sind oft sehr gedämpft, schau mal das matte Grün unten links. Das Auge wird sich zu den leuchtenden Farben orientieren, weil sie viel klarer sind. Mischen lernen heißt,  transparente und strahlende Farben vor den matten zu schützen. Dämpfen und verdrecken kann man immer! Eine gedämpfte Farbe wieder strahlen lassen, geht nicht! Bewusst transparente Farben und Farben mit nur einem Pigment kaufen. Denn dann verdreckst du beim Mischen nicht ungewollt! Braun und Grau erzeugst du dann, indem du Rot, Gelb und Blau mischst. Die Farben wirken dann zusammen sehr harmonisch. Warum? Weil sie aus den Farben bestehen, die du im Bild benutzt hat. Benutzt du gekaufte Töne, enthalten sie meist 3 Pigmente, die Gefahr, dass sich eines der Pigmente mit anderen Farben in deinem Bild beißt, ist hoch! Dann wirkt ein Bild ohne offensichtlichen Grund nicht harmonisch. Mischen lernen heißt also oft, Grundfarben miteinander mischen, anstatt zu vorgemixten Tönen zu greifen. 

Tipp und Summery: Teste welche Farben du benutzt, mach eine Farbprobe für dein Bild. Diess schützt dich vor unliebsamen Überraschungen. Farbeigenschaften übertragen sich beim Mischen ungewollt und Nachbarfarben entwickeln ungeahnte Macht über bereits aufgetragene Farben.

Liebe Grüße ins Wochenende Tine

Hast du das gewusst? Was ist Wissen wert?

EUR  

 

Noch ein bisschen Wissen zu Farbkontrasten und Farbharmonien die man beim Mischen kennen sollte

https://blog.herz-der-kunst.ch/farbharmonie/

Kleine Tricks zur Farbharmonie

https://de.wikipedia.org/wiki/Sieben_Farbkontraste

Schatten mischen ist Farbharmonie!

Indem du Schatten mischen lernst, legst du die Grundlage für die Schönheit deiner Bilder. Grautöne sind ein wichtiger Bestandteil von Bildern, sie liegen neben den klaren Farben und setzen sie ins rechte Licht. Im übertragenen Sinne ist…

Grau der Samt, auf dem das Schmuckstück der Farbe liegt!

Deshalb macht es Sinn, sich immer wieder Gedanken zum Schatten- mischen zu machen.

Denn hat man die Farben seines Bildes festgelegt, dann ist die nächste Frage:

Welche Grautöne passen denn dazu? Welcher Schatten macht die richtige Stimmung? Welches Grau soll ich mischen, damit meine Farben strahlen?

Die Fragen sind nahezu unendlich!

Schatten mischen ist wichtig, denn Grau verändert die Stimmung des Bildes.

Die Farbstimmung in deinen Bildern sollte von deiner Laune abhängen und den Farben, die du dann unterbewusst wählst.

Doch leider entstehen die Stimmungen der Bilder oft durch vorgefertigte Farbtöne.

Die dann die Regie über die Stimmung des Bildes übernehmen.

Grau ist eine Farbe, die sehr unterschiedliche Effekte erzeugen kann.

Grau kann ruhig und neutral wirken.

Und dies ist genau das, was man an Grau bevorzugt. Wenn ich den Schatten eines Hauses male, dann soll das Grau nicht die Regie übernehmen und die Stimmung des Bildes übernehmen. Das Grau sollte neutral sein oder das Licht in meinem Bild stärken. Dies macht Schatten mischen so kompliziert.

Schlecht läuft es, wenn meine Grautöne das Bild ins Negative verändern.

Schattentöne können dunkel, dreckig und traurig wirken.

Deshalb sollte man ganz genau überlegen, welches Grau passt denn?

Deine Bilder werden besser, wenn du Grau nur als einen Farbnapf siehst, den man gewohnheitsmäßig benutzt.

Mach dir einmal Gedanken darüber, was passiert, wenn du einen bestimmten Grauton benutzt:

Was sind warme und kalte Grautöne? Und wofür braucht man sie beim Schattenmischen?

Das Sprichwort: In der Nacht sind alle Mäuse grau, gilt nicht!

Grautöne können sehr unterschiedlich sein. Ein paar Beispiele für den Einsatz von Schatten.

Man kann durch Grautöne die Eigenschaften von Materialien zeigen.

Der Stein ist kalt und das Licht ist warm.

Die Grautöne in den Schatten wechseln ihre Farben.

In den kalten Bereichen sind die Grautöne bläulich. Im gelben Licht werden sie auberginefarben, sie haben also ein höheren Gelb- und Rotanteil und stärken damit das Gefühl, dass das Licht warm ist.

Tine Klein Siege.stor in Lissabon.Tutorial zum Thema grau in Schattenfarben.

Tine Klein Siegesstor in Lissabon

Obwohl das Bild voller warmer Farben ist, machen die kühleren grünlichen Schatten klar, dass dieser Tag nicht heiß ist. Es ist ein kühler Herbsttag bei Sonnenuntergang.

Die Farben des Schattens sind ein großer Teil dessen, wie Menschen die Jahres- und auch Tageszeit bewerten.

Schlechtes Wetter, dann ist der Schatten sanft und kühl. Außerdem bringt blauer Schatten orange Farben zum Leuchten.

 

Scheint die Sonne, dann wird der Schatten dunkler! Hier stärkt ein warmer lila Schatten die Leuchtkraft der Häuser.

Aeschenplatz Basel Aquarell Tine Klein macht urban sketches

Ein warmer Schattenton zusammen mit Natur- und Sandtönen wandelt selbst unfreundliche Kulissen in freundliche Orte.

Neutrale Schatten irgendwo zwischen Blau- und Violett- Grau sind oft die perfekten neutralen Unterlagen für Farben.

 

Tine Klein Aquarelle, Aquarell Watercolor, Basel, Kaserne, malen lernen, uskbasel2022

Schatten -und Grautöne, die aus den Farben des Bildes gemischt wurden, wirken immer passend und harmonisch.

 

 

Kühle Grautöne:

Kühle Grautöne mit einer Tendenz zum Stahl wirken immer kalt. Je mehr Rot das Blau enthält, desto freundlicher und wärmer wirkt der Schatten.

Kühle Grau- und Schattentöne sind jedoch immer etwas bläulich oder grünlich.

 

Die positive Wirkung von kühlen Grautönen:

  1. Räumliche Tiefe: Kühle Grautöne können dazu beitragen, eine Illusion von räumlicher Tiefe zu erzeugen. Indem sie in den Hintergrund oder in schattige Bereiche eines Bildes eingesetzt werden, können sie eine Atmosphäre von Weite und Tiefe schaffen.
  2. Beruhigung und Kühle: Kühle Grautöne können eine beruhigende Wirkung haben und eine kühle Atmosphäre erzeugen. Sie können dazu beitragen, eine entspannte Stimmung zu erzeugen und eine gewisse Kühle oder Frische zu vermitteln.
  3. Betonung von Farben: Kühle Grautöne können verwendet werden, um andere Farben in einem Bild hervorzuheben. Indem sie als Kontrast zu wärmeren oder lebendigeren Farben eingesetzt werden, können sie diese Farben stärker zum Leuchten bringen und ihnen eine größere visuelle Präsenz verleihen.

Kühle Grautöne lassen Bilder strahlender wirken als warme.

Gefahren von kühlen Grautönen:

  1. Stimmungsveränderung: Kühle Grautöne können eine kühlere oder distanzierte Stimmung erzeugen. In einigen Fällen können sie als zu kühl oder emotionslos empfunden werden, was zu einer gewissen Kälte oder Tristheit führen kann. Kühle Atmosphäre: Kühle Grautöne können eine kühle Atmosphäre erzeugen, die in manchen Kontexten nicht gewünscht ist. Dein Bild wirkt ungemütlich, vermittelt das Gefühl von schlechtem Wetter oder ,im extremen Fall, das Gefühl von Unwirtlichkeit oder Gefahr.
  2. Farbliche Dominanz: Kühle Grautöne haben die Tendenz, andere Farben zu dominieren oder zu „verschlucken“. Wenn sie in zu großer Menge oder zu intensiv verwendet werden, können sie die Farbigkeit eines Bildes verringern und ihm eine monochrome oder eintönige Anmutung verleihen.

Warme Grautöne:

Können Stiche ins Violett, Gelb und Braun aufweisen. Aber auch blaue Farben wie Ultramarin zählen abgetönt zu den Schattenfarben.

Warme Grau- und Schattentöne wirken gemütlich und ein bisschen warm und herbstlich.

Die positive Wirkung von warmen Grautönen:

  1. Gemütlichkeit und Wärme: Warme Grautöne können eine gemütliche und einladende Atmosphäre erzeugen. Sie vermitteln ein Gefühl von Wärme und Geborgenheit, ähnlich wie natürliche warme Töne wie Beige oder Sand. Sie können eine behagliche Stimmung erzeugen und das Bild einladend wirken lassen. Sind aber trotzdem  eine schöne warme Grundlage für leuchtende Farben.
  2. Verbesserung der Farbharmonie: Warme Grautöne können eine harmonische Verbindung zwischen verschiedenen Farben im Bild herstellen. Sie können dazu beitragen, die Farben miteinander zu verbinden und ein ausgewogenes Farbschema zu schaffen. Warme Grautöne können als Brücke zwischen warmen und kühlen Farben dienen und so eine harmonische Einheit schaffen.
  3. Hervorhebung von Kontrasten: Warme Grautöne können dazu beitragen, Kontraste in einem Bild zu verstärken. Indem sie als Kontrast zu kühleren oder lebendigeren Farben eingesetzt werden, können sie diesen Farben einen stärkeren visuellen Effekt verleihen und ihre Wirkung verstärken.

Gefahren von warmen Grautönen:

  1. Einschränkung der Leuchtkraft: Warme Grautöne haben die Tendenz, die Leuchtkraft von Farben zu verringern. Wenn sie in zu großer Menge oder zu intensiv verwendet werden, können sie die Helligkeit und Farbigkeit eines Bildes dämpfen und es weniger strahlend wirken lassen. im Gegensatz zu den kalten Grautönen wirken warme Grautöne schnell etwas dreckig.
  2. Überwältigung anderer Farben: Warme Grautöne können andere Farben in einem Bild dominieren oder sie in den Hintergrund drängen. Wenn sie nicht richtig dosiert oder mit anderen Farben kombiniert werden, können sie die Balance und die Hierarchie im Bild stören. Die Bilder werden ein wenig erdig, erinnern an den Süden.
  3. Einschränkung der Stimmung: Warme Grautöne können eine warme und gemütliche Stimmung erzeugen, aber sie können auch dazu führen, dass ein Bild zu „brav“ oder unauffällig wirkt. In manchen Kontexten kann eine größere Vielfalt an Farben und Kontrasten gewünscht sein, um dem Bild mehr Dynamik und Interesse zu verleihen.

 

Kaltes und warmes Grau, die Farben der Meister *rinnen:

Das Grau ist die Unterlage und die Verbindung zwischen einzelnen Farbelementen.

Du weißt nun, dass das Grau der Klebstoff ist, der Bilder zusammenhält.

Es lohnt sich, sich damit zu beschäftigen.

Liebe Grüße Tine

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https://blog.herz-der-kunst.ch/grau-mischen-farbenfrohes-grau/

https://en.wikipedia.org/wiki/Payne%27s_grey

Ein Motiv ist nichts ohne Vordergrund!

Ein gutes Motiv gefunden. Das ist immer ein Fest!

Motive sind die Jagdbeute der Menschen mit Skizzenbuch!

Doch dann stellt man fest, dass das großartige Motiv nix wert ist, ohne den passenden Vordergrund!

Denn Vordergründe speichern das Leben von Bildern und selbst das wundervollste Motiv wird unscheinbar durch inneres Leben.

Den Vordergrund eines Motivs gestalten:

 Ein Tropfen Liebe ist dabei mehr wert als ein Ozean an Verstand.

Jeder Ort hat eine persönliche Seele. Das ist die Mischung dessen, was dort passiert und was dies in Menschen auslöst.

Oft erkennt man mit dem Herzen besser, was in ein Bild rein muss, dann wird es emotional!

Wer einen Ort malt, der sollte zeigen, was er liebt und hasst, denn genau das fängt ein, was man für einen Ort empfindet.

Und diese Empfindungen sind Gold wert, denn sie transportieren sich auf den Betrachter.

Zeig deine Liebe und Wertschätzung für etwas und dein Bild wird gut!

Wie bei Menschen, werden Motive großartig, wenn sich Gefühle und Spannungen ergeben.

Liebe mich dann, wenn ich es am wenigsten verdient habe, denn dann brauche ich es am meisten.“

Nicht alles muss immer alles Zuckersüß sein, es dürfen auch Dinge wie Lieferwagen und Schilder und Strahler rein.

Wann gehört so ein Gerümpel ins Motiv? Wenn es den Ort ausmacht, dazu gehört!  Wenn es Emotionen auslöst.

Genius Loci, die Geschichte dieses Ortes.

Als ich als Studentin hier zum ersten Mal ankam, war dieser Ort eine Ruine, das Dach war eingebrochen. Die übelste Gegend von Barcelona. Es gab kaum Geschäfte, nur eine Apotheke deren Sirene mir nachts den Schlaf raubte und einen zwielichtigen Massagesalon. Die Wohnung war billig, die Drogensüchtigen unerträglich.

Ich schwor mir, wenn ich mal Geld habe, dann komme ich nie wieder hier her.

Eh voila, mein Stadtteil in Barcelona lebt. Die Markthalle erstrahlt in altem Glanz. Die Läden haben sich mit schönen Geschäften gefüllt. Und auf der Straße zeigt sich ein wildes Gemisch farbenfroh gekleideter Menschen, die nach dem Einkaufen in die Bars strömen.

Und ich bin immer noch da.

Wie gestaltet man den Vordergrund im Motiv? -praktische Tipps:

Typisches und Geschichten im Motiv Vordergrund!

Im Motiv steht immer eine Menge Gerümpel herum. Was muss rein?

Direkt links unter dem Baum ist eine S-Bahnstation  und es gibt den Markt. An allen öffentlichen Plätzen in Barcelona stehen immer Fahrräder, denn diese werden der Bevölkerung zur Verfügung gestellt.

Halten wir fest: Rein ins Motiv gehört alles Typische.

Dinge die dich persönlich beschäftigen! Als Deutsch-Schweizerin ist es für mich traumatisch, dass sich niemand an rote Ampellichter hält. Mich regt es maßlos auf, wenn bei Rot von allen Seiten Personen und Fahrzeuge heranschießen.

Tipp: Deine Geschichten müssen ins Bild.

Also laufen die Leute im Bild über die rote Ampel.

Wo stellt man etwas im Bild hin?

Sehr typisch sind hier in der Gegend billige alte Lieferwagen. Wo platziere ich den so etwas im Bild? Große Dinge im Vordergrund brauchen viel Platz.

Deshalb ist es ein guter Tipp, so etwas anzuschneiden und nur halb zu malen.

Noch ein Tipp es ist nicht egal, wo du Bewegliches im Bild hinstellst.

Tipp: kommt etwas von Links fährt es rein ins Bild, rechts fährt es raus. Ein deutlicher Unterschied in der Aussage.

Im Motiv geht es nicht nur um den Vordergrund. Vordergrund und Motiv müssen zusammenarbeiten.

Tipp: Platziere all die kleinen Gegenstände im Vordergrund so, dass sie zum Motiv führen.

Große Gegenstände und Personen schiebe ich gerne an den Rand, damit das Motiv sichtbar bleibt.

Tipp: Vordergrund ist wichtig, doch die wichtigen Anteile des Motivs sollten nicht verdeckt werden.

Alles Zusammenführen im Motiv:

Was ist dir wichtig? Malst und zeichnest du alles in gleicher Intensität, dann sagst du nur mir ist alles egal hier war nichts besonders wichtig.

Der Lieferwagen war weiß, so stark strahlte er, dass niemand mehr auf das Motiv guckte.

Nicht jedes Teil im Bild kann ein Star sein. Manches muss man dämpfen, damit das Hauptmotiv sichtbar bleibt.

Hinweis, du musst dich entscheiden was wichtig ist im Bild und diesen Teil unterstützen.

Innerer Zusammenhang entsteht auch durch die Farbwahl. Die Farben des Marktes wiederholen sich in den Menschen des Vordergrunds, das heißt wir gehören zusammen!

Farbliche Wiederholung des Motivs im Vordergrund unterstützt, den Zusammenhalt des Bildes.

Liebe Grüße ins Wochenende Tine

Bildung ist etwas wert:

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Weiterlesen bei Tine zum Thema:

Vordergrund macht Bild gesund!

https://blog.herz-der-kunst.ch/vordergrund-macht-bild-gesund/