Kolorieren lernen! Der wichtigste Tipp.

Jona am Zürichsee, Kolorieren lernen, Aquarell von Tine Klein. Haus hoch über dem Zürichsee.

Haushoch über dem Zürichsee, gefunden auf einer meiner Velotouren. Aquarell und Tinte.  Heute werde ich euch die Farbskizze dazu zeigen, die findet ihr im Video.

Der wichtigste Tipp beim Kolorieren:

Kolorieren ohne Zögern! 
Das hört sich zwar gut an, ist aber nicht so einfach, denn es gibt dabei so viel zu bedenken.
Auf jeden Fall kann man sich beim Kolorieren viele Fehler ersparen, wenn man sofort anfängt auszuprobieren.
Es ist besser, unvollkommen anzufangen als perfekt zu zögern.
Dieser Satz sagt alles, was du über das Kolorieren wissen musst.
Um toll zu kolorieren, muss man einfach ins Wasser springen.
Dieser Blog wird ein Plädoyer gegen die perfekte Vorzeichnung und eine Liebeserklärung an die Farbskizze.
Viele Menschen zeichnen äußerst korrekt und langatmig vor, dies ist zwar eine gute Idee, doch in der Praxis zeigt sich schnell, dass es nichts taugt.
Die Vorzeichnung kann so perfekt sein, wie sie will, sie ist nicht in der Lage zu klären, welche Probleme auf einen zukommen.
Oft ist so eine Zeichnung schnell ruiniert, weil Malen anders funktioniert als das Zeichnen.
Frustrierend, denn dann ist all die Liebesmüh dahin!

Expedition ins Unbekannte

Eine Zeichnung zu machen, bedeutet immer, etwas Neues zu erschaffen.
Wenn man etwas Neues erschafft, dann ist dies immer ein Vorstoß in neue Welten. Also kann man das Malen- und Kolorierenlernen mit einer Expedition ins Unbekannte vergleichen.
 
Ich bin sehr oft um die Welt gereist, und eines kann ich aus Erfahrung sagen, wenn man zu Hause eine Reise plant, dann weiß man nie, was kommt. Was man wirklich braucht, erfährt man erst, wenn man mitten im Abenteuer steckt.
Wenn dich plötzlich etwas beim Baden in das Hinterteil beißt, dann weißt du, all die Gedanken über den Bikini waren Blödsinn.
Ich hab in Ägypten mit Sandalen im Schnee gestanden!
Malen ist genauso, es gibt zu viele Faktoren, um genau zu sagen, was passieren wird.
Die Überraschungen beim Kolorieren sind  vielfältig.
Fachwissen ist dabei extrem hilfreich, dann weiß man, dass das schöne orange Hausdach zusammen mit des Himmels Blau einfach mal trüb und grau wird. Doch im Grunde genommen findet man viele Informationen über das Motiv erst, wenn man es schon malt..

Probieren geht über studieren

Also vergiss bitte eine Vorzeichnung, in der du über eine halbe Stunde, all die Fehler, die du später machen wirst, festnagelst.

Tatsächlich ist  eine Vorzeichnung beim Kolorieren genauso untauglich wie ein Plan für hübsche Bikinis beim Schwimmen mit Piranhas.

Pläne sind dazu da, geändert zu werden, das merkt man beim Machen.

Ein Motiv will erkundet werden

Was will dir eine Vorzeichnung über Farbe sagen? Nix, blöd gelaufen! Was hilft, ist die Farbskizze.
Es ist doch idiotisch, wir stecken all unsere Kraft in die Form, denn mehr ist eine Vorzeichnung nicht. Dabei ist die Farbe viel mächtiger als eine Zeichnung.
Dann beginnen wir zu kolorieren, und wir wissen überhaupt nichts über das mächtigste Instrument, was uns zur Verfügung steht.
Deshalb stolpern wir in jede Falle, denn der größte Feind des Kolorierens ist die Zögerlichkeit.

Kolorieren lernen – Fehler die durch Zögern entstehen:

Durch das Zögern beim Kolorieren entstehen eine ganze Reihe von hässlichen Fehlern.

Man merkt beim Kolorieren, dass hässliche Farben entstehen, dann zögert man und zu den hässlichen Farben gesellen sich nun noch ein paar üble Freunde: Wasserringe, harte Ansatzkanten und misslungene Übergänge.  Was hilft gegen Zögern: Farbskizzen.

Schnelle farbige Skizzen sind wie eine Lupe beim Erkunden von Motiven, die Fehler und Möglichkeiten treten deutlich zu Tage.
Alle verdeckten Fallen im Bild werden aufgedeckt.

Kolorieren lernen: Was gehört in eine farbige Vorskizze?

Beim Kolorieren muss man viel mehr beachten, dabei wird man so wirr, dass man garantiert etwas vergisst.

Die wichtigsten Punkte sind:

• Farbkombinationen

• die Abwechslung von Licht und Schatten

• das Zusammenfügen von einzelnen Bildbestandteilen.

Das alles sollte man kurz antesten, aber ohne Perfektionsanspruch!

Denn dann sind wir wieder in der gleichen Lage wie zuvor. Dann fehlt uns die Zeit,  um Verschiedenes zu testen.
Die Farbskizze gibt dir  Durchblick, macht dich schnell und souverän!

Coole Sau am Pinsel – lockeres Kolorieren

Fehlerquellen sind vielfältiger, als man denkt, eine coole Sau am Pinsel wird man, wenn man beherzt Fehler aufdeckt.
 Ich gehe nicht davon aus, dass ich alles auf Anhieb kann, daraus gewinne ich Ruhe.
Die Experimente erklären mir viel.
Die Spontanität bleibt trotzdem, im Malprozess wird sich noch viel verändern, man  umschifft nun elegant die Klippen des Motives.
Das macht mich schnell, locker und leicht.
Im Video zeige ich die Originalfarbskizze und mache eine Videorepro von meinem Bild, das ich auf einer Velotour (Fahrrad) gemalt  habe.

Viel Spass und liebe Grüße ins Wochenende
Tine

Weiterlesen?

Das passt super zum Thema:
Leider muss ich 14 Tage oder drei Wochen pausieren. Ich schalte jedochlesenswerte Beiträge auf.
Mein Umzug steht vor der Tür. Bitte abonniert den Blog, dann wisst ihr, wann es wieder frisches Futter im gibt.

Kafeekasse und eine herzliche Umarmung

Hallo ihr Lieben hier ist der Knopf für die Kaffeekasse. Schämt euch nicht, auch kleine Summen sind Prima. Bedenkt so ein Blog, braucht 1 -2 Tage arbeit.


Diese Menschen haben dafür gesorgt, das ihr jede Woche kostenlos Tipps und Tricks erhaltet.

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Sybille Heller, Peer Wiethoff, Elisabeth Hegner, Anna Katharina Inäbnit, Doris Eylert, Claudia Hertfelder, Christa Knaack, Monika Zünd, Birgit Finkler, Joachim Heinrich, Renato Nasso, Erich Kürsteiner, Sabine Mund-Schmidt

Von Herzen Danke! Es tut so gut, das ihr an mich denkt. Auch ihr solltet danke sagen. denn wir stellen hier kostenlosen Malunterricht für Menschen mit wenig Geld zur Verfügung. Bildung sollte ein freies Gut sein, danke an die Spender.

 

 

 

Analoge Harmonie, schöne Bilder leicht gemacht!

Hallo, ihr Lieben,

Tine Klein Aquarell, Zürich, Frauenbadi, Limmat Analoge Harmonie

Heute geht es um die limitierte Palette in der Form der analogen Harmonie, damit möchte ich  das Thema von letzter Woche vertiefen.
Denn leider konnte ich kein weiteres Video drehen, denn das gute Wetter hat einen kleinen Nachteil, Zecken!
Leider habe ich eine infizierte erwischt, und bin ein bisschen schlapp durch das Antibiotika.
Letzte Woche habe ich darüber geschrieben, wie gut es ist, den Kopf einfach frei zu haben, wenn man sich von einer Grundfarbe leiten lässt. Gerade wenn ich ein bisschen schlapp und gestresst bin, dann brauche ich es einfach idiotensicher.
Idiotensicher!  Und schon sind wir bei: analoge Harmonie!
Die wirklich einfachste Art, wunderschöne und harmonische Bilder zu erzeugen, ist die Hälfte des Farbkreises.

Analoge Harmonie, die Hälfte des Farbkreises

Was sind analoge Harmonien? Analoge Harmonien sind Farben, die sich am Händchen halten, d. h. wir sprechen hier über zwei Grundfarben und ihre Mischfarbe, die dazwischen steckt.
Bei der analogen Harmonie kann man so gut wie nichts falsch machen.
Mischt man aus zwei Grundfarben, dann werden die Mischfarben immer automatisch zu den Grundfarben passen. Es wird also nie passieren, dass sich ein Orange mit dem Gelb und dem Rot,  aus dem es gemischt wurde,  beißt.
Einfacher geht es nicht! Das Ergebnis wird ganz supersicher zusammenpassen.
Der kleine Nachteil, die Ergebnisse können enorm unspektakulär aussehen. Alles ist harmonisch, alles ist in Ordnung und doch ist es todlangweilig.
Wird die analoge Farbharmonie falsch eingesetzt, dann wird sie aussehen wie der Nachbar, der sich auch im Privatleben so anzieht,  als würde er morgens zur Buchhaltung gehen.
Die analoge Harmonie muss aber nicht langweilig sein, ganz im Gegenteil, in Meisterhand wird sie zum glitzerndem Superstar.
Der Trick: vielfältig mischen.

Vom Mischen und Kaputtmischen!

Die schönsten Töne erhält man, wenn man klare und transparente Grundfarben miteinander mischt.

Tipp Nummer 1: Mischmuffel tabu

Pfoten weg von vorgemachten Farbtönen. In sehr schönen Farben können sehr unterschiedliche Pigmente stecken. Je mehr Pigmente in einer Farbe sind, desto schlechter lässt sie sich mischen. Das Ergebnis sieht dickflüssig und ein wenig grau aus.

Analoge Harmonie liebt Abwechslung:

Harmonische Farbwelten wirken besonders toll, wenn sie abwechslungsreiche und vielfältige Farbtöne zeigen.
Sie bieten dem Auge Futter, durch die Abwechslung von hell und dunkel und viele kleine farbliche Unterschiede.
Tipp Nummer 2: Die Vielfalt macht’s
Du benutzt in der analogen Harmonie immer zwei Grundfarben. Toll werden die Mischergebnisse, wenn du nicht nur die zwei Grundfarben hast, sondern auch unterschiedliche Töne der beiden Grundfarben benutzt, denn dann kannst du eine unglaubliche Menge an harmonischen Mischfarben erzeugen.
Optimalerweise sollten die beiden verwendeten Varianten deiner Grundfarbe kalt und warm sein.

Das Spiel mit Farbe und Form und Licht

Monotonie vermeiden, das ist die Hauptaufgabe einer brillanten analogen Harmonie.
Wenn man sich auf das Mischen in einer Farbfamilie beschränkt, dann hat man den Kopf frei, um andere raffinierte Dinge zu tun.
Wir haben zwei verschiedene Zellen im Auge, Stäbchen und Zapfen.
Die einen wollen Licht, die anderen sind an Farbunterschieden interessiert!
Tipp Nummer 3:
Gib dem Auge Futter! Verschachtele die Farben so, dass Stäbchen und Zapfen gefüttert werden.  Hell und Dunkel und vielfältige Farbunterschiede müssen ineinandergreifen wie ein Uhrwerk.
Ich finde es wirklich wichtig, dass man die Farbfamilie um etwas Aufregendes bereichert, das kann eine auffällige Zeichnung sein,  aber auch das Spiel mit aufregenden Formen oder dem Licht.
Schauen wir ins Bild.
Zählt einmal, wie viele unterschiedliche Farbtöne ihr in diesem Bild findet, es sind sehr viele.
Besonders wichtig finde ich aber, dass scharfkantig definierte Formen mit sehr unterschiedlichen Farben oder Lichtstärken sich ineinander verschachteln,  das braucht Vorbereitung. Die Untermalung des Bildes ist chaotisch und legt die Grundlage für die Vielfältigkeit.
So wild sieht es aus,  wenn man die Farbunterschiede und Verschachtelungen vorbereitet.
Arbeitsschritt Analoge Harmonie im Aquarell

Der Farbklecks wirkt Wunder!

Der Farbklecks in der Komplementärfarbe, also die Farbe, die auf dem Farbrad auf der anderen Seite liegt, wirkt Wunder.
Das ist so ein bisschen wie: Gib den Affen Zucker!
Der Wellenlängenabstand zur Komplementärfarbe ist einfach so hoch, dass er für das Auge wie Kokain wirkt.
Winzige Kleckse davon reichen, um ein ganzes Bild zu beleben.
Die Frauenbad am Stadthausquai in Zürich Aquarell von Tine Klein
 
Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren und hoffe, dass ich euch das nächste Woche als Videobotschaft nachreichen kann.

Summary:

Analoge Harmonien  passen immer zusammen. Das ist ein bisschen wie Familienkuscheln im Körbchen. Manchmal kann man zu viel Harmonie aber gar nicht aushalten, deshalb braucht man ein bisschen Aufregung.
Wenn es langweilig wird, dann lechzt man nach Abwechslung.
 
Liebe Grüße ins Wochenende wünscht euch Tine, probiert es mal aus.
Kaffeekasse! Wie jede Woche ein fettes DANKE an die Spender.



 

Weiterlesen bei Tine

Wie immer gibt es in der Kunst auch die andere Möglichkeit, die Kunst lebt von der Vielfalt der Möglichkeiten.

Farbenprächtig versus limitierte Palette

Farbenprächtig versus limitierte Palette?

 

 

Der trockene Strich

Hallo, ihr Lieben,

ganz herzlich möchte ich euch zum Blog begrüßen. Hier geht es heute um den trockenen Strich, denn dieser ist enorm hilfreich, um tolle Bilder zu machen. Zuerst aber zur aktuellen Lage, die verlangt trockenem Humor.
Ich habe viele Zuschriften bekommen,  ob es mir gut geht. Hier ist alles prima, wir verhalten uns so, wie es im Moment sinnvoll ist.
Im stillen Kämmerlein abwarten und Tee trinken und sich entspannt über Klopapier wundern.
Einige waren sehr erbost, weil viele Kurse nicht stattfinden können.  Dann begann der Spaß, die einen behaupteten, ich müsse arbeiten,  und wurden wütend, während gleichzeitig der Zoll behauptete, ich müsse in Quarantäne, und die Nächsten behaupteten, ich bekäme einen Passierschein.
Bitte bleibt ruhig und bedenkt, ich darf gar nicht einreisen!  Guckt ihr denn kein Fernsehen?
Beantwortet mir lieber derweil die folgende Frage:
Warum ist Klopapier die natürliche Beilage zu Spaghetti mit Tomatensoße? Und gibt es  gute Rezepte?

Themenwechsel:

Wir warten jetzt einfach mal ein bisschen ab und vergnügen uns anderweitig.
Aquarellkizze von Tine Klein, Tutorial zum trockenen Strich, Blick von Männedorf zur Badi Stäfa
Das Wetter ist im Moment ja großartig, also bietet es sich an, ein bisschen draußen in der Sonne zu malen. Viele von uns haben im Moment eine kleine Zwangspause und entspannen lohnt sich. Deshalb könnten wir einmal über ein Thema sprechen, was ein wenig Übung braucht. Dieses Thema ist der trockene Strich.

Der trockene Strich:

Der trockene Strich verleiht Bildern einen ganz besonderen Pfiff. Man kann mit ihm sehr schnell und einfach den Eindruck erwecken, als wenn ein Gegenstand das Licht reflektiere.

Der trockene Strich verlangt sehr viel mehr  Mut als ein normaler Pinselstrich.

Man muss einen schnellen beherzten Strich machen; wenn dieser Strich nicht klappt, dann hat man einen viel zu dunklen Strich in einem Bild. Die Folge ist, dass viele vor diesem Strich Angst haben, weil man nicht ganz genau sagen kann, was passieren wird.

Mit Geduld, WIssen  und ein bisschen Übung, klappt es jedoch wunderbar.

Trockener Pinsel,  Strich wirkt großartig:

Der trockene Pinselstrich wirkt großartig, weil er Reflexionen auf Gegenständen zeigt.

Licht durch Blattwerk, reflektierendes Wasser, Autos, Schnee und Holz kann man mit diesem Strich wunderbar mühelos malen.

Selbst bei so einer schnellen Skizze sieht man die Vorteile; schaut auf das Wasser und die Berge, ein Strich und die Kulisse steht.

Ich hoffe, du hast jetzt genug Motivation, um loszulegen.

Ein Wort zum Lernen:

 

Ein Wort zum Lernen, diese Technik ist sehr einfach. Doch einige Fehlversuche gehören beim Erlernen dieser Technik einfach dazu. Der Ruf, dass die Technik des trockenen Pinsels total schwierig sei, stimmt nicht. Viele etwas ungeduldige Maler versuchen es 3 oder 4 Mal , und wenn es dann nicht klappt, behaupten sie, diese Technik sei schwierig.
Schnapp dir dein normales Papier und benutze die Rückseiten von verdorbenen Bildern, um diesen Strich auszuprobieren. Es ist sinnvoll, den Strich auf Papier zu erlernen, das du häufig benutzt, das Gleiche gilt für Pinsel. Denn bei der Technik kommt es auf das Zusammenspiel von Papier und Pinsel an.
 
Es nützt nichts, wenn du in den Tisch beißt, wenn es nicht auf Anhieb funktioniert.

Deshalb möchte ich euch jetzt noch ein paar entscheidende Tipps geben, damit die Technik klappt.

Der trockene Strich, Voraussetzungen:

Für den trockenen Strich muss man generell nicht viel beachten.

Grundregel: Der Strich ist trocken, deshalb darf der Pinsel nicht zu nass sein.

Obwohl die Technik total einfach ist, macht uns das Thema Gewohnheit ein Strich durch die Rechnung.
 
Normalerweise taucht man den Pinsel zuerst in Wasser, um ihn sauber zu machen, und geht danach mit nassem Pinsel in die Farbe. Diese ganz normale Vorgehensweise des Malens funktioniert für den trockenen Strich aber nicht.

Tipp Nummer 1 : Stell das Wassergefäß weit weg, damit du nicht aus purer Gewohnheit den Pinsel reinsteckst. Ein Lappen ist hilfreich, um das Wasser aus dem Pinsel zu streichen.

Mit klatschnassen Pinsel geht es nicht. Deshalb hau dir auf die Pfoten, wenn du mal wieder versuchst, den Pinsel ins Wasser zu tauchen.

Eine weitere Voraussetzung für den trockenen Strich kann das Papier sein,

Je glatter das Papier ist, desto schwieriger wird es, den trockenen Strich kontrolliert auszuführen.

Viel einfacher wird der Strich bei rauem Papier,  weil man nur die  erhabenen Stellen des Papiers einfärben kann.

 

Trockener Strich, die Technik:

Gute Voraussetzungen:

Der Pinsel darf nicht klatschnass sein und das Papier nicht  nass oder zu glatt sein.

Tauchst du den Pinsel in das Wasser ein, solltest du ihn abstreifen, bevor du ihn in die Farbe tauchst. Stichwort Lappen!

Der eigentliche Trick beim trockenen Strich ist der Winkel des Pinsels. Die Pinselspitze ist dafür gemacht, dass sie kontinuierlich Wasser und Farbe abgibt, deshalb benutzt man die Seite des Pinsels.

Benutzt du den Pinsel mit der Spitze wird dir die Technik nicht gelingen.

Handhabung:

Fasse den Pinsel weiter hinten am Griff, in der Bewegung wird der Pinsel auf die Seite gelegt oder der Pinselkörper wird abgeknickt, dann den Pinselstrich mit Mut und Geschwindigkeit durchziehen.

Dieser kurze und entschlossene Strich mit dem Pinsel, bei dem der Pinsel auf der Seite benutzt wird,  hat dem trockenen Pinsel den Ruf der Schwierigkeit eingebracht.

Dass dieser Strich klasse aussieht, sieht man auch hier,  wenn man das Wasser betrachtet:

 

Dabei ist es überhaupt nicht schwierig, man muss am Anfang einfach nur Mut haben, den Pinsel so anders und gleichzeitig schnell zu bewegen.

Hinzu kommt, dass die Technik immer besonders gut aussieht, wenn der Pinsel mit vielen Pigmenten beladen ist. Geht die Technik dann schief, ist das Ergebnis natürlich besonders fatal.

Ihr dürft einfach nicht in die Tischkante beißen. Ich mache den Strich oft zuerst zur Probe. Erst dann mache ich ihn im Bild.

Geeignete Pinsel:

Prinzipiell sind fast alle Pinsel für diese Technik geeignet. Borstenpinsel oder Ziegenhaarpinsel sind besonders gut für Blattwerk geeignet. Möchte man größere Flächen wie zum Beispiel bei Wasser zum Glitzern bringen, kann man auch Flachpinsel für den  trockenen Pinsel benutzen. Für Drähte, Zäune und Leitungen sind Rundpinsel und Liner geeignet.

Summery zum Erfolg:

• Raues Papier

• Feuchter,   aber nicht nasser Pinsel.

• Den Pinselkörper auf der Seite benutzen.

• Geschwindigkeit

 

Viel Spaß beim Ausprobieren, und lasst euch nicht anstecken.

Liebe Grüße Tine

 

 

Weiterlesen zu schneller Technik:

https://blog.herz-der-kunst.ch/speed-sketching-die-richtige-geschwindigkeit/

Speed Sketching – die richtige Geschwindigkeit

 

 

 

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Flachpinsel und die ganz dicken Dinger

 

Hallo, meine Lieben,

wir hatten schon darüber gesprochen, dass sich die meisten meiner Schüler wünschen, lockerer zu werden.
Für viele Menschen, die malen,  ist es der ganz große Traum,  frei und locker zu malen.
Genauso viele von euch haben schon die Erfahrung gemacht, dass Kreativität eben nicht heißt, auf einem Seidenkissen herum zu lungern und es fliegen einem automatisch gebratene Täubchen zu.
Nein, Kreativität ist und bleibt immer ein klein wenig Kampf. Nach und nach wird es aber immer entspannter.
Man lernt, Kreativität als Spiel zu sehen und nicht als bitterernsten Kampf.
Kreativität lässt sich nicht zwingen.

Großes Kunstmaterial für den Start:

In diesem Blog geht es um die einfachste Methode des Malens, und zwar mit dicken Pinseln.
Kindern drückt man ja auch nicht zuerst ganz winzige Stifte in die Hand, ganz im Gegenteil. Meistens beginnen wir mit dicken Filzstiften oder Wachsmalern zu malen. Dies liegt nicht nur an der Motorik der Kinder, sondern daran, dass Zeichnungen und Malereien mit einem großen Werkzeug viel leserlicher und leichter erkennbar werden.
Der kleine Maler konzentriert sich auf das Wesentliche.
Mir ist generell nicht ganz klar, warum man Erwachsenen von Anfang an das Malen mit sehr kleinen Pinseln beibringt.
Zu kleine Werkzeuge haben in jeder handwerklichen Tätigkeit enorme Nachteile.

Kleine Werkzeuge  und die Auswirkung auf das Handwerk

Wenn das Werkzeug zu klein ist, ist es sehr schwer, die große Form im Auge zu behalten.
Kein Friseur würde auf die Idee kommen, einen Pony mit einer Nagelschere zu schneiden, denn er wüsste, das Ergebnis wird schief und krumm.
Auch in der Tischlerei greift man zuerst zum großen Werkzeug und nach und nach werden die Werkzeuge feiner, also zuerst Kreissäge, dann Laubsäge.
Du kennst es doch auch aus der eigenen Erfahrung, jeder, der schon einmal versucht hat, einen langen, geraden Schnitt mit einer Nagelschere zu machen, der weiß, das Ergebnis ist Mist.
Halten wir also fest:
Zu kleine Werkzeuge sorgen dafür, dass das Ergebnis fransig, unordentlich oder schief und krumm wird.
Es liegt also nahe zu vermuten, dass ganz viele Menschen einfach Probleme beim Malen haben, weil ihr Werkzeug zu klein ist.
Tatsächlich gehen die meisten Bilder durch zu viele Pinselstriche kaputt. Die Bilder sind unübersichtlich und nicht ästhetisch.

Binsenweisheiten der Malerei zu Pinselstrichen

Ich selber bin mit Binsenweisheiten zu Pinselstrichen aufgewachsen:
• Die meisten Bilder gehen durch zu viele Pinselstriche kaputt
•.Gehe sparsam mit deinen Pinselstrichen um!
• Bringe Ruhe in dein Bild!
• Mach nicht so viel!
• Abstrahiere das doch einfach!
Aber abstrahieren ist nicht einfach! Und wie bringt man Ruhe in ein Bild, wenn noch so unendlich viele Gegenstände herumstehen?
Keiner von den Lehrern hat gesagt, schnapp dir einen dicken Pinsel und leg los, das löst diese Probleme.
Später hatte ich dann einen Lehrer, der brachte das Ganze auf eine ganz einfache Formel:
Ein Pinsel muss immer so groß sein , dass er unangenehm ist.
Was er damit meinte, war, dass man immer automatisch zu einem zu kleinen Werkzeug greift, weil man meint, es besser unter Kontrolle zu haben.
Doch das Gegenteil ist der Fall.
Die Lösung ist der Umstieg auf dicke Pinsel.

Flachpinsel

 Viele Maler arbeiten deshalb gerne mit Flachpinseln.
Flachpinsel haben enorme Vorteile.
Der Flachpinsel ist breit, so kann man gut und schnell Flächen festhalten.

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So weit, so gut, dass man mit einem Flachpinsel großartig große Flächen malen kann, dies ist ja wohl jeden klar. 
Und so sieht ein Bild aus, wenn mann nur die groben Grundzüge mit Flachpinsel setzt.
Jetzt  zu den weniger offensichtlichen Fakten.
Wir wollen ja mit unserem dicken Flachpinsel nicht einfach nur plump Flächen aufs Papier bringen.
Beim Verkauf von dicken Pinseln, insbesondere bei Flachpinseln, sollte man darauf achten, dass diese mehr Qualitäten mitbringen,  als einfach nur bereit zu sein.

Die Malweise mit dem Flachpinsel:

Der Flachpinsel hat drei unterschiedliche Flächen, mit denen man arbeiten kann. Die Pinselseite, die Pinselspitze, also die Kante, und  die Ecke.
  •  Die Fläche des Pinsels ist für die Flächen des Bildes.
  • Die Kante des Pinsels ist unglaublich gut geeignet, um Kanten, Ecken und Linien in der Fläche zu ergänzen. Diese Kante ist enorm hilfreich, wenn es um Architektur geht. Gerade perspektivische Linien  oder lange Schlagschatten gelingen sehr gut, weil man mit der Kante des Pinsels so gut die Winkel aufnehmen kann. Das Gleiche gilt für verzweigte Bäume.
  • die Ecke des Pinsel oder die Verkantung, wenn man den Pinsel schräg benutzt, und ihn übers Blatt strubbelt, dann sind solche großen Pinseln unglaublich gut, um Blattwerk oder ganze Bäume in der Silhouette zu malen.

Aus diesem Grund ist der Flachpinsel o. ä. dicke Pinsel wie zum Beispiel der Hake Brush bei vielen guten Malern zu finden.

Fazit: Beim Kauf eines Flachpinsels sollte man unbedingt darauf achten, dass die vordere Pinselkante, quasi die Pinselspitze, scharf zugeschnitten ist.
Die Folge ist, dass dieser Pinsel auch kleine, feine, linienartige Struktur zu deinem Bild beisteuern kann.
Die andere Variante des Flachpinsels sind zum Beispiel Hake Brush Pinsel. Diese Pinsel sind das genaue Gegenteil, sie sind total wuschelig. Diese Pinsel kann man nur schwer kontrollieren. Diese Flachpinsel sind dazu gemacht, natürliche oder gebrochene Strukturen einzufangen.

Die Kombination vom Flachpinsel mit anderen:

Als Ergebnis möchte man ein wunderschönes und lebendiges Bild. Dabei gerät man irgendwann an die Grenzen des Flachpinsels, deshalb benutzen die meisten Maler diesen Pinsel in Kombination.

Ich selber benutze den Flachpinsel in Kombination mit einem Schwert-Pinsel, darüber schrieb ich bereits, oder ich benutze ihn zusammen mit einem Mantelliner.

Dies sind ebenfalls sehr breite Pinsel, dennoch laufen sie in einer sehr feinen Spitze zusammen.

Der Schwertpinsel sieht aus,  als hätte man einen Flachpinsel dreieckig zugeschnitten.

Der Mantelliner ist ein normaler dicker Rundpinsel, der einfach etwas länger ist und eine ganz feine Spitze hat.

Warum diese Kombination mit dem Flachpinsel?

Diese Pinsel sind im Gegensatz zum Flachpinsel für die Kalligrafie des Bildes zuständig. Was soll das denn jetzt schon wieder heißen? Wir malen doch, schreiben doch  nicht? Diese Pinsel sind aufgrund ihrer feinen Spitze genauso wie die Halter geeignet, dem Bild im Nachhinein deine Handschrift zu geben. Das ehemals grobe Bild wird durch deine Handschrift belebt.
Mit diesen Pinseln oder mit dem Füllfederhalter setzt du oben auf, was dein dicker Pinsel nicht kann.
Nun erhalten wir die wertvolle Kombination aus Überblick und Ruhe mit Lebhaftigkeit und Feinheit.
Die gute Mischung macht es eben.

Das Erlernen der dicken Pinsels

Aquarell, Waldshut Tiengen nach dem Regen, Stadttor mit Flachpinsel gemalt

Das Erlernen der dicken Pinsels ist im Grunde sehr einfach, dennoch braucht man etwas Hilfe.
Die Variation und Techniken, die man mit dem dicken Pinsel erzeugen kann, sind sie sehr vielfältig.
Hilfe braucht man vor allen Dingen, weil man die Handhabung einmal wirklich gesehen haben muss. Dabei muss der Lehrer erklären, welches Zusammenspiel es mit dem Papier gibt und wie viel Wasser man dabei benutzen sollte.
Aus diesem Grund werde ich dieses Jahr an der Ostsee mehrere Workshops zu diesem Thema anbieten.
Einerseits gibt es noch einige wenige Plätze in den beiden Workshop – Wochen in Dahme.
Andererseits wird es jetzt aber auch einen Wochenendworkshop geben, wo es eine verkürzte Zusammenfassung des Themas gibt. In den beiden einwöchigenn Kursen gibt es noch 2 freie Plätze. Neu ist jedoch ein 2 tägiger Kurs zum Thema.
https://blog.herz-der-kunst.ch/aktuelle-kurse/
Ein wunderschönes Wochenende wünscht
Tine
Weiterlesen bei Tine, wer Schwertpinsel nicht kennt, sollte mal in diesen Beitrag schnuppern:

 

Korrekturtechnik im Aquarell

Tine Klein Aquarell Bahnhof Zürich.Blog zum Thema Korrekturtechnik im Aquarell.

Die meisten Fehler machen wir im Leben, wenn wir zu viel denken, wo wir eigentlich fühlen sollten, oder zu viel fühlen, wenn wir logisch denken sollten.

Das Spiel aus Hell und Dunkel

Das ist das Problem im Leben, in der Liebe und in der Malerei.
Gerade in der Malerei stoßen wir auf dieses Problem, man sieht Bildern an, ob sie mit Gefühl oder mit Verstand gemalt wurden.
Wenn ein Bild fertig ist, dann denkt man: ” Oh, hier habe ich zu viel Licht weggenommen, da wäre Weiß oder eine hellere Farbe schön gewesen.”
Man kann eben nicht an alles denken.

Helligkeit verschwindet so schnell!

Das Spiel von Hell und Dunkel ist für das Auge natürlich immer total interessant. Dummerweise verliert man die Helligkeit viel schneller, als man gucken kann. Ein beherzter Pinselstrich und schon ist das Licht weg, was man eigentlich braucht.
Die Lösung ist, an alles denken!?
Doch das ist letztlich auch keine Lösung, weil man dann total zögerlich malt, und die Bilder werden durch zögerliche Pinselstriche steif und unattraktiv für den Betrachter.
Gerade sehr zögerliche und exakte Maler wundern sich immer wieder, warum die geradezu herausgeschleuderten Bilder vermeintlich viel schlechterer Maler wesentlich besser aussehen.
Wie immer stecken wir in der Zwickmühle, Korrektheit contra coole Sau.

Die Balance von Nachdenken und Spontanität

Die Balance von Spontanität und Technik ist in der Malerei unglaublich wichtig. Tatsächlich braucht man beides, damit Bilder über dem normalen Niveau entstehen. Zu viele Gedanken an Technik unterbinden jedoch sofort die natürliche Lockerheit beim Malen. Am schönsten werden Bilder, wenn der Maler so spontan ist wie ein Kind. Gleichzeitig möchte jedoch keiner, dass seine Bilder aussehen, wie von einem Fünfjährigen gemalt. Die Lösung ist,  sich Techniken zu suchen, die einem helfen, die eigene Spontanität zu wahren und dabei aber das Bild in eine Richtung steuern zu können,  wie man es möchte.

Korrekturtechnik ist eine Lösung oder das Problem?

Die einfachste Korrekturtechnik ist sicherlich, das Bild mit dunklen Farben zu übermalen, doch greift man immer zu dunklen Farben, so werden Bilder in ihrer farblichen Aussage stark verändert.
Dunkle Farbe ist kein Allheilmittel!
Nach und nach erscheinen immer mehr dunkle Objekte in einem Bild, hat man einen Menschen vergessen, kann man ihn sehr leicht in dunklen Farben auf das Bild malen.
Eine andere Möglichkeit ist die Negativmalerei. Man dunkelt die Umgebung so lange ab bis ein neuer heller Gegenstand im Bild erscheint. Der Gegenstand wird also dadurch gemalt, dass man drumherum malt. Diese Technik ist natürlich wunderschön, dabei hätte man aber  früher daran denken müssen,  große Flächen in dem Bild hell zu lassen, denn dann wird diese Technik am allerschönsten.
Wenn man hin und her überlegt, dann kommt man immer wieder auf den Punkt heraus:
Man hätte daran denken müssen, es hell zu lassen.
Ängstlich zu malen, ist aber keine Lösung, denn dadurch wird die Malerei  zögerlich und ,wie schon oben besprochen,  sieht man dies dem Bild an.

Vorstudie

Eine der Möglichkeiten ist die Vorstudie in Schwarz-Weiß.
Macht man eine schnelle Skizze in Bleistift oder Filzstift oder Aquarell in Schwarz-Weiß,
dann weiß man hinterher im Bild, was man später tun muss.
Doch oft fehlt die Zeit, aber auch die Lust, denn die  Spontanität des ersten Mals ist weg.

Schlauere Korrekturtechnik im Aquarell

Ich persönlich bevorzuge eine gute Mischung von Korrekturtechniken für das Aquarell.

Das, was ich als Korrekturtechniken bezeichne, sind Stilmittel, denn ihre Anwendung sieht gut aus, man macht es also nicht,  weil man Fehler gemacht hat, sondern weil es den Spielraum deiner Möglichkeiten wunderbar erweitert.

Wie ich bereits in einem Block beschrieben habe, kann man im Aquarell durchaus ein wenig radieren. Man holt Farbe mit Synthetikpinseln nachträglich aus dem Bild heraus.

Tipp: Gerade wenn man mit großen dunklen Flächen arbeitet, kann es sehr schlau sein, unter die dunkle Fläche noch eine freundlichere, farbige Lasur zu legen.

Dies erleichtert die meisten Korrekturtechniken, die mit Auswischen oder Putzen zu tun haben, enorm.

Die erste hellere und freundliche Farbe wird vom Papier aufgesaugt. Lege ich nun eine dunklere Farbe oben auf, ist das Papiere bereits gesättigt und ich kann die helle freundliche Farbe wieder dadurch zum Vorschein bringen, indem ich die dunklere herausputze.

Tipp: In Schichten arbeiten, erleichtert die Korrektur

Flächig arbeiten:

Flächig arbeiten hat enorme Vorteile, es gibt Bildern Ruhe und Zusammenhänge.

Wenn man flächig arbeitet, sollte man natürlich immer an die Lichter denken, sonst wird es monoton.

Putzen kann jedoch, wenn man  die Lasur-Technik anwendet, eine wirklich überlegene Technik sein. Denn ich darf dabei sehr spontan arbeiten und brauche nicht zu verkrampft an Lichter denken.

Flickwerk kontra Einheit:

Wenn man in einem Bild zu viele Flächen weiß lässt, dann können die schnell wie ausgeschnitten aussehen.

Das Bild schaut aus wie ein unvollkommener Flickenteppich.

Vielleicht hast du selbst schon mal die Erfahrung gemacht, dass die weißen Stellen, die mit Abdeckflüssigkeit abgedeckt wurden, überhaupt nicht schön aussehen.

Wischen verbindet!

Das Herausputzen ist im Aquarell überhaupt keine Korrekturtechnik, sie kann zwar ganz wunderbar zu Korrektur eingesetzt werden. Dennoch ist diese Technik nicht nur zum Fehlerbeheben da, denn sie sieht einfach schön und ästhetisch aus.

Wenn man nun in der Aquarellfarbe wischt, entstehen Verbindungen und Grautöne, sodass sich die Farben sehr harmonisch miteinander verbinden.  Stellen, die mit Abdeckflüssigkeit versehen wurden, sehen aus,  als würden sie nicht zum Bild gehören. Beim Wischen entstehen aber Flächen aus dem Bild heraus, sie werden aus dem Bild geboren, und dies sieht man.

Wischen ist mehr als Korrekturtechnik …

Das Herauswischen ist also nicht nur eine Korrekturtechnik sondern eine überlegene Maltechnik.

Neben der Lasur braucht man dafür die richtigen Pinsel, am besten geeignet  sind synthetische Flachpinsel die eine sehr präzise Haarkante haben.

Mit diesen Pinseln löst man die Farbe mit klarem Wasser und einem Lappen aus dem Papier. Wichtig ist,  dass man nicht schrubbt, dann geht das Papier kaputt.

Die genaue Technik habe ich bereits in einem anderen Blog beschrieben.

Wunderbar geeignet sind auf bestimmten Papieren Kreditkarten. Ist die Farbe noch nass, kann man sie ziemlich präzise mit der Kante abkratzen.

Sehr weiche Effekte kann man mit Lappen oder Schwamm erzeugen.

Kombination der Techniken

Am besten funktioniert diese Technik nicht nur als Korrekturtechnik, sondern im Zusammenhang mit der Negativtechnik. Einerseits wischt man aus dem Bild etwas heraus,  andererseit ergänzt man die Farben im Umfeld des Objektes. Dies kannst du in meiner Skizze besonders gut an den Menschen vorne rechts sehen oder an den Fenstern in der rechten Häuserzeile. Im oberen Teil wische ich die Oberkörper der Menschen heraus, mit den überschüssigen Farbpigmenten kann ich dann die Beine malen. Den Hintergrund ergänze ich ein wenig in Negativtechnik.

Die Techniken greifen ineinander wie ein Uhrwerk.

Selbst bei sehr wilder Malweise ist es wichtig exakte und wieder erkennbare Formen zu erzeugen, dies kann man jedoch auf vielfältige Weise erzeugen.

Das Spiel aus Herauswischen und Ummalen erzeugt vielfach interessante Formen im Bild.

Tipp: Sehr wichtig ist das Trocknenlassen, ausgewischte Stellen verschwinden sofort ungewollt, wenn das Papier zu nass ist.

Schaut mal sehr genau in das Bild dieser Woche, ihr werdet die Kombination aus beiden Techniken sehr häufig entdecken.

Tine Klein Aquarell Bahnhof Zürich.Blog zum Thema Korrekturtechnik im Aquarell.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen! Auch Pfuschen will gelernt sein, denn das erhält deine Spontanität.

Liebe Grüße Tine

Die Erklärung der Korrekturtechnik findet ihr hier:

Radieren im Aquarell

Weg damit! Aquarelltechnik für Dummies!

 

Malen lernen – der smarte Weg

Guten Morgen oder guten Abend, je nachdem, wann du diesen Blog liest. Wünschst du dir, großartig malen zu können? Hast du manchmal das Gefühl, das scheitert bei dir an mangelndem Talent?
Dann habe ich eine gute Nachricht für dich und eine Buchempfehlung: Das Buch heißt „Grit“ und ist von Angela Duckworth.
Grit ist anscheinend das schwedische Wort für Durchhaltevermögen.
Im Grunde geht es darum, wie man seine Talente schleift und wie man erfolgreich wird.
Die gute Nachricht, man kann smart  lernen. Smart Malen lernen durch einfache Zielstellungen.
An diesem Bild werde ich euch zeigen, wie ich dies mit mir selbst umsetze.
Tine Klein smart malen lernen, Aquarell Bahnhoff St.Gallen

Die gute Nachricht ist, dass es nicht um Talent geht.

Nicht einmal beim Malen lernen, und die Kunst ist am anfälligsten für den Mythos Talent.

Talent ist nur ein winziger Faktor in der Gleichung des Erfolgs. Wichtig ist, dass wir bewusst, entschlossen und beharrlich lernen.
Wir dürfen uns nicht unterkriegen lassen
und müssen einfach an einem Ziel dran bleiben.
Viele der Menschen, die wir als berühmt erleben, hatten denkbar schlechte Ausgangsposition.
Es ist doch beflügelnd, dass Erfolg nicht von irgendeiner Genialität abhängt, sondern dass du einfach nur dranbleiben musst.
 
Das Buch gibt einem Hinweise darauf, wie man sich selbst voranbringt.
Einer der wichtigsten Faktoren  ist Dranbleiben, weitermachen und sich selbst zu motivieren.

Zwischenziele helfen bei der Motivation.

Wenn du jetzt zum Beispiel sagst, ich möchte malen wie ein alter Meister, dann wirst du dich  beim Malen lernen quälen.
Denn schon in dem Wort „alter Meister“ steckt, dass der Mensch ein Leben lang gebraucht hat, um so weit zu kommen.
Erfolg braucht Etappenziele, damit man seinen großen Traum erreichen kann.
So kommen wir auf das Thema des heutigen Blogs.
Erfolg braucht natürlich Übung. In diesem Punkt sind wir uns sicher einig. Doch jeder von uns kennt die Menschen, die geflissentlich das Arbeitshandbuch auswendig gelernt haben und daraus doch nichts gelernt haben. Beim Malen lernen und auch bei allen anderen Tätigkeiten geht es nicht darum, sich trocken Wissen rein zu schaufeln und mit zusammengebissenen Zähnen zu lernen.
Setze dir einfach kleine Ziele, die du erreichen kannst.
Damit ist das Lernen viel, viel effektiver und es macht auf Dauer Spaß, denn du kannst deinen Erfolg messen.
So weit,  so gut, all diese Erkenntnisse wirst du in dem oben empfohlenen Buch finden.

Arbeite smart!

Jetzt werde ich euch an einem konkreten Beispiel zeigen, was das bedeutet.

Viele meiner Schüler kommen mit riesigen Farbkästen in den Unterricht.

Zugegebenermaßen gehöre ich selbst zu dieser Gruppe. Farben ziehen mich einfach an wie eine Elster, sobald Farbe ins Spiel kommt, werde ich völlig unzurechnungsfähig.

Auch ich laufe mit einem 24 Näpfchen Kasten herum und freue mich wie verrückt über meine tollen Farben.

Dummerweise gibt es bei 24 Näpfchen schon 576 Möglichkeiten, die Farben zu mischen.

Da ich aber auch gerne mal drei Pigmente miteinander mische, sind wir dann schon bei 13.824 Möglichkeiten. Es ist doch logisch,
dass man sich bei so vielen Möglichkeiten selbst verwirrt.
“Auf einer Skala von 1-10 wie verwirrt bist Du?
16“
“Nein, nur von 1-10!“
“ Was denn?“
“ Die Skala!“
“ Welche?“
“Wie verwirrt du bist!“
“Ach so, 17!“

Die Aufgabe knacken

Damit wir uns nicht selber in solche Situationen bringen, müssen wir Arbeitsaufgaben knacken.
D. h. ich arbeite nicht mit einem 24 Näpfchen-Kasten,
sondern ich mal immer mal wieder Bilder, bei denen ich mich auf wenige Farben beschränke.
Eine der beliebtesten Fehler beim Lernen ist, dass die Aufgabe nicht nur zu groß ist, sondern auch zu sinnlos.
Keiner macht gerne Sinnloses.
Ich könnte jetzt natürlich auch immer wieder Farbskalen und Raster in meinen Farben anlegen. Doch die Erfahrung hat mir gezeigt, wenn eine Arbeit sinnlos ist, dann mache ich sie nicht gerne.
Die Folge ist, dass ich meine Farben nicht kennenlerne und meine Bilder nicht besser werden.
Da ich mich aber kenne, schneide ich mir die Aufgabe so zu, dass sie mir trotzdem Spaß macht.
Ich suche mir einen Platz, den ich immer wieder in der gleichen Art und Weise malen kann, und stelle mir eine einfach zu bewältigende Aufgabe.
Rahmenbedingungen:

Ein konkretes Beispiel:

Meine beste Freundin wohnt in St. Gallen, wenn mein Zug im Hauptbahnhof einläuft, dann muss meine Freundin mindestens noch eine halbe Stunde arbeiten.

 
Diese Zeit nutze ich, um ein schnelles Aquarell vom Bahnhofsvorplatz zu machen. Der Bahnhofsvorplatz in St. Gallen hat eine atemberaubende Perspektive. Aus dieser atemberaubenden Perspektive resultieren extreme Lichtverhältnisse,  die für jeden Maler ein Glücksfall sind. Auf dem Bahnhofsvorplatz entwickelt sich nachmittags eine extreme Gegenlichtssituation.
 
Im Grunde gibt es nur zwei Farben, den Sandstein der Häuser und gewaltigen Schatten der Bahnhofszeile.
Für die Häuser kommen nur Beige-  oder Gelbtöne infrage, für die Schatten Blau- oder Lila-Töne.
Wenn ich in St. Gallen bin, dann spiele ich ein Spiel mit mir. Ich skizziere immer wieder genau dieselbe Szene, mit genau denselben Farben. Meistens zwei Gelbtöne, zwei Blautöne, und Rot oder Orange.

Eine klar gestellte Aufgabe

Eine klar gestellte Aufgabe hilft mir einfach, den Überblick zu behalten. Wenn ich nur mit zwei Gelb- oder zwei Blautönen arbeite und dann immer mal wieder, wenn ich die Aufgabe wiederhole,  einen der Töne verändere, dann erhalte ich recht schnell, ohne mich zu überfordern,  ein Überblick darüber, wie man mischt und wie Farben arbeiten.

Man lernt dabei sozusagen die Mischtabelle der Farben auswendig.  Zurück bleibt einen ganzer Haufen von Informationen, die man zeitlebens in seinen Bildern nutzen kann.

Tine Klein smart malen lernen, Aquarell Bahnhoff St.Gallen

Eines Tages startete ich mit dem Ausgangsbild. Beim Malen bemerkte ich, dass es einige Probleme gab. Unsicherheit machte sich breit, wie dunkel dürfen eigentlich die Schattentöne sein? Ist es sinnvoll, einen Himmel zu malen, weil das Bild vielleicht zu dunkel wird? Eine Aufgabenstellung wurde geboren, im Wesentlichen geht es in diesem Bild um das Zusammenspiel von Blau und Violett mit Gelb oder Siena.
So entsteht eine kleine Serie an Skizzen, ich lerne klein und übersichtlich und beantworte mir meine eigenen Fragen.
Die Meisterwerke kommen von alleine, auf dem Weg dahin sollte man sich an den Zwischenzielen erfreuen.

 

Das nächste Mal frage ich mich, waren meine Mischungen nicht vielleicht viel zu dunkel. Jetzt nehme ich etwas Helles und Freundliches hinzu: Indischgelb.

Auch beim nächsten Mal bleibe ich bei meinen blauen und gelben Tönen. Ich möchte ja schließlich ziemlich einfach und für mich begreiflich herausfinden, wie ich diese Töne steuern kann. Ich bleibe also bei meinen drei Ausgangsfarben, Cerulian, Aquamarin und Siena.

Tine Klein smart malen lernen, Aquarell Bahnhoff St.Gallen

In diesem Bild kombiniere ich sie mit den Erkenntnissen aus den beiden anderen Bildern erneut. Der Himmel enthält weniger Aquamarin dafür mehr Cerulian. Die Häuser bleiben heller, aber ich fahre den Gelbanteil zurück.

Aus diesen Spielen wird Malen lernen  einfach. Es macht enormen Spaß. Man lernt viel effektiver, weil die Aufgaben einfach sind und trotzdem ein enormes Wissen entsteht.

Ich kann durchhalten und werde langsam besser.

Das Wissen bleibt kleben:

Ultramarin und Orange ergeben ein schönes Grau…

Französisch Ultramarin bringt Cerulian stark zum Granulieren…

Siena Natur entfaltet  starke Leuchtkraft mit Chinacidromgoldton oder Indisch wird jedoch  durch Jaume brilliant puderig und gedämpft.

Delft wirkt sauberer als Indigo.

Und so weiter und sofort……

Sich aus dem Chaos lösen

Viele Maler reagieren auf das Farbchaos, indem sie sich auf ca. sechs Farben konzentrieren. Die Idee ist großartig, aber manchmal sehen ihre Bilder dann eben Stereotyp aus. Trotzdem kann man aus dieser Vorgehensweise enorm gut lernen.

Sich auf einen Kernpunkt konzentrieren!

Konzentriere dich eine Weile auf nur eine begrenzte Anzahl von Farben, so bekommst du sie in den Griff. Danach kannst du eine Farbe austauschen oder hinzunehmen.

Ich bin ja selbst so süchtig nach Farben, dass ich einen riesigen Kasten habe.

Beim Malen lernen geht man am besten Schritt für Schritt vor, so bekommt das Gehirn die Möglichkeit,  die Informationen zu verdauen.

Ein Gehirn muss Informationen verdauen.

Tauche nicht ins Chaos ab, und schneide die Dinge, die du lernen möchtest, so klein zu, dass dein Gehirn sie auch begreifen kann.
Lerne in einer Form, wie es dir Spaß macht. In dem von mir gelesenen Buch heißt es:“
“Arbeite smart anstatt hart!“
Farbtabellen machen mir zum Beispiel keinen Spaß, ich mache stattdessen lieber kleine Bilder.
Vielen Menschen ,und auch mir, fällt es viel leichter zu lernen, wenn die Aufgabe sinnvoll ist.
Wiederholung ist wichtig, 
wenn ich einmal ein Bild in der gleichen Farbstimmung male, dann wird mein Gehirn diese Informationen wahrscheinlich nicht lebenslang abspeichern. Anders gesagt, Malen lernen braucht Wiederholung.
Wenn du Dinge immer mal wieder wiederholst, dann wird dieser Einsatz dazu führen, dass du großartig wirst.
Eine gute Nachricht!
Du wirst großartig! Halte durch!
Liebe Grüße
Tine
An machen Themen arbeitet man ein Leben lang, hier ein älterer Beitrag zum gleichen Thema:

 

Füllhalter und Aquarell sind beste Freunde

Gute Freundschaft, das ist eine Seele in zwei Körpern. Die Seele von Aquarellfarbe und Tinte ist das Wasser.
Tine Klein Rote Fabrik am Zürichsee mit Füllhalter und Aquarell
Tine Klein: Rote Fabrik am Zürichsee
Tinte und Aquarell
Tinte und Füllhalter sind gute Freunde, denn Aquarellfarben und Tinte sind beide flüssig und damit kann man sie wunderbar mischen.
Im englischsprachigen Raum findet man diese Art von Bildern unter Hunderten von Schlagwörtern. Die häufigsten Schlagwörter sind watercolor and pen, pen and wash und ink and wash sowie watercolor and ink.
Probiert es mal auf Instagram oder Pinterest aus und ihr werdet staunen.
Schon an der Masse der Begriffe merkt man, diese Technik verwenden wirklich viele Menschen.
Bei uns ist diese Technik schon extrem populär und ich denke, fast alle Künstler die gerne skizzieren, kennen sie.

Tinte und Füllhalter eine grafische Technik

Die Technik ist natürlich bekannt, dennoch glaube ich nicht, dass bekannt ist, was man mit dieser Technik alles machen kann. Diese Vorurteile liegen vor allen Dingen daran, dass man sehr viele Anfängerwerke sieht, deshalb glauben viele Künstler, der künstlerische Anspruch an diese Technik sei genauso hoch wie das Ausmalen eines Kinderbuchs für Kinder.
Leider kommen die Vorurteile zustande, weil die Leute keine Ahnung von der Technik haben. Alles was sie sehen, sind sehr viele Anfängerwerke in sozialen Netzwerken. Der große Nachteil dieser Technik ist, wenn man mit schwarzer Tinte arbeitet, entstehen Striche, die extrem hart sind. Diese Kontraste sehen bei Profis extrem wirklich gut aus, ist der Zeichner jedoch unsicher, kann man jeden einzelnen Fehler extrem gut sehen.
Ich bevorzuge eine weichere Methode, die Verschmelzung von Tinte und Aquarellfarbe.

Die bekannte unbekannte Technik.

Füllhalter und Aquarell sind vielfältiger als man auf den ersten Blick sieht:

Viele Facetten der Technik des Verbinden von Aquarell und Füllhalter sind völlig unbekannt. Der Grund dafür ist, dass geübte Zeichner den Füllhalter so geschickt in das Aquarell integrieren, dass man es gar nicht sieht. 
Dadurch kommen die anderen gar nicht auf die Idee, dass es sich hier um ein Bild mit Füllhalter und Tinte handelt.
Menschen, die die Technik von Ink and Wash lieben, haben eine große Bandbreite an technischen Varianten zur Verfügung. Einige davon sind sichtbar und andere erkennt man nur, wenn man es weiß. Deshalb möchte ich euch heute einige dieser wunderbaren Möglichkeiten erklären.
Diesmal habe ich ein Bild für euch gewählt, in dem man zwar sehr gut sieht, dass mit Füllhalter gearbeitet wurde. Doch man kann an diesem Bild ebenfalls sehr gut sehen, wie die Materialien ineinander verschmelzen.

Einführung in die Füllhalter und Aquarelltechnik.

 
Bei dieser Technik ist es extrem wichtig um die Ecke zu denken. Deshalb merke:
Der Kopf ist rund, damit sich die Richtung der Gedanken ändern kann.
Anders als gedacht, wird der Füllhalter hier nicht als Stift eingesetzt, sondern eher wie ein Pinsel. Der Füllfederhalter ist also die ganze Zeit dabei, er ist nicht nur zum Vorzeichnen da.
Der Füllfederhalter ist ein zusätzlicher Pinsel, der gemeinsam mit der Aquarellfarbe eingesetzt wird.
Das erkläre ich später noch genauer.

Tintenfarbe als Basis der Technik.

Die Grundlage der folgenden Technik beruht darauf, dass die Tinte sich gut in das Aquarell integriert, d. h. die Tinte hat eine Farbe, die mit der Aquarellfarbe verschmilzt. Schwarz ist dabei die ungünstigste aller denkbaren Möglichkeiten, denn beim Verschmelzen entsteht ein schmuddeliger Grauton.
Ein Braunton ist für mich die optimale Lösung, denn dieser integriert sich in meine Farbwelt wunderbar. Je nach farblicher Grundlage des Bildes funktionieren aber auch Bordeaux, Violett und Blau.
Grundlegend ist einfach nur, dass die Tinte mit der Basis-Aquarellfarbe verschmilzt.
Wenn du einmal ins Bild schaust, dann wirst du sehen, wie natürlich die Tinte in die Aquarellfarbe übergeht.
Schau noch etwas genauer hin, dann wirst du ganz harte aber auch weiche und verwaschene Striche sehen.
Der Grund dafür ist Wasser. Du solltest die folgenden Anwendungsmöglichkeiten des Füllhalters einfach ausprobieren:

Anwendung wie ein Pinsel in Zusammenhang mit Farbe und Wasser

• Mit dem Füllhalter in nasser Farbe kratzen, du wirst sehen, dass der Füllhalter keine Farbe abgibt. Dennoch entstehen Rillen und diese Rillen füllen sich mit Farbe. (Im Bild vorne links)
•Du benutzt den Füllfederhalter in feuchter Farbe jetzt entstehen ganz weiche und verschwommene Linien (Am Rande des Schornsteins). Je nachdem wie viel Farbe du auslaufen lässt, entsteht sogar ein Aquarelleffekt. Diese Linienführung braucht ein wenig Timing.
Du zeichnest etwas und gehst sofort mit dem Pinsel drüber, wenn es dir zu hart aussieht.  Die Tinte des Füllhalters ist ja am Anfang noch wasserlöslich, damit kannst du spielen. Ein feuchter Pinsel wirkt wie ein Weichzeichner.
Du möchtest etwas stark betonen, zum Beispiel durch eine starke Dunkelheit, dann benutzt du den Füllfederhalter auf der trockenen Farbe. Dies siehst du im Bild, dort war die Farbe fast grell beleuchtet, harte Linien auf trockener gelber Farbe.
• Eine andere Möglichkeit des Betonens ist der Druck. Füllhalter reagieren sehr stark auf Druck. Wenn man Tinte in feuchtes Papier hereindrückt, dann wird der Effekt noch stärker. Dies kann man im Bild bei den Hallen im Hintergrund sehen. Hier wirkt die Linie fast wie gestanzt
•  Mit Füllfederhalter kann man ganz wunderbar spritzen. Dafür muss man den Füllfederhalter auf etwas Hartes aufschlagen, zum Beispiel einen Pinselgriff. Dann segeln Hunderte kleiner Tropfen ins Bild. Je nachdem wie trocken oder wie feucht die Farbe ist, ergeben sich sehr unterschiedliche Effekte. Das Erzeugen dieser Spritze verbindet die Aquarellfarbe unglaublich gut mit der Tintenzeichnung. Das sieht man im Himmel ganz wunderbar.
Geschwindigkeit: Benutzt man raues Papier und zieht den Füllhalter schnell über das Papier, dann bricht der Strich. Einen Füllhalter kann man aber auch ganz leicht auf feuchtes Papier setzen und ganz langsam ausbluten lassen, dies sieht man an den Dachkanten.

Summary:

Sollte man den Vorgang der Verbindung von Füllhalter und Aquarell beschreiben, dann könnte man sagen:
Probier mal aus wie sich der Füllhalter einfügt, wenn du Wasser drüber, Farbe drunter, Farbe drüber benutzt.  Mit ihm schnell oder langsam malst, spritzt oder kratzt.
Schaut  ins Bild, dort werdet ihr sehen, wie der Füllfederhalter gearbeitet hat: trocken, nass, feucht, langsam oder schnell oder gespritzt. Versucht raus zu finden, was ich getan habe. Noch viel besser ist es, wenn ihr eure eigenen Möglichkeiten findet. 
Lotet die Grenzen des Machbaren aus. Füllhalter Sind robuster als man denkt.
Für diese Techniken sind einfache und robuste Füllhalter gut. Das Bild wurde mit einem 13 Jahre alten Schul-Füllhhalter  gemalt.
Die Grenze zwischen Zeichnen und Malen verschwimmt hier stark. Ich könnte nicht mehr sagen, ob man nun mit dem Füllfederhalter zeichnet oder malt.
Jetzt bin ich zum Abschluss bei einem verwirrenden Gedanken: Wann ist etwas eine Zeichnung und wo beginnt die Malerei?
Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende und viel Spaß mit eurem Füllhalter.
Ganz herzliche Grüße Tine
Noch mehr zur Tinte: Diesmal weiße Tinte

Neujahrsvorsätze, Motivation und das Malen

Tine Klein Aquarell Bellveue Zürich, Die Motivation zum Malen4. Januar 2020 Tine Klein, Zürich: Blick vom Bellevue in die kühle Weite  über dem Zürichsee

Hallöchen, herzlich willkommen im neuen Jahr!

 

Erst mal möchte ich euch danken, dass wir alle wieder da seit. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich dachte heute morgen:

4. Januar, ach du scheiße ich muss abnehmen!

Der 4. Januar ist da, für die meisten geht diese Woche das normale Leben weiter.
Ich bin gerade soeben aus dem herrlichen Zustand des Familienkuschelns aufgewacht und mein Großhirn funkt mir einige rationale und bedrohliche Fakten. Mein Großhirn meint, es sei gar nicht gut, mit der Familie zu fressen und sich danach mit Rotwein und Schokolade auf die faule Haut zu legen. Dabei war es doch so schön, wenn man raus guckte in den Nieselregen. Ich persönlich finde:

Ein kleiner entspannter Exzess, schweisst zusammen.   Motivation  und gute Vorsätze können zur falschen Zeit nerven.

Wahrscheinlich ist dies mein tief liegendes Problem. Deshalb muss ich jedes Jahr abnehmen und mein Mann schwört: Liebesgriffe an den Hüften, seien ganz prima.
Das macht es mir auch nicht leichter.

Neujahrsvorsätze schon weit weg?

Wie sieht es aus mit Neujahrsvorsätzen, sind die schon weit weg? Schade.

Grundsätzlich finde ich Neujahrsvorsätze oder überhaupt Vorsätze ganz großartig.
Seien wir mal ehrlich, dieser Blog ist ein Kunstblog, hier geht es immer um das Malen lernen. Wieso ich nicht jedes Mal über das Malen schreibe hat einen ganz einfachen Grund. Malen ist eine Tätigkeit, die man nicht ausüben kann, ohne Persönlichkeitsentwicklung.
Wer nicht an sich arbeitet, kommt beim Malen auch nicht voran.
Leider geht es nicht so, wie sich mein alter Herr das vorstellt.
Mein Vater würde mit donnernder und Altvater Zeus würdiger Stimme sagen:
Einmal die Arschbacken zusammen beißen, alles eine reine Willensfrage!

Motivation und Zähne zusammenbeißen!

Vor Weihnachten habe ich eine kleine Umfrage gemacht. Ich fragte meine Schüler und Bekannten, was möchtest du im neuen Jahr an deiner Kunst verbessern. Die häufigste Antwort war:
Lockerer werden!
Lustig! Wie trainiert man denn lockerer werden? Die Zähne zusammenbeißen Methode von meinem Vater, scheint da denkbar ungeeignet. Na, Gott sei Dank, mit dem Kopf durch die Wand ohne Kopfschmerztabletten funktioniert bei den meisten Menschen und mir sowieso nicht.

Lockerer werden, Motivation und Neujahrsvorsatz.

Jetzt habe ich mir überlegt, wie könnte man den Neujahrsvorsatz lockerer werden denn umsetzen?

Prinzipiell ist dies gar nicht so einfach, denn ich habe eins festgestellt. Sage ich einem Schüler:“ Jetzt, sei mal ganz locker!“ Dann ist dies das beste Mittel einen Menschen innerhalb von Sekunden zu verspannen.

Lockerheit ist etwas, dass man ganz schwer erklären kann. Lockerheit kommt einfach, und je heftiger und brutaler die Motivation, desto schwieriger wird es.
Papa, sorry:

Die unendliche Leichtigkeit des Seins kann man nicht mit Zähneknirschen erreichen.

Locker sein ist ein wundervoller Zustand.

Wie lehrt man locker werden?
 
Das locker sein in der Malerei entsteht durch drei Faktoren.
Zwei davon haben mit Geisteshaltung zu tun und der dritte Punkt ist Übung und Technik.

Schritt 1: Die Geisteshaltung der Leichtigkeit beruht auf Meckerabstinenz und….

Motivationen sind am Besten; wenn mann sie umsetzen kann.

Meckerabstinenz ist mein wichtigster Vorsatz für 2020. Motivation und Veränderung brauchen ein Klima, indem man sie auch umsetzen kann.
Wenn man von vorneherein meckert, dann fällt Veränderung schwer. Da man den Kopf ja schon mal darauf einstimmen, dass hier alle schief gehen wird, hält man dann doch lieber am Althergebrachten fest, und das führt dazu, dass es einfach komisch aussieht und sehr schwer ist.
Für mich ist die beste Geisteshaltung die Aufforderung zum Spiel. Nicht Zähne zusammenbeißen, sondern ausprobieren. Mein Produkt ist nicht das Bild, sondern die Aufgabenstellung etwas auszuprobieren.
Das Meckern verkneifen, auch wenn es schwer fällt.
Also wir gehen jetzt mit einem leicht verkrampften Lächeln positiv rann an die Sache….

Schritt zwei: Das Große und Ganze sehen!

Motivation, und großartige Fortschritte versinken meistens in Kleinscheiß. Ganz oft verliert man einfach das Wesentliche aus dem Auge.
Ich muss noch dies, ich muss noch das und zack ist die Liebe weg.
Ich glaube, der wichtigste Ansatz ist, zu begreifen, dass es viele einfache Wege gibt etwas zu tun. Der Ansatzpunkt dafür einen einfachen und bequemen Weg zu finden ist:
Das Große und Ganze zu sehen.
Viele völlig unwichtige Kleinigkeiten machen einem im Alltag das Leben schwer, das gleiche gilt für Bilder:
Zu viele Details, fressen die Zeit, die man eigentlich für die großartigen Dinge des Lebens bräuchte.
Das Wechseln der Sichtweise braucht viel Motivation. Es ist überhaupt nicht einfach das Ganze zu sehen und nicht die Summe der Einzelteile.
In der Malerei ist enorm wichtig zu wissen, was man malen möchte. Wenn man eine Stadt malen möchte, braucht man nicht jedes Haus. Für einen Wald braucht man nicht jeden Baum:
Denn sonst sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Den Vorsatz umsetzen! Heißt also es sich deutlich einfacher zu machen, nur das klappt nicht auf Anhieb. Also wieder zu Punkt 1 oder zu Punkt 3.

Freiheit, Spass und Lockerheit

In meinen Kursen werde ich nächstes Jahr diesen Vorsatz noch mal verstärkt angehen. Insbesondere in dem geplanten Malurlaub gibt es viele Lektionen mit dem großen Pinsel. Der große Pinsel hilft einem enorm den Vorsatz nicht zu vergessen. Im ersten Moment fühlt er sich viel zu groß an und dann merkt man, dass der Pinsel einem hilft das Wesentliche umzusetzen.
Mit einem fetten Pinsel malt man nicht wie ein Buchhalter
Mit richtig großen Pinseln malt man einfach große Flächen. Plötzlich kann man die großen Zusammenhänge zeigen, weil die Größe des Pinsel  das Verzetteln verhindert.
Das sieht man hier genau, bei uns am Züri-See treffen Wetter und Stadt aufeinander. Der dicke Pinsel verhindert, das ich mich in Details verliere.
Dies werde ich besonders in der Urlaubswoche an der Ostsee lehren. Die Landschaft im Norden hilft enorm, das Ziel der Leichtigkeit zu erreichen. Denn die Landschaft ist hier schön, leicht und weit.
Wie gemacht für den Einstieg in die Lockerheit.

Was muss man bei großen Pinseln beachten?

Dicke Pinsel helfen bei der Motivation lockerer zu werden

Große Pinsel helfen dir bei deinem Vorhaben zügig und locker zu werden.
Die große Grundstruktur bringt dir den Überblick und die Leichtigkeit.
Ich persönlich liebe den 30 mm Flachpinsel mit einer langen flachen Kante. Oder 20 mm Rundpinsel oder Schwert- bzw. Katzenzungenpinsel die hinten sehr breit sind und vorne eine gute Spitze haben.
Die geniale Spitze ist das Stichwort.
Diese Spitze hilft, dass dein Bild hinterher großzügig, aber nicht plump ausschaut.
Liebevolle und kleine Details sind durchaus wichtig, aber nur, dort wo es am Allerwichtigsten ist. Dennoch arbeitet man von Anfang an mit richtig fetten Pinseln. Bei den Pinseln muss es nicht das Teuerste sein. Die reine Größe des Pinsels bringt es mit sich, dass man ohne Mühe Farbe in großen Zusammenhängen auftragen kann. Wichtig allein sind scharfe Kanten und Spitzen.
Die große Grundstruktur bringt dir den Überblick und die Leichtigkeit. Der Rest ist Bildentwurf, Übung und Anleitung.
Meine Lieblingspinsel sind von verschiedenen Marken.
Eine ganz genaue Empfehlung kann ich euch nicht geben, denn ein Pinsel ist immer dann gut, wenn er zu Handhabung passt. Der Kauf ist nicht ganz einfach, denn beim Kauf sind die Spitzen der Pinsel verleimt, deshalb ermögliche euch ich euch jetzt mal einen Blick auf meine dicken Pinsel. Was ihr seht, ist das was ich in der Tasche habe.
Also macht es euch einfach, greift zum dicken Pinsel und versucht ihn als Einstieg in die Lockerheit zu nutzen.
Liebe Grüße
und ein wirklich frohes neues Jahr.
Tine
Wer nächstes Jahr an der Ostsee mitmachen möchte, den bitte ich diesem Link zu folgen:
Die 22. Kw ist bereits ausgebucht. Plätze gibt es nun noch in der 21. Kw also vom 18 bis zum 22 Mai.

Noch etwas in eigener Sache

Nächstes Jahr gibt es Malurlaub an der Ostsee.

Der Norden ist das pure Glück! Dahme an der Ostsee

Seitdem ich im Süden lebe, vermisse ich die großen Himmel des Nordens, das Salz im Wind und die tolle Landschaft soweit das Auge reicht. Deshalb zieht es mich einmal im Jahr zum Malen an die See und ihr könnt mitkommen.

Der Fokus des Kurses liegt dieses Jahr bei den Themen des Nordens: Himmel, Wolken, Landschaft und Meer. Wir werden die Motive zeichnerisch und malerisch erfassen und uns Gedanken machen, wie man das Motiv vereinfacht, damit wirklich effektvoll in Farbe darstellen können.

Bekannt bin ich durch  die spielerische Verbindung von Stift und Aquarell, aber in dieser Landschaft möchte man auch gern den dicken Pinsel auspacken.

Also Motto: spielerisch gezeichnet oder genüsslich aquarelliert. 

Dahme in Holstein ist ein kleines  Seebad direkt an der Ostsee. Und gerade dies ist großartig für Maler, denn die Natur ist noch ursprünglich und bodenständig.

In dieser Landschaft können großartige Farbstudien mit Pinsel entstehen.

Warum sollte man als Maler unbedingt nach Dahme fahren? Weil Dahme großartige und sehr abwechslungsreiche Motive bietet, die kontrastreicher sind als normale Seebilder

 Die Leuchttürme, von Dahme sind ein echter Hingucker. Es ist doch klar, dass man darauf gute Bilder zaubern kann. Generell kann man sagen das die Bilder rund um Dahme immer frisch und ausdrucksstark werden durch den starken Rot-Grün-Kontrast.

Auch zur Verarbeitung von Farbe wird es viele Tipps im Kurs geben. Bei solchen Motiven lohnt es, sich in Ruhe Aquarelle anzufertigen.

Hier Torsten beim gemütlichen malen im Feld.

Die Küste ist mal feinsandig oder mit einer Steilküste zum Strand mit Bäumen, dies bietet perfekte Malmotive. Die natürlichen Kontraste der Landschaft macht Dahme reich an guten Motiven.

Seebrücke, Reetdachhäuser, Badeküste, Steilküste, Leuchttürme, viel Landschaft und wenn wir Glück haben, blüht der Raps.

Der Kurs findet im Dorfhaus von Dahme statt. Bei gutem Wetter werden wir jedoch viel Zeit in der Natur verbringen. Deshalb muss das Material Rucksack tauglich und nicht zu schwer sein.

Im Kurs geht es um skiziertaugliche Aquarelltechniken, Tipps zu Wasser, Wolken und Landschaft. Neben diesen Aquarelltechniken liegt in diesem Jahr, das besonderes Augenmerk auf dem Vereinfachen des Entwurfs, so dass die Farbe wirken kann, damit richtig starke Skizzen und Aquarelle entstehen.

Die Grundausrüstung aus: Pinsel, Aquarellpapier, Skizzenbuch mit Aquarell tauglichem Papier, Stift und Zeichenpapier. Die Materialliste wird rechtzeitig zur Verfügung gestellt.

Es gibt 5 Stunden Malunterricht pro Tag,  gegliedert in Techniklektionen, Entwurf, Vorführungen und freiem Malen mit Unterstützung. Ende mit fröhlichem Abschluss offen, meistens werden es doch 6 Stunden Unterricht. Mit Mittagspause und Wegen sind wir also den ganzen Tag unterwegs. Oft klingt der Tag in einem Gasthof aus.

Save the Date! 18-22.Mai.

In der Regel wird die Teilnehmerzahl maximal bei 6-10 Personen liegen, soweit möglich werde ich die Teilnahmer bei 8 Personen begrenzen, eine optimale Zahl zum Lernen. Eine Kursteilnehmerzahl von 12-14 Teilnehmern, wie bei Reiseveranstaltern, wird es nicht geben.

Kosten 450 Euro pro Woche für den Malunterricht. Lehrmaterial inklusive. Anders als bei Reiseveranstaltern gibt es in diesem Kurs Kursmaterial oder der Stoff wird in einem Blog aufgearbeitet, so das ihr nochmals nachlesen könnt.

Hinweis: Tine ist kein Reiseveranstalter, nur Mallehrerin. Für Unterkunft, Verpflegung und Kunstmaterial sorgt jeder nach seinen eigenen Bedürfnissen.

Es gibt im Hinterland auch viele sehr preiswerte Unterkünfte. Wichtig, nichts buchen bevor ihr eine Teilnahmebestätigung habt.

Kontakt und Fragen zur Reise

Liebe Grüße an Euch alle zusammen

Tine

Ich freue mich auf eure Anmeldungen. Wir sehen uns mit Wind im Haar.

Bitte nehmt mit mir Kontakt auf dann sende ich euch weitere Informationen.

 

Noch mehr lesen?

Hier zur Gemeinde

https://www.dahme.com/herzlich-willkommen/

 

 

 

 

 

Reiseaquarellkasten Bauanleitung

Handtaschenaquarellkasten

Wer richtig Aquarellieren will braucht auch einen vernünftigen Reiseaquarellkasten für unterwegs.

 

Jetzt beginnt die Zeit, in der man immer im Haus malt. Im Frühjahr, Sommer und Herbst klemme ich mir gezielt mein Kunstmaterial unter den Arm sobald ein Sonnenstrahl mich dazu einlädt.  Jetzt aber werden diese Momente rar.
Ein Handtaschenaquarellkasten muss her.
 
Das Dumme an diesen Kästen ist, dass ich sie eigentlich nicht leiden kann. Winzige Näpfchen die gute Pinsel zerstören und keine Mischfläche.
 
Wie sich das für einen echten Nerd gehört, möchte in jeder Situation einen tollen Kasten!
 

Mini – Aquarellkästen eine Seuche

 
Aquarellieren überall! Die Urban Sketching Bewegung hat einen regelrechten Minimalismustrend bei den Aquarellkästen ausgelöst.
 
Nach dem Motto:
 
Man ist nie zu klein, um großartig zu sein.
Wenn man mal ins ETSY schaut, findet man die verrücktesten Reise Aquarellmöglichkeiten. Ohrringe oder Ringe mit eingebautem Aquarellkasten.
 
Unglaublich teure, kleine handgemachte Holzdosen mit Vertiefung für Aquarellfarbe usw. und so fort.  Viele dieser Lösungen sind sehr teuer und nichts anderes als selbst gebaut.
 
Oft sieht man auf den ersten Blick, dass es mit der Tauglichkeit Probleme geben könnte. 
Die meisten dieser Lösungen empfinde ich eher als Scherzartikel, denn wer es mit dem Aquarellieren ernst meint, braucht einigermaßen große Pinsel. Deshalb finde ich ganz winzige Lösungen ziemlich schwachsinnig.
 
Zu kleine Aquarellnäpfchen machen Pinsel kaputt.
 
Ich möchte euch jetzt eine kleine Anleitung für so einen selbst gebauten Reiseaquarellkasten geben mit dem selbst Menschen die auf nichts verzichten wollen klar kommen.
Reiseaquarellkasten Bauanleitung Blog Herz-der-Kunst von Tine Klein
Das passt in die Manteltasche. Zu klein um gut zu aquarellieren?
Nein….ein paar Tricks helfen das alles zu verstauen:
Reiseaquarellkasten Bauanleitung Blog Herz-der-Kunst von Tine Klein
  1. 11 große Farbnäpfe oder 22 Kleine
  2. Skizzenbuch
  3. Pinsel
  4. Wassertankpinsel
  5. Bleistift
  6. Radiergummi
  7. Anspitzer
  8. Klemme, Stifthalter
  9. Taschentuch
  10. Schwamm
  11. Mischpalette
  12. Schwamm
  13. Weißabgleichskarten zum Fotografieren von weißem Papier
  14. Gummiband

Das Alles ergibt den perfekten Arbeitsplatz

Reiseaquarellkasten Bauanleitung Blog Herz-der-Kunst von Tine Klein

Und so schaut dann der perfekte Arbeitsplatz aus, der passt in jede Tasche.

Material:

  • Bonbondose oder Pillenverpackung
  • Alte Scheckkarten oder ein wenig harte Pappe
  • Doppelseitiges Klebeband
  • Pillen oder Kaugummiverpackungen oder Aquarellnäpchen
  • Eine große Papierklemme
  • Ein dickes Gummiband
  • Tortenuntersetzer aus der Bäckerei

Viele von Euch haben zur Ideenfindung beigetragen. Nun habe ich die besten Ideen zu einem Reiseaquarellkasten zusammengebaut, der selbst mich befriedigt.

Das Herzstück Bonbon oder Pastillendose

Erst mal Augen auf nach der richtigen Pastillendose. Der Knackpunkt ist das Gelenk des Deckels … Die Dose sollte ziemlich massiv sein.

Träger der Farbe:

Ich nehme ganz normale Farbnäpfchen. Prima kann man auch die leeren Blister von großen Kaugummis und Pillen benutzen. 
 
Selbst bei großen Pillen kann man zwei Lagen in den Kasten bekommen. Das sind 11 bis 20 Farben. Das reicht vollkommen für tolle Aquarelle.
 
Dann die Aluminiumfolie  abknibbeln. Dafür braucht man ein bisschen Geduld.
 
Die Folienverpackungen mit Tubenfarbe füllen und trocknen lassen. Die Farbe gibt der Folie wieder Stabilität.
 
Die Farbfolien mit starkem Klebeband auf die alten Scheckkarten kleben, nun ist das ganze viel stabiler. Aufpassen, dass das nicht Klebeband hervorschaut, sonst klebt sich später Dreck dran.

Warum die Scheckkarte?

Die Scheckkarten sind ein enorm wichtiger Bestandteil unserer  Sketchbox. Solche Plastikkarten bekommt man natürlich mittlerweile überall, beim Tanken, beim Parken, bei Ikea. Jeder von uns hat am Jahresende wieder ein paar davon übrig. Diese Karten erhöhen das Volumen um 100 %. Im Reiseaquarellkasten sind die Scheckkarten der Zwischenboden. Es gibt einige enorm gute Gründe um sie zu benutzen.
 
Wenn man die Farben darauf festgeklebt, purzelt nichts im Reiseaquarellkasten herum.
 
Beim Transport fungieren die Plastikkarten als abwaschbarer Deckel. Wenn man viel malt, werden die Farben nass und verschmieren beim Transport den Kasten. Ein abwaschbarer Deckel ist also Gold wert.
 
Die Plastikkarten haben noch zwei andere Gründe, meine sind keine Scheckkarten, sondern Grauwertkarten, diese dienen mir beim Fotografieren als Weißabgleich.
Die Plastikkarten dienen mir im Aquarell allerdings auch als Radiergummi, man kann mit ihnen ganz wunderbar Farbe abkratzen.

Die Klemme

Der Reiseaquarellkasten hat allerdings noch einen sehr wichtigen Bestandteil, die Klemme. Die Papierklemme ist ebenso multifunktional wie die Scheckkarte. Beim Transport hält sie teure Gegenstände fest, zum Beispiel den Pinsel. Sobald man malt, kann man damit zum Beispiel den Kasten an Skizzenbuch klemmen, oder an ein Geländer. Der große Vorteil ist, durch die Klemme hat man die Hände frei. Am häufigsten benutze ich die Klemme als Ablage für meinen mit Farbe gefüllten Pinsel, denn nichts ist peinlicher als eine riesen Sauerei mit Farbe in einem Restaurant.

Das Schwämmchen und Taschentuch

Apropos Sauerei, besonders wichtig finde ich das Schwämmchen. Wenn man irgendwo draußen malt, ist es sehr wichtig einen Lappen zu haben, der nächste soll sich ja nicht in deine Farbflecken setzen.
 
Der Schwamm ist jedoch für eine professionelle Malerei unverzichtbar, denn viele Farbeffekte kann man nur erzeugen, wenn der Pinsel trocken oder halb trocken ist.
 
Jetzt braucht man den Schwamm, um die Flüssigkeit im Pinsel zu regulieren oder den Pinsel zu reinigen.

Mischfläche

Mischfläche ist oft ganz wichtig, gerade Schattentöne sehen sehr gut aus, wenn sie im ganzen Bild gleich sind.

Ich habe den Deckel angeschliffen und mit weißer Farbe bestrichen. (Tipp von Thorsten Bahr).  So kann man im Deckel mischen. Reiseaquarellkästen haben eigentlich nie genug Mischfläche, deshalb greife ich auf eine beschichtete Pappe für Kuchen oder Bratwürstchen zurück. Diese Pappen sind ungefähr genauso  groß wie kleine Skizzenbücher. Diese Pappen haben einen erhöhten Rand, damit Senf oder Sahne nicht von dem kleinen Teller herunter laufen. Der Rand ist natürlich genauso prima für Farbe.

Wie kommt man an solche Untersetzer? In großen Läden kann man sie kaufen.

Viel einfacher ist es, jedoch eine Bratwurst zu kaufen, einen Hundeblick aufzusetzen, und ein bisschen mit den Augen zu klappern und lieb das Wort mit zwei T zu sagen, damit meine ich nicht flott.

Und schon ist man stolze Besitzerin einer brandneuen, kostenlosen Skizzenbuch -Mischpalette.

Das Gummiband

Das Gummiband hält alles zusammen, Skizzenbuch, Füllhalter, Pinsel und Mischfläche also unverzichtbar.

Ich wünsche euch viel Spaß und ich würde mich sehr freuen wenn ihr eure eigenen selbst gebauten und wirklich praktischen Kästen hier vorstellen würdet. Eure Anleitung hänge ich gerne an den Blog. Oder schreibt einfach einen Kommentar. Das Kommentarfenster findet ihr…..

Liebe Grüße Tine

Weiterlesen Wofür die Graukarte?  Über die Kunst Kunst zu Fotografieren:

https://blog.herz-der-kunst.ch/kunst-fotografieren-ist-eine-kunst/

Kunst fotografieren ist eine Kunst

 

 

 

 

 

 

Schüttung oder Nass in Nass Technik

Zeit veränder Kunsttechniken

Nass in Nass Techniken, oder Aquarell Schüttungen wurden früher im Aquarell völlig anders angewendet als man dies heute bei aktuellen Künstlern sehen.

Früher hat man Nass in Nass Techniken im Wesentlichen dafür benutzt große Flächen gleichmäßig mit Farbe zu überziehen.

Die wildere Nass in Nass Techniken oder sogar Schüttung sind weit entfernt davon nur eine ordentliche Oberfläche erzeugen zu wollen, es geht um Stimmung.

Die Stimmung ist das Wichtigste

Im skandinavischen Raum gibt es eine ganze Reihe von Künstlern die atemberaubende Ergebnisse durch die freie und wilder Anwendung recht flüssiger Aquarellfarbe erzeugen.

Die Ergebnisse sehen immer wild und frisch aus, weil sich die Farbe unkontrolliert erst auf dem Papier mischt.

Hier am Strand habe ich die Farbe regelrecht auf das Papier gekippt, gesteuert wird durch das bewegen des Blattes. Versauen kann man am Strand auch nix, ein riesiger Vorteil.

Durch den beherzten Einsatz der Farbe werden diese Aquarellskizzen super schnell und eindrucksvoll.

Seebrücke Heringsdorf, Tine Klein : Tutorial Schüttung oder Nass in Nass Technik

Auch meine eigene Technik beruht auf dieser Basis. In kleinerem oder größerem Maßstab arbeite ich nach dem Motto:

Ein guter Chef muss delegieren, lasse die Farbe doch machen, was sie will.

Dies gilt natürlich nur in einem gewissen Rahmen, dort wo die Farbe nur ein Hintergrund ist, lasse ich sie ganz frei arbeiten, das geht natürlich besonders gut, wenn das Motiv dunkler ist als der Hintergrund mit der geschütteten Aquarellfarbe.

Diese Technik braucht allerdings viel Selbstvertrauen. Denn der Maler muss mit dem Ergebnis leben. Bei dieser Technik kann man sich nur über allgemeines im Klaren sein. Man kann sehr festlegen welches Farbstimmung man haben möchte. Dabei wird man aber nie genau ganz genau voraussagen können, wo die Mischungen entstehen und man kann auch nicht ganz exakt sagen wie viele Mischfarbe man erhalten wird.

Erfahrung macht diese Technik aus

Wie ich schon in einem Beitrag vor einigen Wochen schrieb muss man für diese Technik ein sehr genaues Gefühl dafür entwickeln, wie viel Wasser auf dem Papier steht.

Der Maler, muss lernen die Flut des Wassers zu kontrollieren die die Pigmente mit sich reißt.

Die Kunst daran ist allerdings die Farbe einerseits völlig frei laufen zu lassen,

denn wer in der Flüssigkeit herum matscht, wird auch eine Matschfarbe bekommen.

Die größte Herausforderung dieser Technik ist, dass man die Farbe einmal in das Bild schüttet oder hinein laufen lässt oder auch mit dem Pinsel aufträgt, sie dann aber völlig in Ruhe lässt.

Schüttung was ist das?

Im skandinavischen Raum arbeiten die Maler sehr viel mit Schüttungen. Dabei habe ich euch noch gar nicht erklärt was eine Schüttung ist. Eine Schüttung ist der Auftrag einer Farbe, die so flüssig ist, dass über das Bild läuft. Bei sehr großen Flächen wird dies tatsächlich aus einem Becher getan, bei kleinen Flächen reicht es die Farbe aus einem sehr saugfähigen Pinsel heraus laufen zu lassen.

Die Farbe überflutet dann das Papier. Steuern kann man dies dadurch, dass man das Papier feucht macht und einige Stellen trocken lässt. Die flüssige Farbe wird dann nur die feuchten Stellen überfluten.

Das ist eines der Prinzipien der Nass in Nass Technik, trockenes Papier bleibt vor der Farbe weitgehend geschützt, denn die Farbe benutzt den einfachsten Weg und der ist durch die bereits feuchten Untergrund.

Trockenes Papier ist die Grenze

Deshalb können trainierte Maler wie von Zauberhand tolle Farbeffekte erzeugen, während der Laie der diese Technik noch nicht verinnerlicht hat einfach eine große Matsche erzeugt.

Wer diesen Steuermechanismus nicht erkennt, erzeugt Matsche

Material

Das Material für diese Technik ist sehr einfach im Wesentlichen besteht es aus:

Mut, Erfahrung, dickem Papier und saugfähigen Pinseln.

Im Wesentlichen braucht man für diese Technik nicht viel, man kann sie im Skizzenbuch nur eingeschränkt anwenden. Dort sind vor allen Dingen die Techniken anzuwenden, bei der man das Papier zuerst nass macht und dann entlang der feuchten Spur laufen lässt.

Eine richtige Schüttung kann man im Skizzenbuch nicht machen.

Für eine richtige Schüttung braucht man in der Regel sehr dickes Papier.

Oder man leidet dieses Papier auf, aber dazu einmal in einem anderen Blog.

Gerade unter den Aquarellpapieren findet man bei den preiswerteren Qualitäten durchaus auch  Papier auf der man diese Technik üben kann. Ich empfehle Papiere deren dicke deutlich über 220 g liegen. Denn alle anderen Papiere werden sich bei dieser Technik benehmen wie feuchtes Toilettenpapier. Das Papier wird knüllen und knittern.

Papier für die Schüttung

Das Papier was ihr in diesem Bild seht, ist ein 250 g Aquarellpapier. 40 Blatt kosten ungefähr 20 €. Jetzt wird schon mal klar, die Technik kann man nicht nur auf Hand geschöpften Büten Papier ausüben.

Merke: Nur dickeres Papier hält der Belastung stand.

Auch 250 g Papier ist noch nicht eine wirklich dicke Papierqualität. Das Papier, auf dem ich arbeite ist hier eine mittlere Qualität. Mittel Feine, heiß gepresste Massenqualität. Trotzdem klappt die Technik auf diesem Papier ganz wunderbar.

Farbe laufen lassen

Die Kunst ist es die Farbe laufen zu lassen, ohne darin herum zu rühren. Wir sind natürlich gewöhnt alles dadurch zu steuern, dass wir es mit dem Pinsel machen.

Pigmente, die noch einmal mit dem Pinsel umgerührt werden sehen leider völlig anders aus als Pigmente, die frei fließen durften.

Devise: einmal rein mit dem Pinsel und dann Pfoten weg

Hier sieht man deutlich das der Pinsel nur da arbeitet, wo konkrete Form zum Einsatz kommt.

Seebrücke Heringsdorf, Tine Klein : Tutorial Schüttung oder Nass in Nass Technik

Nass- Technik

Ich möchte nun alle Kinder unter 14 Jahren bitten, die nächsten zwei Zeilen nicht zu lesen, denn ich muss jetzt richtig rum fluchen. Ich würde so gerne diesem Hirn verbrannten Vollpfosten, der diese Technik generell Nass in Nass Technik genannt hat, ein paar Mal mit meinem dicksten Pinsel fest auf den Hinterkopf schlagen.

Ja, im Extremfall wird extrem Nass gearbeitet, und sogar geschüttet

In neunzig Prozent aller Fälle ist feucht die viel bessere Wahl, denn dann läuft die Farbe nur einen kurzen Moment unkontrolliert.

Wenn das Papier tatsächlich richtig geflutet wird, ist meistens das Papier ruiniert und andere Farben mischen sich völlig unkontrolliert.

Merke es funktioniert nur:

Wenn du keine Wasserpfützen auf deinem Papier siehst. Feucht aber nicht Nass!

So meine lieben Leser nun wissen wir warum der Volltrottel, der dieser Technik ihren Namen gegeben hat, gefühlt mehrere Millionen geschrottete Aquarelle auf dem Gewissen hat.

Denn beides, Nass in Nass wie auch die Wortgebung Schüttung, beinhaltet gefühlt unglaubliche Wassermengen. Mit unglaublichen Wassermengen funktioniert es nur sehr selten. Denn dann rauscht die Farbe übers Papier und unten wieder runter, somit ist der Tisch oder die Hose bunt aber nicht das Aquarell. Ich persönlich glaube der Mensch, der die Namensgebung für diese beiden Techniken erdacht hat, war einfach ein kleiner Sadist, denn:

Desto nasser desto unsteuerbarer

Aber gerade das Unsteuerbare macht enormen Spass. Wer wirklich die Nerven hat richtig rumzusauen wird belohnt.

Dafür habe ich euch das extrem Video heraus gesucht.

Oft denkt man einfach:

Oh, mein Gott ist das schön!

Lasst euch nicht abhalten, man muss lernen es zu steuern, es ist einfacher mit dem kontrollierten Einsatz des Wassers.

Deshalb das erste Video:

Hier sieht man wie wenig Wasser reicht um die Farbe auslaufen zu lassen, entschuldigt es ist italienisch aber die Technik wird ganz deutlich:

https://www.youtube.com/watch?v=A7mzbk6tWYM

Hier seht ihr eine echte Schüttung nur für Nervenstarke. Wie hält das Papier das aus? Es ist sicher sehr dick oder wurde von der Rückseite gewässert, damit es nicht wellt. Jetzt wird klar, warum ich diese Technik am liebsten am Strand verwende, ich muss das Atelier nicht abkleben:

https://www.youtube.com/watch?v=g25uJEE7khw

Liebe Grüße ins Wochenende Tine