Reiseaquarellkasten Bauanleitung

Handtaschenaquarellkasten

Wer richtig Aquarellieren will braucht auch einen vernünftigen Reiseaquarellkasten für unterwegs.

 

Jetzt beginnt die Zeit, in der man immer im Haus malt. Im Frühjahr, Sommer und Herbst klemme ich mir gezielt mein Kunstmaterial unter den Arm sobald ein Sonnenstrahl mich dazu einlädt.  Jetzt aber werden diese Momente rar.
Ein Handtaschenaquarellkasten muss her.
 
Das Dumme an diesen Kästen ist, dass ich sie eigentlich nicht leiden kann. Winzige Näpfchen die gute Pinsel zerstören und keine Mischfläche.
 
Wie sich das für einen echten Nerd gehört, möchte in jeder Situation einen tollen Kasten!
 

Mini – Aquarellkästen eine Seuche

 
Aquarellieren überall! Die Urban Sketching Bewegung hat einen regelrechten Minimalismustrend bei den Aquarellkästen ausgelöst.
 
Nach dem Motto:
 
Man ist nie zu klein, um großartig zu sein.
Wenn man mal ins ETSY schaut, findet man die verrücktesten Reise Aquarellmöglichkeiten. Ohrringe oder Ringe mit eingebautem Aquarellkasten.
 
Unglaublich teure, kleine handgemachte Holzdosen mit Vertiefung für Aquarellfarbe usw. und so fort.  Viele dieser Lösungen sind sehr teuer und nichts anderes als selbst gebaut.
 
Oft sieht man auf den ersten Blick, dass es mit der Tauglichkeit Probleme geben könnte. 
Die meisten dieser Lösungen empfinde ich eher als Scherzartikel, denn wer es mit dem Aquarellieren ernst meint, braucht einigermaßen große Pinsel. Deshalb finde ich ganz winzige Lösungen ziemlich schwachsinnig.
 
Zu kleine Aquarellnäpfchen machen Pinsel kaputt.
 
Ich möchte euch jetzt eine kleine Anleitung für so einen selbst gebauten Reiseaquarellkasten geben mit dem selbst Menschen die auf nichts verzichten wollen klar kommen.
Reiseaquarellkasten Bauanleitung Blog Herz-der-Kunst von Tine Klein
Das passt in die Manteltasche. Zu klein um gut zu aquarellieren?
Nein….ein paar Tricks helfen das alles zu verstauen:
Reiseaquarellkasten Bauanleitung Blog Herz-der-Kunst von Tine Klein
  1. 11 große Farbnäpfe oder 22 Kleine
  2. Skizzenbuch
  3. Pinsel
  4. Wassertankpinsel
  5. Bleistift
  6. Radiergummi
  7. Anspitzer
  8. Klemme, Stifthalter
  9. Taschentuch
  10. Schwamm
  11. Mischpalette
  12. Schwamm
  13. Weißabgleichskarten zum Fotografieren von weißem Papier
  14. Gummiband

Das Alles ergibt den perfekten Arbeitsplatz

Reiseaquarellkasten Bauanleitung Blog Herz-der-Kunst von Tine Klein

Und so schaut dann der perfekte Arbeitsplatz aus, der passt in jede Tasche.

Material:

  • Bonbondose oder Pillenverpackung
  • Alte Scheckkarten oder ein wenig harte Pappe
  • Doppelseitiges Klebeband
  • Pillen oder Kaugummiverpackungen oder Aquarellnäpchen
  • Eine große Papierklemme
  • Ein dickes Gummiband
  • Tortenuntersetzer aus der Bäckerei

Viele von Euch haben zur Ideenfindung beigetragen. Nun habe ich die besten Ideen zu einem Reiseaquarellkasten zusammengebaut, der selbst mich befriedigt.

Das Herzstück Bonbon oder Pastillendose

Erst mal Augen auf nach der richtigen Pastillendose. Der Knackpunkt ist das Gelenk des Deckels … Die Dose sollte ziemlich massiv sein.

Träger der Farbe:

Ich nehme ganz normale Farbnäpfchen. Prima kann man auch die leeren Blister von großen Kaugummis und Pillen benutzen. 
 
Selbst bei großen Pillen kann man zwei Lagen in den Kasten bekommen. Das sind 11 bis 20 Farben. Das reicht vollkommen für tolle Aquarelle.
 
Dann die Aluminiumfolie  abknibbeln. Dafür braucht man ein bisschen Geduld.
 
Die Folienverpackungen mit Tubenfarbe füllen und trocknen lassen. Die Farbe gibt der Folie wieder Stabilität.
 
Die Farbfolien mit starkem Klebeband auf die alten Scheckkarten kleben, nun ist das ganze viel stabiler. Aufpassen, dass das nicht Klebeband hervorschaut, sonst klebt sich später Dreck dran.

Warum die Scheckkarte?

Die Scheckkarten sind ein enorm wichtiger Bestandteil unserer  Sketchbox. Solche Plastikkarten bekommt man natürlich mittlerweile überall, beim Tanken, beim Parken, bei Ikea. Jeder von uns hat am Jahresende wieder ein paar davon übrig. Diese Karten erhöhen das Volumen um 100 %. Im Reiseaquarellkasten sind die Scheckkarten der Zwischenboden. Es gibt einige enorm gute Gründe um sie zu benutzen.
 
Wenn man die Farben darauf festgeklebt, purzelt nichts im Reiseaquarellkasten herum.
 
Beim Transport fungieren die Plastikkarten als abwaschbarer Deckel. Wenn man viel malt, werden die Farben nass und verschmieren beim Transport den Kasten. Ein abwaschbarer Deckel ist also Gold wert.
 
Die Plastikkarten haben noch zwei andere Gründe, meine sind keine Scheckkarten, sondern Grauwertkarten, diese dienen mir beim Fotografieren als Weißabgleich.
Die Plastikkarten dienen mir im Aquarell allerdings auch als Radiergummi, man kann mit ihnen ganz wunderbar Farbe abkratzen.

Die Klemme

Der Reiseaquarellkasten hat allerdings noch einen sehr wichtigen Bestandteil, die Klemme. Die Papierklemme ist ebenso multifunktional wie die Scheckkarte. Beim Transport hält sie teure Gegenstände fest, zum Beispiel den Pinsel. Sobald man malt, kann man damit zum Beispiel den Kasten an Skizzenbuch klemmen, oder an ein Geländer. Der große Vorteil ist, durch die Klemme hat man die Hände frei. Am häufigsten benutze ich die Klemme als Ablage für meinen mit Farbe gefüllten Pinsel, denn nichts ist peinlicher als eine riesen Sauerei mit Farbe in einem Restaurant.

Das Schwämmchen und Taschentuch

Apropos Sauerei, besonders wichtig finde ich das Schwämmchen. Wenn man irgendwo draußen malt, ist es sehr wichtig einen Lappen zu haben, der nächste soll sich ja nicht in deine Farbflecken setzen.
 
Der Schwamm ist jedoch für eine professionelle Malerei unverzichtbar, denn viele Farbeffekte kann man nur erzeugen, wenn der Pinsel trocken oder halb trocken ist.
 
Jetzt braucht man den Schwamm, um die Flüssigkeit im Pinsel zu regulieren oder den Pinsel zu reinigen.

Mischfläche

Mischfläche ist oft ganz wichtig, gerade Schattentöne sehen sehr gut aus, wenn sie im ganzen Bild gleich sind.

Ich habe den Deckel angeschliffen und mit weißer Farbe bestrichen. (Tipp von Thorsten Bahr).  So kann man im Deckel mischen. Reiseaquarellkästen haben eigentlich nie genug Mischfläche, deshalb greife ich auf eine beschichtete Pappe für Kuchen oder Bratwürstchen zurück. Diese Pappen sind ungefähr genauso  groß wie kleine Skizzenbücher. Diese Pappen haben einen erhöhten Rand, damit Senf oder Sahne nicht von dem kleinen Teller herunter laufen. Der Rand ist natürlich genauso prima für Farbe.

Wie kommt man an solche Untersetzer? In großen Läden kann man sie kaufen.

Viel einfacher ist es, jedoch eine Bratwurst zu kaufen, einen Hundeblick aufzusetzen, und ein bisschen mit den Augen zu klappern und lieb das Wort mit zwei T zu sagen, damit meine ich nicht flott.

Und schon ist man stolze Besitzerin einer brandneuen, kostenlosen Skizzenbuch -Mischpalette.

Das Gummiband

Das Gummiband hält alles zusammen, Skizzenbuch, Füllhalter, Pinsel und Mischfläche also unverzichtbar.

Ich wünsche euch viel Spaß und ich würde mich sehr freuen wenn ihr eure eigenen selbst gebauten und wirklich praktischen Kästen hier vorstellen würdet. Eure Anleitung hänge ich gerne an den Blog. Oder schreibt einfach einen Kommentar. Das Kommentarfenster findet ihr…..

Liebe Grüße Tine

Weiterlesen Wofür die Graukarte?  Über die Kunst Kunst zu Fotografieren:

https://blog.herz-der-kunst.ch/kunst-fotografieren-ist-eine-kunst/

Kunst fotografieren ist eine Kunst

 

 

 

 

 

 

Schüttung oder Nass in Nass Technik

Zeit veränder Kunsttechniken

Nass in Nass Techniken, oder Aquarell Schüttungen wurden früher im Aquarell völlig anders angewendet als man dies heute bei aktuellen Künstlern sehen.

Früher hat man Nass in Nass Techniken im Wesentlichen dafür benutzt große Flächen gleichmäßig mit Farbe zu überziehen.

Die wildere Nass in Nass Techniken oder sogar Schüttung sind weit entfernt davon nur eine ordentliche Oberfläche erzeugen zu wollen, es geht um Stimmung.

Die Stimmung ist das Wichtigste

Im skandinavischen Raum gibt es eine ganze Reihe von Künstlern die atemberaubende Ergebnisse durch die freie und wilder Anwendung recht flüssiger Aquarellfarbe erzeugen.

Die Ergebnisse sehen immer wild und frisch aus, weil sich die Farbe unkontrolliert erst auf dem Papier mischt.

Hier am Strand habe ich die Farbe regelrecht auf das Papier gekippt, gesteuert wird durch das bewegen des Blattes. Versauen kann man am Strand auch nix, ein riesiger Vorteil.

Durch den beherzten Einsatz der Farbe werden diese Aquarellskizzen super schnell und eindrucksvoll.

Seebrücke Heringsdorf, Tine Klein : Tutorial Schüttung oder Nass in Nass Technik

Auch meine eigene Technik beruht auf dieser Basis. In kleinerem oder größerem Maßstab arbeite ich nach dem Motto:

Ein guter Chef muss delegieren, lasse die Farbe doch machen, was sie will.

Dies gilt natürlich nur in einem gewissen Rahmen, dort wo die Farbe nur ein Hintergrund ist, lasse ich sie ganz frei arbeiten, das geht natürlich besonders gut, wenn das Motiv dunkler ist als der Hintergrund mit der geschütteten Aquarellfarbe.

Diese Technik braucht allerdings viel Selbstvertrauen. Denn der Maler muss mit dem Ergebnis leben. Bei dieser Technik kann man sich nur über allgemeines im Klaren sein. Man kann sehr festlegen welches Farbstimmung man haben möchte. Dabei wird man aber nie genau ganz genau voraussagen können, wo die Mischungen entstehen und man kann auch nicht ganz exakt sagen wie viele Mischfarbe man erhalten wird.

Erfahrung macht diese Technik aus

Wie ich schon in einem Beitrag vor einigen Wochen schrieb muss man für diese Technik ein sehr genaues Gefühl dafür entwickeln, wie viel Wasser auf dem Papier steht.

Der Maler, muss lernen die Flut des Wassers zu kontrollieren die die Pigmente mit sich reißt.

Die Kunst daran ist allerdings die Farbe einerseits völlig frei laufen zu lassen,

denn wer in der Flüssigkeit herum matscht, wird auch eine Matschfarbe bekommen.

Die größte Herausforderung dieser Technik ist, dass man die Farbe einmal in das Bild schüttet oder hinein laufen lässt oder auch mit dem Pinsel aufträgt, sie dann aber völlig in Ruhe lässt.

Schüttung was ist das?

Im skandinavischen Raum arbeiten die Maler sehr viel mit Schüttungen. Dabei habe ich euch noch gar nicht erklärt was eine Schüttung ist. Eine Schüttung ist der Auftrag einer Farbe, die so flüssig ist, dass über das Bild läuft. Bei sehr großen Flächen wird dies tatsächlich aus einem Becher getan, bei kleinen Flächen reicht es die Farbe aus einem sehr saugfähigen Pinsel heraus laufen zu lassen.

Die Farbe überflutet dann das Papier. Steuern kann man dies dadurch, dass man das Papier feucht macht und einige Stellen trocken lässt. Die flüssige Farbe wird dann nur die feuchten Stellen überfluten.

Das ist eines der Prinzipien der Nass in Nass Technik, trockenes Papier bleibt vor der Farbe weitgehend geschützt, denn die Farbe benutzt den einfachsten Weg und der ist durch die bereits feuchten Untergrund.

Trockenes Papier ist die Grenze

Deshalb können trainierte Maler wie von Zauberhand tolle Farbeffekte erzeugen, während der Laie der diese Technik noch nicht verinnerlicht hat einfach eine große Matsche erzeugt.

Wer diesen Steuermechanismus nicht erkennt, erzeugt Matsche

Material

Das Material für diese Technik ist sehr einfach im Wesentlichen besteht es aus:

Mut, Erfahrung, dickem Papier und saugfähigen Pinseln.

Im Wesentlichen braucht man für diese Technik nicht viel, man kann sie im Skizzenbuch nur eingeschränkt anwenden. Dort sind vor allen Dingen die Techniken anzuwenden, bei der man das Papier zuerst nass macht und dann entlang der feuchten Spur laufen lässt.

Eine richtige Schüttung kann man im Skizzenbuch nicht machen.

Für eine richtige Schüttung braucht man in der Regel sehr dickes Papier.

Oder man leidet dieses Papier auf, aber dazu einmal in einem anderen Blog.

Gerade unter den Aquarellpapieren findet man bei den preiswerteren Qualitäten durchaus auch  Papier auf der man diese Technik üben kann. Ich empfehle Papiere deren dicke deutlich über 220 g liegen. Denn alle anderen Papiere werden sich bei dieser Technik benehmen wie feuchtes Toilettenpapier. Das Papier wird knüllen und knittern.

Papier für die Schüttung

Das Papier was ihr in diesem Bild seht, ist ein 250 g Aquarellpapier. 40 Blatt kosten ungefähr 20 €. Jetzt wird schon mal klar, die Technik kann man nicht nur auf Hand geschöpften Büten Papier ausüben.

Merke: Nur dickeres Papier hält der Belastung stand.

Auch 250 g Papier ist noch nicht eine wirklich dicke Papierqualität. Das Papier, auf dem ich arbeite ist hier eine mittlere Qualität. Mittel Feine, heiß gepresste Massenqualität. Trotzdem klappt die Technik auf diesem Papier ganz wunderbar.

Farbe laufen lassen

Die Kunst ist es die Farbe laufen zu lassen, ohne darin herum zu rühren. Wir sind natürlich gewöhnt alles dadurch zu steuern, dass wir es mit dem Pinsel machen.

Pigmente, die noch einmal mit dem Pinsel umgerührt werden sehen leider völlig anders aus als Pigmente, die frei fließen durften.

Devise: einmal rein mit dem Pinsel und dann Pfoten weg

Hier sieht man deutlich das der Pinsel nur da arbeitet, wo konkrete Form zum Einsatz kommt.

Seebrücke Heringsdorf, Tine Klein : Tutorial Schüttung oder Nass in Nass Technik

Nass- Technik

Ich möchte nun alle Kinder unter 14 Jahren bitten, die nächsten zwei Zeilen nicht zu lesen, denn ich muss jetzt richtig rum fluchen. Ich würde so gerne diesem Hirn verbrannten Vollpfosten, der diese Technik generell Nass in Nass Technik genannt hat, ein paar Mal mit meinem dicksten Pinsel fest auf den Hinterkopf schlagen.

Ja, im Extremfall wird extrem Nass gearbeitet, und sogar geschüttet

In neunzig Prozent aller Fälle ist feucht die viel bessere Wahl, denn dann läuft die Farbe nur einen kurzen Moment unkontrolliert.

Wenn das Papier tatsächlich richtig geflutet wird, ist meistens das Papier ruiniert und andere Farben mischen sich völlig unkontrolliert.

Merke es funktioniert nur:

Wenn du keine Wasserpfützen auf deinem Papier siehst. Feucht aber nicht Nass!

So meine lieben Leser nun wissen wir warum der Volltrottel, der dieser Technik ihren Namen gegeben hat, gefühlt mehrere Millionen geschrottete Aquarelle auf dem Gewissen hat.

Denn beides, Nass in Nass wie auch die Wortgebung Schüttung, beinhaltet gefühlt unglaubliche Wassermengen. Mit unglaublichen Wassermengen funktioniert es nur sehr selten. Denn dann rauscht die Farbe übers Papier und unten wieder runter, somit ist der Tisch oder die Hose bunt aber nicht das Aquarell. Ich persönlich glaube der Mensch, der die Namensgebung für diese beiden Techniken erdacht hat, war einfach ein kleiner Sadist, denn:

Desto nasser desto unsteuerbarer

Aber gerade das Unsteuerbare macht enormen Spass. Wer wirklich die Nerven hat richtig rumzusauen wird belohnt.

Dafür habe ich euch das extrem Video heraus gesucht.

Oft denkt man einfach:

Oh, mein Gott ist das schön!

Lasst euch nicht abhalten, man muss lernen es zu steuern, es ist einfacher mit dem kontrollierten Einsatz des Wassers.

Deshalb das erste Video:

Hier sieht man wie wenig Wasser reicht um die Farbe auslaufen zu lassen, entschuldigt es ist italienisch aber die Technik wird ganz deutlich:

https://www.youtube.com/watch?v=A7mzbk6tWYM

Hier seht ihr eine echte Schüttung nur für Nervenstarke. Wie hält das Papier das aus? Es ist sicher sehr dick oder wurde von der Rückseite gewässert, damit es nicht wellt. Jetzt wird klar, warum ich diese Technik am liebsten am Strand verwende, ich muss das Atelier nicht abkleben:

https://www.youtube.com/watch?v=g25uJEE7khw

Liebe Grüße ins Wochenende Tine

Aquarellstifte machen tolle Effekte

Aquarellstifte und das Image der Buntstifte

Weiße Gasse in Augsburg Aquarell von Tine Klein mit Buntstiften

Aquarell kleine Gasse hinter dem Rathaus in Augsburg Weiße Gasse

Aquarellstifte haben so ein bisschen das Image von Buntstiften. Ein Kunstmaterial, welches man auch ohne Bedenken seinem vierjährigen Kind in die Hand drücken würde.

Doch die Hände mit Bouquet von Pablo Picasso sehen verdächtig nach Buntstift aus.

Ich konnte schon früh zeichnen wie Raffael, aber ich habe ein leben lang dazu gebraucht, wieder zeichnen zu lernen wie ein Kind.

Doch Aquarellstifte sind ein ziemliches Hightechmaterial, man muss diese Stifte ja nicht benutzen wie eine Vierjährige.

Gerade in Kombination mit Aquarell machen diese Stifte, das Leben viel leichter. Wenn man mit seinen hochwertigen Aquarellfarben ein tolles Bild gemalt hat und dann doch noch einmal sehr kleine Strukturen in dem Bild ergänzen muss, dann steht einem der Schweiß auf der Stirn, denn man weiß ganz genau die Gefahr dieses Bild zu verderben ist sehr hoch.

Aquarellstifte sind kein Kunstmaterial für Kinder, sondern eine sehr clevere Erweiterung von Aquarelltechniken.

Wie kann man Aquarellstifte im Aquarell einsetzen?

Für das Aquarell ist der Aquarellstift sozusagen der beste Kumpel. Aquarellfarbe ist den Stiften in Qualität oftmals ein wenig überlegen. Gerade bei großen Flächen ist es ja logisch, dass sich Farben einfacher verarbeiten lassen als Aquarellstifte.

Spannend wird es jedoch, wenn man den Aquarellstift dafür benutzt, das Aquarell durch Techniken zu ergänzen, die man mit den Pinsel einfach nicht erreichen kann. Besonders gut eignet sich der Aquarellstift für die folgenden Dinge:

  • Licht und Schatten ganz deutlich herauszuarbeiten, auch in kleinen und sehr filigranen Stellen
  • Farbeffekte intensivieren
  • Übergänge weich zu verblenden
  • kleine Fehler ausbessern
  • kleine Überraschungseffekte auf dunkler Farbe zu erzeugen
  • Graphische Effekte und Linien einfügen

Qualität von Aquarellstiften

Damit das auch wunderbar klappt, müssen Aquarellstifte eine gewisse Qualität haben. Viele dieser Effekte kann man ebenso mit sehr preiswerten Aquarellstiften erzeugen. Stifte minderer Qualität haben jedoch drei Eigenschaften die mich regelmäßig ärgern.

Löslichkeit der Aquarellstifte:

Preiswerte Aquarellstifte sind häufig nicht löslich, dann bleiben total hässliche Striche im Aquarell stehen. Das sieht einfach nur dilettantisch aus.

Deshalb ist die erste Forderung die ich an einen Aquarellstift stelle:

Absolute Löslichkeit

Ich möchte selbst entscheiden ob man einen Strich sieht oder nicht.

Bei meinem Test (Siehe unten) mit einem No-Name Produkt und Aquarellstiften, die wirklich Kunstmaterial sind, schnitten beide gut ab im Kritzeltest. Beide ließen sich auflösen, dies ist aber nicht immer so.

Mischen  und Füllstoffe:

Man bezahlt viel Geld, damit man absolut transparente und wunderschöne leuchtende Aquarellfarben hat. Jetzt wäre es ja Wahnsinn diese wunderbaren Farben mit einer minderen Qualität zu vermatschen.

Einige Marken lassen sich nicht gut mischen. Wenn man zwei Farben ganz normal mischt, wie man dies auch beim Aquarell tun würde, entstehen sehr matte und wenig leuchtende Farben.  Das sieht man in dem großen Kasten oben ganz deutlich. Links ist der Stift noch trocken, dort kann man die schlechtere Pigmentierung des billigen No-Name Stifte zwar vermuten, kommt aber Wasser ins Spiel, dann verteilen sich die wenigen Pigmente und man sieht kaum noch Farbe.  Der Stift, der mit K markiert ist, ist das Kunstmaterial, ein Unterschied wie Tag und Nacht. Dies liegt daran, dass die Firmen die Pigmente in den Stiften durch Füllstoffe strecken. Meistens sind die Pigmente durch zinkhaltiges Weiß gestreckt, auch bekannt als Deckweiß.

Wenn man diese Stifte mit normaler Aquarellfarbe mischt, wird sie sofort stumpf, also keine gute Idee. Deshalb sollte man diese schlecht pigmentierten Stifte nicht zum Mischen einsetzen.

Gute Aquarellstifte haben jedoch die gleichen tollen und klaren Pigmente wie Aquarellfarben.

Tolle Farbeffekte:

Die Aquarellstifte besserer Marken verhalten sich anders, in diesen Stiften sind Pigmente extrem stark konzentriert. Man muss erst einmal lernen die Pigmente zu kontrollieren. Der Anfänger trägt oft viel zu viele Pigmente auf. Kommen diese Pigmente mit Wasser in Berührung explodieren sie regelrecht in ihrer Leuchtkraft. Sieht man oben deutlich, die Mischung aus Blau und Gelb gibt eine tolle klare und sehr kräftige Farbe.

Deshalb gilt die Devise zart und nicht hart

Ganz wunderbar ist dies um an einigen wenigen Stellen im Bild unglaublich leuchtende und intensive Farben zu erzeugen.

Die Marken:

Ich bin in diesem Blog neutral, ihr lest keine Werbung. Eine echte Marktübersicht habe ich nicht. Meine Stifte sind meistens die Museum von Caran Dáche, manchmal auch von Faber Castell.  Als ich sie kaufte, habe ich mal in den Foren nachgelesen, welche Stifte Pigmentstark und Lichtecht sind. Im Laden habe ich sie dann ausprobiert, die beiden fand ich Klasse.

Aber Vorsicht vor Testberichten von Laien, die wichtigen Fragen stellen diese nicht. So fallen solche Fragen wie Lichtechtheit, bei selbsternannten Testern oft hintenüber, das die Bilder verblassen werkt man ja erst 3 Monate später.

Ist das wirklich wichtig? Ja, und ob schaut mal meine Aufkleber lagen auf der Fensterbank:

Entschieden habe ich mich für die Museum von Caran Dáche weil sie Lichtecht sind, sie verblassen also nicht so stark in der Sonne.Welche Marken noch lichtechtheit garantieren weiß ich leider nicht.

Tipp, wer seine Bilder im Tageslicht zeigt, muss bei den Stiften auf Lichtechtheit achten, also lesen vorm kaufen.

Die billigen sind oft OK beim Zeichnen oder nur für einfache grafische Effekte. Beim Mischen oder bei Bildern, die an der Wand hängen, hört dann der Spaß auf.

Man braucht übrigens nicht ganze Kästen, das wird richtig teuer. Ich kaufe nicht einfach wahllos. Die Stifte die genau  abgestimmt sind auf meine Lieblingsfarben aus meinem Aquarellkasten, sind die Stifte meiner Wahl. Hellere oder dunklere zu den meist genutzten Farben meines Aquarellkastens. Sie zaubern das Licht in meine Aquarelle. Dann bleibt die Sache auch bei hochwertigen Stiften bezahlbar.

Einen Haken hat die Sache allerdings. Jedes mal wenn ich im Laden bin gibt es wieder einen Stift, den ich ganz sicher noch brauche…..dann hab ich Hornochse doch wieder einen riesen Büschel an Stiften.

Grafische Effekte: Obendrauf anstatt unten drunter

Die Aquarellstifte können allerdings viel mehr als nur Farben intensivieren und kleine Fehler ausbessern. Richtig toll sehen diese Stifte aus, wenn man mit ihm auf dem Aquarell zeichnet.

Das zeichnerische Element bietet neue Möglichkeiten

Besonders schön wird es, wenn man sich traut die Stifte auf dunklem Untergrund einzusetzen. Hoch-Pigmentiert ist das Stichwort. Hier kann man dann etwas erzeugen, was man im Aquarell sonst nie kann:

Hell auf dunkel der Aquarellstift macht es möglich!

Das ermöglicht ganz spielerisches Arbeiten. Von hell auf Dunkel und von Dunkel auf Hell,

Es kann also drunter und drüber gehen

Damit sind einem ganzen Haufen spielerischer Möglichkeiten alle Türen geöffnet. Ich liebe es wenn meine Bilder so wild werden, wie die von Kindern. das macht so richtig Spass.

So bringt man ohne Probleme ein kleines Augenzwinkern in Aquarelle.

Die Bilder werden viel lebendiger, weil man bei der Grundanlage des Aquarelles nicht so um jeden hellen Fleck kämpfen muss.

In diesem Bild sieht man übrigens besonders gut, was die Aquarellstifte können. Schaut einmal wo ich überall obendrauf gearbeitet habe, zum Beispiel bei den Fenstern.

Weiße Gasse in Augsburg Aquarell von Tine Klein mit Buntstiften

Leider kannst du nicht alles sehen, da wo ich durch leichte Schraffuren verblendet habe und dies später mit Wasser verwischt, wird der Aquarellstift unsichtbar.

P.s. Zu dem Bild gibt es eine lustige Geschichte: Gemalt ist es am Montag nach meinem Workshop in Augsburg.

Plötzlich erscheint eine junge Frau mit einem ganzen Bollerwagen voll Kunstmaterial. Sie spricht mich an und ist ganz entzückt von meinen Bild. “Darf ich mal photographieren!?” sagt sie. ” Das sieht ja ganz toll aus.” Entspannt holt sie den Fotoapparat raus und plaudert weiter: “Ich  hätte ja auch so gerne einen Platz bei Tine Klein bekommen” Meine beiden Freunde fangen nun an sich komische Blicke zu zuwerfen. Ich schnalle natürlich mal wieder nichts. “Ach, schade”, sage ich, nicht mal im Ansatz verwundert über die dritte Person im Satzbau.

Sieht toll aus, sagt die junge Frau und tätschelt meine Schulter. “Dass man in so kurzer Zeit so viel lernen kann, sieht echt aus wie ein Tine Klein.”

“So sagt sie und nun muss ich zum Bahnhof, mein Zug geht gleich” verdattert starre ich ihr nach während die beiden Anderen herzhaft kichern…….

Liebe Grüße Tine

 

Hier eine andere Version von Stift über Farbe ein älterer Blog

Tinte über Farbe einfach andersrum

 

 

 

 

 

 

 

Malen lernen – die besten Tipps

Es gibt ein paar Tipps, bei denen ich gehofft hätte, das sie mir jemand früher mitteilt.

Malen lernen kann einfach sein, wenn man es sich nicht selbst schwer macht.

Teilweise sind Tipps, die deine Zeichnungen und Skizzen viel besser machen, hirnrissig einfach. Aber gerade weil diese Tipps so einfach sind, begreift man sie am Anfang nicht. Denn wer anfängt zu malen, merkt erst mal eins:

Man sieht den Wald voller Bäume nicht

Als ich begann zu malen, da wollte ich nach den Sternen greifen. Das Resultat war oft Frust und Stress.

Kleine schnelle Skizzen helfen dir: Du lernst abstrahieren, du merkst ganz schnell was geht und nicht erst wenn du eine Stunde oder zwei investiert hast.

Der Druck ist einfach weg und es macht dich glücklich. So ging es mir in Amsterdam, tausend Leute gucken dir über die Schulter.

Tine klein die besten Tricks zum malen lernen, traue keinen Kunstkritikern

Tipp eins: Traue keinen selbstberufenen Kunstkritikern. Lass dich nicht von Leuten irritieren, die dir über die Schulter schauen, Kunst ist eine sehr persönliche Sache.

Mach es dir einfach

Auf ein Blatt passt viel weniger als man denkt. Mache ich es mir einfach, dann schaffe ich mir Klarheit. Diese kleinen Vorstudien helfen mir enorm. Sie zwingen mich ganz wenig auf das Blatt zu machen, das hilft.

Wenn ich merke: “Upps, mir wird alles ein bisschen viel!”, dann helfe ich mir mit schnellen kleinen Quicki – Aquarellen, denn auf den Spass kommt es an.

Malen lernen - die besten Tipps Farbstudie mit Miniaturen Tine Klein

Dies sind viele kleine Farbstudien

Riesige Werke werden besser, wenn  der Kopf vorher klar ist, die kleinen Werke helfen den Kopf nicht zu verlieren

Auch für alle großen Bilder gilt, den Kopf nicht verlieren

Hier mal meine Zusammenfassung der besten Tipps und Tricks, die deine Bilder sofort besser machen. Malen lernen heißt: Mach es easy.

Erst mal gucken, ob es machbar ist.

Hier die super einfachen Tipps zum Malen lernen:

  • Male nur was dich wirklich interessiert
  • Habe keine Angst loszulegen
  • Keine epochalen Werke, mache mehrere Varianten
  • Halte inne und überdenke
  • Zeitbudget beachten
  • Mach es öfter mal
  • und habe dein Malzeug parat, den suchen beim malen verdirbt alles.

Male nur die  Dinge, die dich wirklich interessieren

Viel muss nicht auf das Bild, nur was dich interessiert

Wenn man Dinge malt, die einen interessieren, dann macht das die Zeichnung gleich viel interessanter . Wenn man sich dabei auf das konzentriert, was man wirklich liebt bekommt die Zeichnung oder die Malerei gleich einen Fokus, d. h. das Bild wird stark, denn man verschwendet keine Kraft in all den unwichtigen Unfug drumherum. Du wirst dabei ganz automatisch eine Bildsprache für wichtig und unwichtig entwickeln, dadurch wird das was du liebst immer ganz besonders sein. Genau das werden deine Betrachter zu schätzen wissen.

Keine Angst vor dem ersten Schritt

Mach einfach, lass die Puppen tanzen, Entspanntheit erzeugt die besten Ergebnisse

Viele Erwachsene sitzen wie ein Ochse vom Berg vom leeren Blatt. Die Frage was man alles falsch machen könnte, frisst sich tief in die Seele. Und das ist der Feind jeden Malers, denn Zögerlichkeit sieht man auf jeden Fall in den Pinselstrichen.

Es ist sehr wichtig, dass man sich erst mal klar macht, das überhaupt nichts passieren kann. Leg einfach los, es macht überhaupt nichts aus, denn jeder einzelne Fehler wird dich besser machen.

Die innere Stimme

Wer spontan loslegt hat in der Regel noch Zugang zu seinem Unterbewusstsein. Die innere Stimme, die einem dazu treibt etwas zu malen, ist etwas sehr wichtiges. Ob Schnapsidee oder Tieferes ist völlig egal. Alles was nicht aussieht, wie alles andere, ist viel besser als ein ödes Postkartenmotiv.

Halte inne und überlege

Spontanität ist etwas Großartiges. Unsere erste Einschätzung, das erste Gefühl das ist oft unschlagbar gut. Intuition ist etwas Großartiges, sie trifft den Sachverhalt oft wie der Hammer den Nagel auf den Kopf trifft.

Nur dummerweise wird diese Intuition immer wieder kaputt gemacht in dem man in Bildern viel zu viel und viel zu unüberlegt weiter arbeitet.

Deshalb ist wohl der wichtigste Tipp, mach immer mal wieder in Ruhe eine Pause und überlege wie es im Bild weitergehen könnte.

Malen heißt entscheiden

Immer dann wenn man eine großartige Idee einfach übermalt, wird das Bild brutal schnell sehr viel schlechter.

Mein Tipp:

Arbeite mit Skizzenrolle, dies ist eine Rolle mit Transparentpapier und sie gibt dir die Möglichkeit Superideen von Schnapsideen zu unterscheiden. Man legt das Transparentpapier einfach über das Bild und schon kannst du mehrere Möglichkeiten ausprobieren.

Keine Epochalwerke:

Wer jemals den Schöpfungszyklus von Oskar Kokoschka gesehen hat, der wünscht sich, ein ebenso besonderes Werk zu malen.  Der Schöpfungszyklus von Oskar Kokoschka hat mich total fasziniert. In diesem Bildern wimmelt es vor Leben, der Künstler hat einfach alles eingefangen was Menschen interessiert, man sieht den Himmel, entfernte Landschaften, das Licht, immer wieder das Licht und das Leben tummelt sich. Leben, Lieben, Sex, Paradies , Gott, Hölle und Teufel.

Solche Bildentwürfe treiben einen in den Wahnsinn, denn auch sie brauchen Klarheit, deshalb lieber schlicht anfangen.

Doch das alles muss man irgendwie zusammenbringen, wer jemals versucht hat einen vernünftigen Bildentwurf für ein DIN-A vier großes Blatt zu machen, der dürfte bei einer 8 m langen Leinwand leicht hysterisch werden.

Doch dann stellt man fest, dass die meisten Bilder durch eine ungeheure Schlichtheit gut werden.

Malen lernen - die besten Tipps Farbstudie Kirche in Amsterdam

Die meisten Bilder sterben durch zu viel und nicht durch zu wenig

Der wirklich wichtige Tipp ist dich aufs Weglassen zu konzentrieren

Die schlichte Wahrheit ist, dass ein Maler an vielen kleinen Werken und einer regelmäßigen Malpraxis viel mehr lernt als an einem riesigen Bild.

Das Zeitbudget beachten:

Jetzt mal ganz ehrlich natürlich hätte ich gerne den Schöpfungsmythen von Oskar Kokoschka. Wie wunderbar wäre es, wenn ich mich in meinem Himmelbett unter all diesen prächtig gebauten griechischen Göttern lümmeln könnte und mich dabei als Vollweib fühle, während ich den Farb- und Lichtwechseln dieses Bildes schwelge.

Dieser Plan wurde leider vereitelt, weil ich die 12 m großen Werke nicht unbemerkt durch den Ausgang des Züricher Kunsthauses schmuggeln konnte. Das Dinger waren einfach zu unhandlich handlich. Wie kriege ich 12 Meter Bild in mein Schlafzimmer, die Frage bleibt noch zu lösen!

Einfaches und praktisches Malmaterial passt besser in den Alltag

Malen lernen - die besten Tipps Hebebrücke in Amsterdam Tine Klein

Biereckel und Buntstift manchmal praktischer als 12m Leinwand

Mein Tipp ist: such dir eine Maltechnik die wirklich einfach ist, d. h. für den Anfang reicht alles für das du nicht viel Aufwand betreiben musst.  Legte dein ganzes mal Material so bereit, dass du jederzeit anfangen kannst. Der Effekt ist durchschlagend, weil es kein Aufwand ist zu malen, wirst du es viel öfter tun. Weil du dadurch viel mehr Praxis bekommst, werden deine Bilder viel schneller besser.

Machs öfter

Zudem einem Aspekt des “Mach es öfter” sind wir schon mal gekommen. Dein Malmaterial muss so einfach sein, dass du es immer tun kannst. Denn wer du nur im Urlaub malt, der wird schwerlich Meisterschaft erringen können.

Bei diesem Tipp geht es aber um etwas völlig anderes. Mein Tipp ist ein und dasselbe Bild gleichzeitig mehrfach zu malen. Oft gibt es in Bildern Scheidewege, du weißt nicht wirklich ob das eine oder das andere richtig ist. Male mehrere Bilder gleichzeitig und sehr spontan.

Dabei wird dein Gehirn begreifen, dass es nicht nur eine Möglichkeit gibt etwas darzustellen, ganz langsam aber sicher wirfst du in dir den Samen der Freiheit aus.

Zu begreifen, dass es nicht nur eine richtige Möglichkeit gibt, sondern dass die Welt voller unglaublicher Lösungen steckt, ist der erste Schritt um ein brillanter Maler zu werden.

 

Liebe Grüße ins Wochenende Tine

Die nächsten Kurse in der Schweiz:

https://www.boesner.ch/niederlassungen/unterentfelden/veranstaltung/spontan-locker-frei

https://www.boesner.ch/niederlassungen/aarberg/veranstaltung/spontan-locker-frei-2

 

 

Lange ist es her das Syposium in Manchester

 

Er hat gemalt wie ein Irrer, mal gut mal schlecht, aber immer persönlich:

Oskar Kokoschkar:

https://www.youtube.com/watch?v=6GcUZxLVOjE

 

 

 

Malunterricht in Kauderwelsch

Windmühle in Worpswede, Aquarell von Tine Klein, Malunterricht in Worpswede

Windmühle in Worpswede

Liebe Grüsse aus dem Norden, der Wind treibt die Wolken über das Land und die Rhododendren blühen.

Lehrer sein ist einfach toll. Ich mache nun meinen Job seid über 10 Jahren und bin immer noch happy damit.

Malen beibringen hat alles, bis man mal Augen, Kopf und Hände koordiniert hat, kommt so einiges zusammen. Humor hilft dabei.

Göttliches zu erschaffen mit zwei linken Händen

Malunterricht klappt eigentlich immer

Deshalb lächelt der Göttervater auch meistens sehr milde auf uns herab. Nichts ist amüsanter als Menschen dabei zuzuschauen, wenn sie mit zwei linken Händen versuchen etwas Göttliches zu erschaffen.

Doch eines Morgens schaute der Göttervater auf meinen Malkurs herab und machte ein abfälliges Schmatzen. Er gähnte und befand, dass es schrecklich langweilig sei ein Gott in einer perfekt geordneten Welt zu sein.

14 Tage lang schickte er mir alles in den Kurs was die griechische Mythologie zu bieten hat. Hetzende Ziegen, verspannte Halbgötter  und streitbare Hornochsen, ach ich will nicht drüber reden. Der Humor der Götter kann gar scheusslich sein.

Falls ihr glaubt, das sei weit hergeholt, er sendete mir zum Beispiel eine Teilnehmerin mit Rückenschaden die als Malstühlchen eine tonneschwere Teakholzliege dabei hatte, die sie auf dem Fahrrad transportieren wollte.  Es ging es weiter, eine Teilnehmerin erschien zum Fahrradkurs und konnte nicht Fahrradfahren. Die nächste hatte keine Regenjacke dabei und wollte deshalb stets am Atelier malen. Und so weiter und so fort, hilfreich waren auch nicht die, die alles blöd fanden, der Kurs war schlimm…..sagen wir mal so: Der Göttervater schmunzelte und lies sich jeden Tag etwas Neues einfallen.

Am Ende dieser zwei Kurse war ich eine Haare raufende Irre. Auf so etwas hatten mich 10 Jahre Berufserfahrung nicht vorbereitet.

Was dieser Kurs verpasst hat, ist das es einfach toll ist mit Gleichgesinnten was Schönes zu tun.

Dieses Jahr hat der Göttervater mir eine ganz zauberhafte Truppe geschickt. Seien wir mal ehrlich, die Malgruppen sind sonst nie so, denn nichts ist schöner als Menschen mit den gleichen Interessen kennen zu lernen.

Gemeinsam, lachen und lernen ist einfach schön.

und es lohnt sich, denn man lernt gut dabei.

Malen ist kein normaler Lehrstoff

Es lässt sich prima in der Gruppe lernen, denn Zuhause kämpft man allein an seinen Problemen. In der Gruppe merkt man, alle haben die gleichen Probleme. Das gute an einer Gruppe ist, dass man viel über unterschiedliche Lösungsstrategien erfährt.

Meine Gruppe war einfach toll, sie half sich gegenseitig und entwickelte schnell ein ganz eigenes Vokabular für wichtige malerische Probleme.

Sympatie macht Malunterricht leichter

Wenn in deinem Bild etwas nicht stimmt, dann liegt es meistens an den folgenden Punkten:

Malunterricht auf Plattdeutsch

  • Mach mal ordentlich Trallafitti, hiess bei uns mit viel Gekichere, du hast vergessen dein Bildzentrum zu betonen. (Trallafitti heisst auf Ruhrpott positives Theater zu machen)
  • Hör auf mit dem Geknibelse, wo es her kommt weiss ich nicht. Eine Kursteilnehmerin meinte nach dem ich ihr erklärte, dass sie abstrahieren muss und nicht so viel Kleinkram ins Bild malen soll: Ach, du meinst ich mach zu viel Geknibelse?
  • Du bist kein Bäcker hör auf zu kneten und Pfoten weg! Wenn ich sehe das ein Schüler das bild knetet wie einen Teig, dann werde ich zu Chuck Norris, da kann nicht mal der Göttervater etwas tun. hinhechten und bild retten.
  • Mach mal die Lampe an; heisst das Bild ist toll aber die Tonwerte also Licht und Schatten fehlen.
  • und alle Wege gehen nach Rom heisst, du musst den Bildentwurf auf das schönste Teil im Bild ausrichten.

Wenn du das beachtest werden deine Bilder toll. Jetzt noch mal auf hochdeutsch:

  • Bilder sind gut, wenn sie ein oder mehrere Bildzentren haben
  • wenn sie abstrahiert und nicht zu vollgestopft sind
  • Farbe in Ruhe trocknet
  • wenn man Licht und Schatten setzt
  • und wenn man den Bildentwurf auf das Bildzentrum ausrichtet

Ich fand diesen Kurs toll, weil er mit seiner total humorvollen  Sprache wirklich super schwere Dinge enorm vereinfacht hat.

Es war so zum schiessen, die Teilnehmer sprachen alle unterschiedliche Dialekte und fanden jeweils immer etwas Witziges aus ihrer Heimat um Malprobleme zu beschreiben.

Über diese Blödeleien konnte man sich einfach alles super merken.

Doch ein Wort war das Wort des Kurses…

Nina sagte im tiefsten Dialekt ihrer Heimat: Ich weiss nicht, wie ich die rOOOOhdenDOOden malen soll. Versucht das mal zu sprechen ohne die kleinen Buchstaben zu betonen.

Du willst was malen, rief der Kurs aus einer Kehle?

Ich guckte etwas verzweifelt, ich hatte keine Ahnung was sie meinte, obwohl ich direkt daneben stand.

rOOOOhdenDOOden sagte Nina verschmitzt.

Das war das Wort des Kurses den überall blühten die Rhododendren romantisch in der Moorlandschaft.

Wenn dieser Kurs eines bewiesen hat man, kann alles schaffen, wenn man zusammen hält.

Die Gruppendynamik macht Malunterricht so gut, denn man macht nicht immer wieder die gleichen Fehler. Man merkt: Aahhh, die Anderen haben auch Probleme.

Man merkt Fehler gehören zum lernen und sind kein Grund zum trauern.

 

Liebe Grüsse in Wochenende

Tine

Danke Göttervater , das war toll.

Besonders herzliche Grüsse an meine letzten vier Kurse, am Chiemsee, in Münchwielen in der Schweiz und in Worpswede. Danke ihr macht mich glücklich.

Nach dem Worpswede mit mir fertig war, war mein Immunsystem vom vielen Lachen so geschwächt war, dass ich total krank als Seuchenmutterschiff in den Malunterricht nach Eutin gekommen bin, danke das ihr mich mit Schnodder-Nässchen ertragen habt.

 

 

 

 

 

Aquarellpapier ein Beziehungsratgeber!

Tine Klein der Hafen von Stäfa Schweiz, Füllhalter und Aquarell auf Aquarellpapier

Viele meiner Schüler haben Probleme damit, dass ihr Papier beim Malen wellt.

Das Aquarellpapier tut einfach nicht was es soll!

Ich könnte jetzt sehr intelligent gucken und euch einen Haufen Tipps herunterspulen.

Aber wenn ihr mal oben in das Bild auf die Wasserränder schaut, auch mir passiert es, weil Aquarellfarbe einfach Wasser braucht.

Tatsächlich treibt mich dieses Problem aber selber in den Wahnsinn und ich könnte mir dabei die Haare raufen.

Aquarellpapier hat ganz genau die gleichen Eigenschaften wie Männer:

Man träumt davon sich von ihnen in den Wahnsinn treiben zu lassen.

Doch es gibt einige gute Lösungen und Erkenntnisse….smile 🙂

Generell schon mal vorab, genauso wie bei den Männer taugen einige einfach nichts und von diesen lässt man einfach die Finger.

Aber es gibt auch Tolle! Aber auch mit diesen kann es mal Probleme geben, wenn man sie schlecht behandelt! Himmel, Aquarellpapier ist wirklich wie die Jungs!

 Papier wellt, wenn es nass wird

Aber nähern wir uns mal dem Problem, was passiert eigentlich?

Das Papier wellt, weil es zu nass ist. Wenn sich Papier mit Wasser vollsaugt, dann verändert sich seine Struktur und auch sein Volumen. Dort wo das Papier nass wird, dort wird es größer und auch weicher. Das hat zur Folge, dass das Papier übler aussieht als der zelluitische Oberschenkel einer 85-jährigen und all den Löchern bilden sich Farbpfützen, die später zu Flecken werden.

Na, ganz wunderbar! Wie bekomme ich nun das Kopfkino wieder weg…verzweifelt mit dem Kopf schüttel

Ja, du hast mal wieder recht! Tine ist ein bisschen zynisch geworden.

Lösungen, wenn das Papier wellt

Logischerweise gibt es dabei zwei Lösungsansätze.

Lösungsansatz 1: Weniger Wasser benutzen.

Aquarell und Wasser

Ziemlich sinnvoll ist es auszuprobieren, wie viel Wasser man beim Aquarellieren wirklich braucht. Generell ist es klar, dass ein Aquarell feucht sein muss, die Pigmente sollen sich verteilen. Es gibt aber einen deutlichen Unterschied zwischen gleichmäßiger Feuchtigkeit und richtig tiefen Pfützen.

Insbesondere die Pfützen wellen das Papier.

Wer draußen malt, sollte den Pinsel nach dem Abspülen kurz ausschlagen. Zu Hause am Schreibtisch ist es sehr sinnvoll einen Schwamm neben dem Kasten zu haben, dort kann man unnötiges Wasser abstreifen, dann entsteht kein übermäßiges Wellen des Papiers.

Das alles wird dir aber nichts nützen, wenn du auf Papier malst, das unter 200 gr/ Quadratmeter hat.

Faustregel: Ist dein Papier zu dünn, hilft gar nichts.

Die Großen und Starken machen Freude

Liebe und Hiebe! Grade spontane Maler reiten mit dem Papier schon mal ein bisschen Rodeo!

Ich tue in meinen Aquarellen nicht immer das gleiche, mal ist es trocken und mal ganz nass! Manchmal benutze ich das Messer.

Lösungsansatz 2: Papier benutzen, das das auch aushält.

Die einfachste Methode ist dickes Aquarellpapier zu kaufen. Viele Aquarelltechniken brauchen einfach viel Wasser.

Papiere ab 200 gr neigen nicht so stark dazu richtige Wellen auszubilden. Selbst klassische Aquarell-Skizzenbücher haben oft viel zu dünnes Papier. Die Lösung ist es auf richtige Aquarellblöcke zurückzugreifen, die haben meist wesentlich schwereres Papier und sie sind am Rand geleimt.

Tränen lachen beim Malunterricht

Vor ungefähr einem Jahr hatte ich einmal eine Schülerin im Unterricht die einen regelrechten Wutanfall bekommen hat, weil irgendein Idiot die Seiten ihres Aquarellblocks zusammengeklebt hat. Sehr mühsam riss sie nun Seite für Seite des Blocks ab und fluchte dabei fürchterlich. Sie fluchte:

Schau dir das mal an, der muss irgendwie in Kleber gefallen sein, der Block ist hart wie ein Stein.

In dem Moment dachte ich nur, jetzt bloß nicht lachen und ein ganz ernstes Gesicht machen. Tatsächlich sind diese steinhart verleimten Aquarellblöcke Kennzeichen von Qualität. Hier liegt kein Fehler vor, denn die Blöcke sind so hart verleimt, damit sich das Papier bei Wassereinsatz nicht wellt.

Ich kann diese verlangten Blöcke nur empfehlen wenn man wirklich Aquarelle machen möchte. Die Blätter dieser Blöcke lassen sich sehr schlecht lösen, man muss eine kleine Ecke suchen, wo es keinen Leim gibt.

Lustig wenn der ganze Kurs mit Brille am Fenster steht und das unverleimte Eckchen sucht!

 

Hat man sie gefunden, schiebt man am besten eine kleine Kreditkarte oder ein dünnes Lineal zwischen die Papiere und löst nun ganz vorsichtig die oberste Seite vom verleimten Papier vom Block

Zugegeben kniffelig

Trotzdem, gerade Anfängern, die gerne Nasstechniken erlernen wollen, rate ich zu rundherum geleimten Blöcken, denn es ist eine Beschäftigungstheraphie Papiere fachgerecht aufzukleben.

Optimal ist es das Papier nass zu machen und es dann mit Leim oder Nassklebeband aufzukleben.

Ja, es wäre optimal, aber es nervt auf Dauer, denn es ist unspontan und unpraktisch.

Schweres Papier ist besonders wichtig!

Wenn dieser ganze Schnickschnack mit geleimten Blöcken und aufgeklebtem Papier nervt, der wird schweres Papier lieben.

Ich selbst benutze entweder Skizzenbücher mit sehr schwerem Papier oder ich kaufe große 300 g pro qm  Bögen. Mein preiswertes Alltagsaquarellpapier hat auch 250gr.

Dieses  klebe es  ich straff mit Kreppband auf Plastikunterlagen.

Diese Plastikplatten kaufe ich im Modellbau, sie haben luftgefüllte Waben und sind federleicht. Fragt mich nicht wie die heißen, ich weiß es nicht.

Diese Lösung ist zwar nicht 100 Prozentig perfekt, aber Papierstärke und Klebeband halten das Papier relativ glatt.

Das ist die wesentlich einfachere Übung, als Aquarellpapier mit Leim auf Holzunterlagen zu kleben: Da meine Bilder meistens draußen entstehen, habe ich absolut keine Lust mit Holzbrettern in der Tasche rumzulaufen. Mir ist ja schon öfter mal der Gedanke gekommen, dass ich mit meiner Leidenschaft fürs draußen malen, mal dringend ein paar Esel oder Kamele bräuchte, die mein Kunstmaterial transportieren. Aber mein Mann will sie nicht in der Garage schlafen lassen.

Leider gibt es viel zu selten Skizzenbücher mit schwerem Aquarellpapier…selbst renommierte und teuere Marken gehen ganz selbstverständlich davon aus, dass Menschen die draußen malen nur ein bisschen kolorieren!

Dabei kommt man gerade draußen  klassische Aquarelltechniken  leicht und schnell zu super Skizzen.

Monogame Beziehungen zu Aquarellpapier

Tatsächlich lernt man recht schnell wie viel Wasser ein Aquarellpapier braucht. Gib ihm was es braucht und es frisst dir aus der Hand.

>Es ist eine reine Gewohnheitssache.

Dieses Feingefühl erlangt man aber nicht wenn man ständig das Papier wechselt. Weil Aquarell malen ein extremes timing ist.

Gerade bei Nass in Nass Techniken weiß der Maler, wann er mit der nächsten Schicht loslegen darf.

 Bauchgefühl ist bei wechselnden Partnerschaften extrem schwierig!

Notfallmaßnahmen

Da ich viel mit Malkursen male und ich deshalb unendlich viel Papier benutze, kaufe ich für den Kurs oft billiges Papier. Oft brauche ich 20 Blatt pro Stunde. Die Bilder sollen ja eigentlich nur dazu dienen den Schülern schnell zu zeigen, was sie tun müssen, dabei entstehen ganz nebenbei  oft sehr schöne Bilder und dann wellt sich das Papier.

Man kann Papier bügeln, doch Vorsicht ist geboten.

Zuerst einmal muss das Papier leicht auf der Rückseite befeuchtet werden. Das geht ziemlich gut mit Omas Bügeltrick. Ein Küchenhandtuch ohne Struktur macht man unter dem Wasserhahn feucht. Dann wird das Handtuch ausgewrungen bis es fast wieder trocken ist. Jetzt wird das nasse Küchenhandtuch auf die Rückseite des Papiers gelegt. Man kann einen Moment abwarten bis ein wenig von dem Wasser in das Papier eingedrungen ist. Oder man kann das Aquarellpapier mit dem leicht feuchten Tuch nun ganz vorsichtig von der Rückseite ausbügeln.

Zwei Dinge sind wichtig, keine nassen Lappen auf die Vorderseite des Aquarell legen und Du musst die Bügelunterlage vor dem Aquarell schützen, Andernfalls bügelt man ganz wunderbar seine Aquarellfarben in den Bügeltisch.

Das nächste Herrenhemd wird sich über die farbliche Verschönerung extrem freuen!

D. h. auch unter das Aquarell muss man eine möglichst glatte Unterlage legen, eventuell ein anderes Papier oder auch ein trockenes Küchenhandtuch.

Auch beim Bügeln muss man mit Vorsicht vorgehen, wenn man zu starken Druck gibt, dann kann ich dir garantieren, dass du die Dampfdüsen deines Bügeleisen später auch im Aquarell sehen wirst. Das gleiche gilt für das Gitter unter dem Bügeltisch.

Zart Bügeln und auf keinen Fall mit Gewalt.

Auch das Arbeiten mit den Dampf des Bügeleisen ist nicht sinnvoll, besser ist es das Papier mit dem fast trockenen Handtuch auf der Rückseite zu bügeln.

 

 

Weiterlesen zum Aquarell?

Kleine Tricks zur Farbharmonie

Farbharmonie

Noch 2 Plätze frei:

https://kunstzeit-allensbach.de/kurse/neues-fuer-das-skizzenbuch/

In drei Wochen gehts wieder los in Eutin!

https://www.ln-online.de/Lokales/Ostholstein/Das-Schloss-in-den-eigenen-Farben-malen