Das Symposium der Urban Sketchers

Das Symposium der Urban Sketchers

Hallo ihr Lieben,
letzte Woche gab es keinen Blog, weil viele von uns auf dem Symposium der Urban Sketchers in Amsterdam waren.
Jetzt werden sich viele von euch fragen:“ Was zum Teufel sind diese Urban Dingsdabumsdas und was zur Hölle ist ein Symposium.
Wenn man dies mal in normale deutsche Sprache übersetzt, dann bedeutet das, ganz viele Menschen, die gerne aus direkter Beobachtung zeichnen, treffen sich in einer Stadt und machen da dann eine riesen Zeichenparty.

Dieses Jahr sollen geschätzt 3000 Zeichner beim Symposium in der Stadt gewesen sein.

Das Symposium der Urban Sketchers skizze mit Aquarell aus der Skybar Blue in Amsterdam

Tine Klein: Ruhige Momente im Sturm: Skizze beim Kaffee mit Claudia in der Skybar Blue in Amsterdam

Symposium Kunst auf der Straße

In der Umgebung wird also jede Straße zum Kunstatelier. Zu Hunderten sitzen die Menschen auf dem Fußboden und zeichnen, malen, kolorieren oder was sonst noch irgendwie geht. Einige von den Künstlern haben sogar mit Klebeband ganze Stadtansichten auf den Fußboden geklebt. Ihr seht also, es gibt weit mehr Möglichkeiten als man so denkt.
Auf dem Symposium ist alles möglich.
Was alle 3000 Menschen verbindet ist, dass sie Kunst draußen leben und dass sie sich darüber austauschen wollen.

Egal wo man ist, es wimmelt nur so vor Zeichnern

Das Symposium der Urban Sketchers abschlussbild

Angemeldete oder Unangemeldete, der Spass zählt

Nur ca. 600 Menschen waren zu diesem Symposium angemeldet. Es gibt die unterschiedlichsten Varianten, man bezahlt Workshops oder man besucht Demonstrationen. Der überwiegende Teil der Zeichner kommt jedoch mit ganz kleinem Budget. Es wird kein Geld ausgegeben, sondern man trifft sich einfach auf der Straße zum Zeichnen. Diese freien Symposiums werden zum Beispiel in sozialen Netzwerken wie Instagram, WhatsApp oder Facebook organisiert.

Wie funktioniert das?

In der Regel tritt man in einem sozialen Netzwerk einer Gruppe bei die die eigene Sprache spricht. Welche Gruppen dies sind, merkt man schon im Vorfeld, denn bevor das Symposium beginnt, verabreden sich die Menschen öffentlich.
Ist man dann einer dieser Gruppen beigetreten, werden dort öffentlich die Punkte in der Stadt bekannt gegeben, wo sich alle treffen und zusammen zeichnen.
Wer keine sozialen Netzwerke mag, kann auch offen den öffentlichen Sketch Walks des Veranstalters teilnehmen.
Ein Sketch Walk ist übrigens eine Art Spaziergang mit Stift.

3000 Leute zeichnen mit mir

3000 Leute zeichnen mit mir, an jeder Straßenecke trifft man statt Zeichner und Maler aus aller Welt. Man hört viele Sprachen und die Menschen haben alle Hautfarben. Was uns alle verbindet, ist die Liebe zum Malen und Zeichnen.

Das Symposium der Urban Sketchers unterhaltungen über Kunst

 

Das sind alles Zeichner, du unterhälst dich mit Fremden, doch viele werden schnell Freunde, denn wir lieben alle das Gleiche.

 

Falls du jetzt denkst, das ist nur etwas für Profis, dann liegst du völlig falsch. Hier zeichnen Anfänger und Profis fröhlich nebeneinander.
Insgesamt brauchst du überhaupt keine Angst haben so ein Symposium aufzusuchen, denn selbst wenn du nicht so gut zeichnen kannst, wird dir das Symposium unglaublich viel bringen.

Lernen durch Sehen

Zuerst einmal kann man sich natürlich alle beobachten, wie sie Zeichnen und Malen. Dabei lernt man unglaublich viel. Am meisten lerne ich selber über Kunstmaterial, dadurch dass man die Menschen arbeiten sieht, sieht man natürlich auch welches Kunstmaterial sie benutzen.
Dabei lernt man Erstaunliches, super praktische Wasserbehälter geschnitten aus alten Milchkartons. Super tolle Pinsel, oft auch gar nicht so teuer. Man sieht hier Kunstmaterial in Aktion, man erkennt sehr schnell welches Kunstmaterial großartig ist, welches praktisch ist und was man damit machen kann.

Diese Informationen könnte einem kein Kunstgeschäft der Welt geben.

Ich laufe durch die Gegend fotografiere Pinsel, die ich mag. Ich finde tolle Farben und lasse mich einfach in der Menge treiben. Die Straße verwandelt sich ins Atelier.
Der große Vorteil ist, dass man die ganzen Menschen auf der Straße arbeiten sieht, jeder lernt dabei unglaublich viel!

Reizüberflutung der Kopf ist voll

Wenn ich erst mal im Symposium über die Straße gelaufen bin, setzt schnell die Reizüberflutung ein. Schnell hat man 500 andere Menschen arbeiten sehen und immer entdeckt man irgendetwas, was man selber ausprobieren möchte.

Wenn ich durch eine Straße gelaufen bin, dann fühlt sich mein Kopf an wie ein großer Teller Spaghetti mit Sauce.

Wenn ich jetzt anfange zu malen, dann purzeln 1000 Informationen durch meinen Kopf.
Und dann passiert etwas Furchtbares, ich male die schlechtesten Bilder meines Lebens und 3000 Leute schauen mir über die Schulter!

Hilfe, 3000 Menschen schauen mir über die Schulter!

Ich gucke so gern den Malern zu!

Blöderweise gucken natürlich auch alle anderen bei Dir.

Sehen und gesehen werden

Jeder bekommt dabei  kurzzeitig eine kleine Krise, ja, wirklich jeder. Meine Freundin Birgit hatte ein hartes Jahr, sitzt jetzt neben mir und bekommt eine kleine Krise. Kein Bild ist würdig, alles Mist! Bei so viel Kunst fängt jeder denkende Mensch an sich zu zweifeln. Mir geht es ebenso: Himmel, Arsch und Zwirn, wenn einem 3000 Leute über die Schulter gucken, da kriegt man schon mal Knoten im Hintern und zitterige Hände.
Ich merke das sofort, die Bilder wollen nicht auf Anhieb so locker und happy aus mir herausfließen wie ich das gewohnt bin. Zweifelnd starre ich auf mein Papier und Birgit fängt an über ihrem Skizzenbuch echt Westfälisch an zu möckern.
Birgit hat diese Szene gemalt, ihre kleine Skizze ist durchaus gut, doch Birgit ist in “ich bin total unwürdig Laune”, sie hat jetzt überhaupt keine Lust darüber nachzudenken das man aus dieser Skizze durchaus etwas Großartiges machen könnte, denn Birgits Arbeitsspeicher im Kopf es einfach voll.

Informationsüberflutung und Freundschaft

Tatsächlich geht uns das allen so mir übrigens auch, so viele neue Informationen kann kein Mensch verarbeiten, ohne dass irgendetwas in den eigenen Zeichnungen nicht stimmt.

Dabei wird man total strubbelig

 

 

Während ich versuche die kleine Skizze zu machen, (das große Aquarell das ich übrigens gerade angefangen habe, ist in den Mülleimer geflogen) beginnt Birgit mit dem großen indianischen Ritual des Zetterns. Haare raufend sitzt sie über ihrem Skizzenbuch. Mein Ohr beginnt zu bluten, zuckersüß sage ich: „Birgit mein Liebling, wenn du jetzt nicht sofort aufhörst, muss ich dich leider in die Gracht werfen.“
Birgit schreibt in der Skizzenbuch:

“ Das Bild es total scheiße, Tine will mich in die Gracht werfen, arbeiten unter erschwerten Bedingungen.“

Ich erwäge Birgit kurz und schmerzlos um die Ecke zu bringen, aber die Frau neben ihr trägt ein weißes Kleid und die Blutflecken gehen bestimmt nicht mehr raus!

Jetzt beginnt Birgit ein sehr unvorteilhaftes Porträt von mir zu malen. Das Porträt ist bissig böse und gut. Westfälischer Humor eben.

Birgit hält jetzt die Klappe arbeitet verzückt und ich denke, ach wie herrlich, man muss auch einfach wissen, wie man mit seinen Freunden umgeht.
Ein bisschen Hass, kann noch extrem hilfreich für den künstlerischen Prozess sein.

Wir lachen und schon klappts.

Ich erwäge Birgit zu heiraten, denn nichts ist wichtiger in einer Ehe als würdevoll Schuld zu sein.

Leute die das Gleiche mögen

Das Beste am Symposium ist, das man immer Freundschaften zu Menschen schließt, die absolut das gleiche leben wie man selbst. Du brauchst überhaupt keine Angst davor zu haben mit den anderen zu malen, selbst wenn deine Bilder überhaupt nicht gut werden, denn denk immer dran, vom Anfänger bis zum Profi, jedem geht es hier genauso.

Und wenn du Fehler machst, wird jeder dafür Verständnis haben. Denn selbst wenn wir Profis sind, wir sind natürlich auch Menschen und wir können so gut Kunst beibringen, weil wir jeden einzelnen Fehler selbst gemacht haben.
Eine russische Künstlerin, die wir an dem Abend trafen, hat dazu den folgenden Satz gesagt und ich finde den super klasse:

“In dir sind ca. 10.000 total bescheuerte Bilder, je eher du die rauslässt, desto eher können die Guten raus!“

An Birgits Beispiel merkt man, dass man einfach bei sich bleiben muss. Wenn Birgit jetzt mit dem Stift ein bisschen rummeckert, ist das genau richtig. Die “ Mecker- Bilder“ fanden wir übrigens später am allerbesten.

Birgit lebt übrigens noch:

Tine Klein und Birgit Peterschröder zwei Urban Sketcherinen

Ich liebe ihre Bilder: Anmerkung von Birgit: Ich finde das Bild immer noch sch…., but still going strong”

Momente der Ruhe und des Erfolgs

Keine Sorge vor den vielen Menschen.

Zeichnen ist eine ruhige Sache. Sobald gezeichnet wird kommt die Ruhe

Das Symposium der Urban Sketchers Trophenhaus

Meine Freundin Kathrin war sich total unsicher, sie kam umgeplant in letzter Minute.

Den Wechsel aus Ruhe und Abwechslung fand sie toll! Ihr erstes Symposium!

Das Symposium der Urban Sketchers Kathrin Portmann ist dabei

Und dann das Erlebnis, das Bild was Kathrin gerade malt wird zum Renner…weil sie die Stimmung genau trifft. Über 800 Menschen liken es.

Das Symposium der Urban Sketchers Aquarell Aquarell einer Gracht von Kathrin Portmann

Bild von Kathrin Portmann

Nicht das es um Likes geht, aber dieses Gefühl von:

Ich liebe es und die Anderen lieben mich

ist einfach großartig. Kathrin wird wiederkommen und so werden wir immer mehr.

 

 

Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende mit tollem Sommerwetter. Wer übrigens nicht weiß, was westfälischer Humor ist, denn wir sind alle als humorloses Pack verschrien, dem möchte ich das folgende YouTube Video empfehlen. Westfalen sind absolut humorvoll nur ein bisschen trocken Verrückt, deshalb möchte ich euch einen Kabarettisten aus meiner Heimatstadt empfehlen: Thorsten Sträter. Die Videos findet ihr am Ende des Blogs.

Danke für die vielen Anfragen auf die Kurse, dieses Jahr gibt es noch einen Kurs in dem es ums Skizzenbuch und Aquarell geht:

Ende dieses Monats in Aarberg bei Bern:

Spontan, locker, frei bei Tine

Jetzt aber zum Westfälischen Humor: Schreibern geht es genauso wie Malern. Thorsten Straeter über   kreative Texte die nicht so klasse sind:

https://www.youtube.com/watch?v=hoQdiXd69iA

Übrigens können Westfalen auch die Probleme der Welt lösen:

 

Danke an Birgit und Kathrin, liebe Grüße Tine

Das beste Motiv finden! Malvorlagen und co.

Das beste Motiv finden!

Dieser Blog ist für Nina! ” Ich hasse Windmühlen”

Nina wird der erste Mensch sein, der diesen Blog liest, denn er ist speziell für sie entstanden, und Nina liest diesen Blog ehrenamtlich.

Das beste Motiv für die eigene Malweise finden !

So einen Blog hätte ich Klasse gefunden als ich anfing zu malen, nur gab es damals keine Blogs.

Ich hatte ständig das Gefühl, alle anderen Maler malen großartige Bilder, nur bei mir gibt es nicht so tolle Motive. Geht euch das auch so? Ich hatte das Gefühl, ich muss in den Urlaub fahren, damit die Motive genug hergeben für ein gutes Bild.

Ich  wohnte zu dieser Zeit in einer kleinen Stadt am Rande des Ruhrgebiets, mit gruseliger Innenstadt.die Innenstadt. Damals habe ich nicht erkannt, dass das Problem im meinem Kopf liegt.

Motive und Malvorlagen

Ob ein Motiv gut ist oder nicht, das hängt im wesentlichen von deiner Einstellung zu dem Motiv ab. Viele Motive mögen wir einfach nicht malen, weil wir etwas Bestimmtes mit ihnen verbinden .Andere Motive sind für die Zukunft geradezu verbrannt, ich sage dazu nur: röhrender Hirsch Oder Hirtin mit Schalmei.

Die sind so abgedroschen, man kann es einfach nicht ertragen

Die Bandbreite der negativen Gefühle, die man für ein Motiv entwickeln kann ist vielfältig: zu langweilig, zu hässlich, falsche Farbe, falsche Stimmung usw. und so fort.

Nina hatte keine Lust Windmühlen zu malen, doch 20 Miniten später war sie völlig vertieft und völlig zufrieden. Ein häufiges Phänomen, während man etwas betrachtet, erkennt man Dinge, die man vorher gar nicht gesehen hat.

Das genaue Hingucken und Entdecken ist ja möglicherweise das Schönste am Malen

Malen ist sehr gut dazu geeignet, die Welt noch mal neu zu entdecken.

Von der Malvorlage abzeichnen

Immer wieder teilen mir Schüler mit, dass sie lieber von der mal Vorlage abzeichnen weil dann ihre Bilder besser werden. Da muss ich zustimmen, denn es ist erst mal viel einfacher, den genialen Bildentwurf eines begab Fotografen zu greifen. Im allgemeinen finde ich das gar nicht schlimm, doch was du dabei nicht lernst, ist deine eigene Sicht auf die Dinge zu zeigen.

Das beste Motiv finden, wie geht das also?

Tatsächlich geht es nicht darum, das beste Motiv zu finden, sondern sehr häufig geht es darum, eine interessante Sichtweise für dieses Motiv zu finden.

Ich glaube, fast jedes Motiv hält etwas für dich bereit. Es wartet im Motiv, damit du es zeigst.

Oftmals sind es Erwartungen, die uns das Zeichnen oder Malen so schwer machen. Vor ein paar Wochen schrieb eine empörte Zeichnerin in den deutschsprachigen Urban Sketchern, dass die Regeln total diskriminierend wären, denn sie wohne auf einem Dorf und dort gebe es bekanntlich überhaupt nichts, was interessant sei und was sich lohne zu malen.

Eigentlich kann ich dann nur nicken, denn mir ging und mir geht es immer noch genauso.

Wenn ich ein Motiv betrachte, und ich mag dieses Motiv einfach nicht, dann habe ich auch keine Lust es zu malen.

Eine andere Betrachtung finden

Letzte Woche habe ich an einem Sketch Scrawel in Wettingen teilgenommen.

Das Projekt war einfach toll, eine historische Landstraße sollte porträtiert werden, Haus für Haus.

Wettingen  ist eine Stadt ist, die einem sehr starken historischen Wandel unterlegen ist. An dieser Landstraße findet man Häuser aus allen Epochen und Zeitabschnitten. Was man malt,ist wie Lotto.

Ich malte die Hausnummer 166, eine hübsche kleine fünfziger Jahre Autowerkstatt, regelrecht niedlich im Vergleich zu heutigen Häusern. Ich packte mein Material so ein, sodass sich ein zartes, filigranes Aquarell von dieser hübschen Straßenszene machen konnte.

Wettinger Landtrasse, Das beste Motiv finden

Als ich bei berühmten der Hitze in Wettingen eintraf, war meine Autowerkstatt abgerissen.  Ich stand in brütende Hitze, in den Abgasen der Hauptverkehrsstraße, schaute auf die Baustelle, auf der es nichts gab, außer einem Steinkasten und ein Gerüst und dachte:

Ach du Scheiße, ich glaub mein Schwein pfeift, dieses Motiv ist ja wohl der allergrößte Mist zum Aquarellieren.

Ich hab mich so richtig geärgert, hinterher sagte mir eine Mitzeichnerin, dass sie total neidisch war ,weil ich dieses tolle Zeichenmotiv hatte, das zeigt sich mal wieder, dass es einzig und allein die Geisteseinstellung ist.

Der einzige Platz auf dem ich sitzen konnte war unter den Bäumen auf der anderen Straßenseite. Ehrlich gesagt war ich ziemlich sauer.

Die Erkenntnis kommt mit dem Machen

Als ich jetzt unter den Bäumen saß war ich beim ersten Bild noch ziemlich verzweifelt. Wir hatten ca. anderthalb Stunden Zeit, und in dieser Zeit habe ich mich an das Motiv heran angetastet.

Im ersten Motiv habe ich ziemlich gut eingefangen, was sich im ersten Moment dachte:

Mir ist heiß das sieht man auch:

Wettinger Landtrasse, Das beste Motiv finden Tutorial

Beim zweiten Ansatz war meine verhaltene Laune verflogen, mir war klar, das Wetter ist gut und mein Motiv ist ziemlich großartig wenn ich es abstrakt festhalte. Einfach wusch und drauf-

Wettinger Landtrasse, Das beste Motiv finden

Beim Dritten wollte ich noch ein bisschen von dem Verkehr zeigen, ständig fahren Autos auf die Tankstelle und von ihr herunter. Als die Zeit zu Ende war, war es im Kopf fertig und schon gezeichnet, mittlerweile hatte ich die Straßenecke irgendwie lieb gewonnen.

Schaut einmal, wie sich das Motiv innerhalb von 1,5 Stunden verändert hat!

Wettinger Landtrasse, Das beste Motiv finden

Stopp, das ist völlig falsch. Nicht das Motiv hat sich verändert, meine Einstellung zu dem Motiv hat sich verändert.

Welches Bild das beste ist? Eigentlich unwichtig, denn das Erarbeiten ist das Spannende.

Finde deine eigene Sichtweise

Jedes Motiv kann man auf Sehr unterschiedliche Art und Weise darstellen. Wenn du zum Beispiel eine Windmühle malst, dann kannst du das klassische Landschaftsbild mit Windmühle malen, oder ein Meisterwerk der Technik und vieles mehr.

Fazit:

Jeder ist genervt wenn man ein Motiv hat, das man nicht liebt. Doch gibt man sich Zeit, merkt man ganz schnell, dass man bei diesen Motiven viel mehr lernt. Vor allen Dingen über sich selbst. Technisch lernt man sehr viel weil man einfach nicht das Standard Programm runterspulen kann.

Mein Rat: Nimm dir von Zeit zu Zeit ein Motiv, das völlig anders ist als deine normalen Motive. Denn diese Motive oder Malvorlagen sind die besten Lehrer. Sie sind ab und zu die besten Motive, denn sie bringen dich weiter.

Sehr wichtig ist mir gerade für die Erwachsenen unter uns: Gib Dir Zeit, mache mehrere Anläufe, denn Lernen ist ein Prozess, der die Erfahrung braucht. Du siehst ja auch bei mir klappt nicht alles auf Anhieb.

Liebe Grüße Tine

Und hier das Projekt in dem die Bilder entstanden sind tolle Idee!

 

Weiterlesen bei Tine:

Der Blick ist das A und Ohhh!

 

 

 

Bildintention – der Trieb der dich malen lässt

Im Watt buddeln bei Regen

Bildintention – oder das Gefühl was drin steckt

„Jeder spricht über meine Kunst und gibt vor, sie zu verstehen, als müsste man sie verstehen. Die einzige nötige Sache ist, sie zu lieben.“ — Claude Monet

Dieses Zitat von Monet passt so gut zu einem Thema was so wichtig ist.

Irgendetwas treibt uns dazu ein Bild zu malen. Da ist ein kleines Ding, ein Detail, das Gesamte das sich im Kopf einnistet und dich dazu bringt es malen zu wollen.

Ich glaube ganz fest, das dieser  Trieb, ob jetzt nun mit dem Kopf oder mit dem Herz verstanden, in einem drin Bild sein muss und wenn man jetzt das Fachwort dafür sucht, dann ist dies die Bildintention.

Was zum Teufel ist  “Bildintention”?

Intention heißt Absicht, Vorhaben. Bildintention ist also das was ein Bild sagen soll, weit über den abgebildeten Gegenstand hinaus.

Leider vergessen viele diesen Antrieb in ihrem Bild auszudrücken.

Einfach drauf los malen, ist enorm wichtig

Viele meiner Schüler wollen einfach nur malen, weil es ihnen Spaß macht. Sie zeichnen etwas ab, einfach des Gefühls wegen. Diese Vorgehensweise ist sehr häufig auch prima, denn wer viel und befreit malt, macht schnell Fortschritte.

Doch im Alltag sind wir so vielen Pflichten unterworfen, das wir immer ein “Muss” im Kopf haben, dies muss noch und das muss noch und Ruck-Zuck ist ein Bild kaputt gemalt. Der Spaß und die Bildintention sind flöten gegangen, dann merkt man das dieser ursprüngliche Trieb in ein Bild hereingehört.

Wie kommt man zur Bildausgabe oder Bildintention

Es ist nicht kompliziert, denn du kennst sie schon. Es ist das, was dich antreibt dieses Bild zu malen. Hinter einer Bildintention steckt meist eine Geschichte, der Aufhänger warum das Motiv dich anspricht. Ich möchte euch mal an einem kleinen Beispiel zeigen, wie ich rund um mein Gefühl ein Bild aufbaue:

Das Motiv:

Ich bin gerade an der Lübecker Bucht. Für die Schweizer, das ist die Badewanne der deutschen Nation. Die Gegend hier in Holstein ist wunderschön, ein blauer Himmel der mindestens dreimal so hoch wirkt wie in der Schweiz, weites Land mit wundervollen uralten Bäumen und fruchtbare Felder, die sich im Wind des Meeres wiegen. Doch das Meer ist hier nicht wie aus alten Piratengeschichten. Die Lübeckerbucht ist flach, man braucht hier keine großen Deiche, das Meer ist hier nicht wild, sondern wie gemacht für den Badespass von Oma, Opa und Enkel.
Deshalb stehen am Rand gefühlt 20.000 Strandkörbe. Für die Schweizer, die dies vielleicht nicht kennen es ist ein kleines Sofa für 2 Personen, drumherum ein geflochtener Korb der vor Wind, Sand und Sonne schützt. Geniale Erfindung und jede Familie hat im Sommer einen am Strand gemietet.

Das ganze Motiv ist alles andere als aufregend, hier passiert seit Generation das Gleiche, Schläfchen am Strand und mit den Kindern im Wasser matschen.

Hier passiert nichts und deshalb werden hier sehr viele Bilder mit Klischees gemacht.

Das Standardbild ist hier der Strandkorb mit Möwe, obwohl es hier weniger Möwen gibt als in Zürich am See.

Ein Bild mit Aussage

Aber wie macht man daraus ein persönliches Bild? Und auch noch mit Bildintention?

Relativ gelangweilt sitze ich am Strand und erhole mich. Deutschland fährt hier hin ,weil hier nix los ist, es ist die absolute Ruhe. Das Watt ist dem Deutschen was dem Schweizer die Berge sind.

Ich warte und beobachte, bis etwas mein Herz erreicht. Mann muss sich nicht anstrengen, sich nur die Ruhe nehmen bis einen etwas innerlich erreicht, dann ist die vermeintlich hochtrabende Bildintention ganz von alleine da.

Es gehört dazu die Umgebung zu erfahren, das Plätschern der Wellen, der Wechsel von Sonne und Wolken, mal ist dir kalt, mal ist dir warm.

Plötzlich sehe ich Vater und Sohn mit Eimer und Schüppe. Fleißig wird Meeresgetier ausgegraben und Vater und Sohn sind total fasziniert. Die Zeit steht still.
Mein Herz wir warm, denn in meiner Familie hat dies jede Generation gemacht.

Ich sehe mich selbst als 6 Jährige in T-Shirt und Badehose, wild entschlossen mit Krabbennetz und Marmeladenglas. Das Marmeladenglas habe ich heute durch ein Skizzenbuch ersetzt, damit kann man ebenso gut beobachten. Damals war ich Mini- Hobby -Biologe, heute bin ich auf Jagd mit Skizzenbuch. Es gibt ein fast 100 Jahre altes Foto von meiner Oma mit meinen Urgroßvater, mit Eimer und Schüppe, glücklich strahlen sie aus dem schwarzweiß Bild.

Es ist das kleine Glück, es ist Ruhe. Die Zufriedenheit. zwischen den Generationen

Jetzt weiß ich was ich malen möchte.

Wörter helfen zum guten Bild

Ich empfehle jedem die Methode sich ein , zwei mal ein Wort auszudenken die das Bild beschreiben, danach sieht man klarer.

Meine Wörter sind Ruhe, Sand und entdecken (des Meeres)

Die Bildintention ist Ruhe und das kleine Glück am Meer

Dies will ich beim Malen zeigen: Von dort aus entwickele ich mein Bild.

Grundfarben: Sand und Blau
Mehr passiert nicht, mehr will ich nicht für dieses Bild, deshalb gibt es eine Grundfarbe, den Sand einfach Sand.

Vom Wort zum Bild

Tine Klein Bildintention , Aquarell und Tinte Lübecker Bucht

Sand und Meer waren meine Wörter. Also gibt es im Bild nur zwei Farben Sand und Blau.

Einfache Bilder sind oft viel besser, weil sie sich um den Kern drehen

Zusätzlich male ich nicht viel, ich betone grundsätzlich nur die Accessoires die zur Geschichte gehören: Badehose, eine Schüppe und ein Eimer, deshalb kommt hier die dritte Farbe ins Spiel, ein grelles Orange. Saturn heißt die Farbe, sie darf nur wie Salz verwendet werden, denn sie ist grell. Sie ist aber genau richtig um die Geschichte zu stärken. Plastikeimerchen Orange würde ich die Farbe nennen.

Tine Klein Bildintention , Aquarell und Tinte Lübecker Bucht

Den Rest der Geschichte macht die Körperhaltung.

Wichtig ist das die Körperhaltung typisch ist, ihre Augen sind fest auf das kleine Meerestier gerichtet. Forscher in Badehose.
Mehr ist nicht wichtig, den es geht im Kern nur um die Ruhe.

Oft reicht für ein gutes Bild ein Wort ein Wort, das dir hilft die Inspiration in dein Bild zu bekommen. Und plötzlich ist völlig klar was eine Bildintention ist. Dort hast du dein Herz aufgehängt und darum wächst das Bild.

Dafür musst du dir einfach nur ein bisschen Zeit geben und denke nicht zuviel. Folge einfach deinem Trieb beim malen und zeichnen, dann wird es Deins.

 

Liebe Grüße

Tine

Ich habe herbe Schelte wegen des Badehosenbäuchleins bekommen p.S. wir mögen euch so wie ihr seid 🙂

 

Der nächste Kurs ist erst nach der Sommerpause bei Boesner in Unterentfelden im Aargau:

https://www.boesner.ch/niederlassungen/unterentfelden/veranstaltung/spontan-locker-frei

Weiterlesen zu einem ähnlichen Thema?

Bildentwurf und deine Realität

Blick, Realität und Bildentwurf

 

Lavieren, lässige Wasserspiele mit Pinsel

Tine Klein watercolor, Aquarell rivert Spanien, lavieren

Ein ganzer Haufen Urban Sketcher hat sich in Spanien getroffen. Frei nach dem Motto: “Gute Motive brauchen ein bisschen Hausfriedensbruch” sind wir gerade unbefugt in ein altes Werksgelände eingedrungen.

Tine klein beim malen, lavieren

Jetzt zeigt sich wie unterschiedlich Menschen sind. Detlef und Nicola stürzen sich entzückt auf die Bagger.

Karin ist von den Rohrleitungen fasziniert. Ich mit meiner rosaroten Brille finde das die alte Chemiefabrik doch wirklich hübsch ist. Die fetten weißen Tanks funkeln in der Sonne und ich beschließe mein Skizzenbuch braucht ein Landschaftsaquarell, also heute mal ohne Stift.

Ich zücke den ganz fetten Pinsel und auf geht es. Mein Skizzenbuch ist 30 cm groß und mein Pinsel ist 4 cm gros. Kann das gut gehen?

Mit dem Farbe lavieren verhält es sich wie folgt:

Ich irre rum und finde meine Socken nicht, Christoph Colombus irrte sich einmal und fand Amerika.

Beim malen bin ich allerdings wie Columbus, ich vertraue auf den super Fehler.

Der Trick ist sich auf die Reise zu machen und zwar mit dem fetten Pinsel.

Farbeffekte beim Lavieren sind ein wenig Glücks abhängig!  Wer auf sein Glück vertraut, wird mit tollen Farben belohnt. Oft geben Irrungen und Wirrungen die besten Effekte, weil ungewöhnlich!


Farbeffekte mit Glück und etwas Spucke!


Tatsächlich klappt der Farbeffekt mit Spucke sogar ganz prima! Ich kenne einen sehr guten Aquarellisten der Spuckt regelmäßig auf seine Aquarelle verteilt um die Farbe zu variieren. Er war ziemlich erkältet, danach war jedes Aquarell ein Seuchenmutterschiff. Nach der ersten Faszination des Grauens, es sieht tatsächlich gut aus, es gibt ein ähhh, schönes Sprühmuster, habe ich mir zügig einen Platz weit weg gesucht.

Bis heute grüble ich ob das die Käufer wissen? Ich bevorzuge die Farbvariation mittels lavieren.


Interessante Farben durch lavieren


Lavieren kommt von lavare, Wäsche waschen. Es geht drum, dass man Farbe ins Wasser laufen lässt. In alten Aquarellbüchern wird lavieren als ein hochkomplizierter Vorgang bei dem gestochen scharfe Farbverläufe entstehen beschrieben.

Ich als Schwester des Chaos bevorzuge bevorzuge das Lavieren eher in der urbanen ” kipp- mal- zusammen Methode”.  Ich lasse Farben ganz unformell ineinander laufen.


Interessante Farbflächen


Der Laie versucht eine Fläche brav auszumalen, der Profi versucht die Farbe interessant zu machen.

Lieber ein tolles Bild als zwei Öde.

Man lässt eine feuchte Farbe zerfließen und interessant wird es, wenn man andere Farben mit einbringt.

Innerhalb einer Farbe oder bei verwandten Farben ist das überhaupt kein Problem, denn hier gibt es beim Eintropfen auf das Papier gar keine Probleme.

Im Bild seht ihr ja, ich laviere die Bäume alle in Grün,Blau und Gelb. So ist am absolut auf der sicheren Seite. Der Farbton verändert sich, das ist nichts was ein Bild zerstört!  Wer also anfängt auf dem Blatt zu mischen und nicht im Kasten  zu mischen sollte so anfangen.

Tipp für Anfänger , Farbe auf dem Blatt verändern:

Fläche einfärben, auf der Schattenseite etwas dunklere Farbe eintupfen, auf der Lichtseite Farbe mit dem Taschentuch wegsaugen. Trara und schon ist es interessant und räumlich!

 


Kontolle adé


Die schönsten Farbeffekte erzielt man, wenn man nass in nass Farbe ineinander laufen lässt, deshalb ist mein dicker Pinsel auch genau richtig. Vergiss die Kontrolle und lehn dich zurück und lass die Farbe machen!

Der beste Tipp ist: Farbe ineinander tropfen oder pinseln und dann:

Finger weg!

Denn die Pigmente müssen sich ganz natürlich verteilen können.

Läuft etwas aus dem Lot, dann lieber das Papier neigen und bewegen als mit dem Pinsel drin rumzurühren!

Oft weiß man nach der ersten Sekunde :

UPPS! Wasserfarbe ist ein Krimi!  Das war ein Mord! Dann bitte nicht zögern, sofort den Lappen drauf und die ganze Farbe aufsaugen.

Alles andere gibt unschöne Bremsspuren!

Nur die Ruhe:

Ein einmal gesetzte Farbeffekte brauchen Ruhe, dann können die Farben arbeiten.

Manche Farben spalten sich, das nennt man granulieren! Es sieht wunderschön aus. Andere Farben mischen sich oder stoßen sich ab. Das entsteht durch das unterschiedliche Gewicht der Pigmente.

Faustregel: Man darf so lange in der nassen Farbe arbeiten, bis sie anfängt zu trocken, ist kein Wasser mehr da in dem die Pigmente schwimmen können, dann gibt es unschöne Bremsspuren.


Wirklich keine Kontrolle? Die Macht des Gefühls!


Viel Wasser macht tolle Farbeffekte, aber je nasser das Papier ist desto unkontrollierbarer ist die Farbe. Die Kontrollierbarkeit der Farbeffekte entsteht mit Erfahrung und viel Gefühl.

Aber wie erreicht man das? Der eine Tipp ist abwarten, denn die Farbe darf nicht ultra nass sein, dann zerfließt alles.

Aquarellbücher sagen: Nimm den dicksten Pinsel mit Naturhaaren den du kriegen kannst und sauge so viel Farbe und Wasser auf wie du kriegen kannst!

SToooopppp das ist Bullshit!

Diese Anweisung stammt noch aus einer Zeit in der ganz ordentliche Farbverläufe auf riesigem Papier modern waren! Und seither schreibt es jeder ab!

In kleinen Formaten  machen sich dicke Synthetik Pinseln gut, weil genug Wasser für die notwendige Feuchtigkeit da ist und zu wenig Wasser für Überschwemmungskatastrophen.

Dicke Kolinskypinsel setzen Skizzenbücher unter Wasser, dann ist kein kontrolliertes lavieren möglich!

In kleinen Formaten sind dicke Synthetikhaarpinsel und Taschentücher die wichtigsten Accessoires zum lavieren, denn  Taschentücher dämmen Überschwemmungen ein und schützen weiße Flächen!

 

Liebe Grüße ins Wochenende Tine

Jetzt muss ich Gas geben, die anderen sind schon fertig.

Detlef war auch mal wieder dabei, ist immer schön in seinem Skizzebuch zu stöbern: hier zu einem älteren Artikel:

https://blog-herz-der-kunst.ch/im-skizzenbuch-stoebern/

 

 

Zu blass! Aquarellfarben aufhübschen!

 


Hilfe meine Farbe gibt Widerworte


Diese Farbe gibt Widerworte! Wahrscheinlich habe ich nix Besseres verdient.

Aquarellfarbe kann zickig sein. Die Farbe blüht aus, ist nicht zu stoppen wenn sie nass ist, sie kleckert und sie hat nie die Farbe, die man eigentlich malen wollte.

Das alles kann einen irre machen oder glücklich!

Doch richtig fade wird es, wenn Aquarellfarbe oder Wasserfarbe zu blass ist.


Blöderweise malt man Aquarellfarbe oft mit angezogener Handbremse, dann wird sie langweilig


Weil die Farbe so exzentrisch ist, wird sie oft mit angezogener Handbremse gemalt. Wenn man der Aquarellfarbe die Zügel zu doll anlegt, dann wird sie blass und ausdruckslos, und so ist sie dann zu der Spießerfarbe schlechthin verkommen.

Wem von uns ist das nicht schon passiert: Das zu blasse Aquarell? Dann bloß nicht ärgern, denn es gibt tolle Lösungen!


Aquarellfarbe aufhübschen liegt voll im Trend!


Aquarellfarbe ist keine Spießerfarbe mehr, mit der Welle der Illustratoren kam viel frische und freche Kunst in Umlauf.

Grade diese Illustratoren arbeiten mit Wasserfarbe ganz anders. Sie wollen ihre Kunstwerke nicht an die Wand hängen sondern drucken. Sie hübschen ihre Aquarelle mit bunten Tinten oder Ecoline, einer leuchtenden flüssigen Wasserfarbe, auf. Leider zersetzen sich diese künstlichen Pigmente oft am Licht.

Merke: Flüssige Wasserfarben  und viele Tinten sind nicht lichtecht! Hände weg außerhalb des Skizzenbuchs!


Falsch verarbeitet werden Aquarellfarben blass!


Meist liegt es an der Verarbeitung, wenn Aquarellfarben zu blass werden.

Tipp 1:

Ansprühen! Wer seine Aquarellfarben vor dem Malen mit Wasser ansprüht, erleichtert das Lösen der Pigmente enorm, sie werden viel strahlender.

Tipp 2:

Wasserfarbe bzw. Aquarellfarbe braucht viel Wasser um ihre tollen Effekte zu zeigen!

Doch dann wird sie blass, denn nass wirkt die Farbe viel intensiver! Wer schon mal am Meer oder in einem Bergbach tolle Steine gesammelt hat, kennt den Effekt, solange es nass ist strahlen die Farben! Zuhause ist die Enttäuschung groß! Die Steine sind trocken einfach grau!

Also kräftig übertreiben, irgendwann weiß man wie es hinterher aussehen wird!


Pimp it Baby! Bilder mit Aquarellstiften aufpeppen


Auch bei Aquarellstiften muss man aufpassen, nicht alle sind lichtecht. Das Einzige was hilft ist es eifrig die Packungen zu studieren. Im Wesentlichen unterscheiden sich die Stifte durch Härte und Löslichkeit.

Ich habe mal auf der philippinischen Insel Boracay gelebt. Bilder gibt es nicht mehr, das Material war nicht lichtecht! Ich hab das Gefühl ein Jahr meines Lebens ist gestorben! Das passiert mir nie wieder!

Probiert die Aquarellstifte im Fachgeschäft aus! Ich liebe Weiche, denn mit denen kann man auch gut zeichnen.

Stellt beim Kauf kritische Fragen:

  • Lichtechtheit
  • Pigmentstärke
  • Transparenz

 


Nasser oder trockener Stift: beides geht


Wer glaubt ein Aquarellstift sei ein Aquarell der täuscht sich.

Das trockene Verstärken der Farben wird Anfängern am leichtesten fallen! Ich finde es am hübschesten wenn man bei Flächen nicht aufdrückt wie verrückt, denn harte Linien machen sich nicht gut im Aquarell! Der Trick ist den Ton der Aquarellfarbe ganz langsam zu intensivieren.

Unauffällig verstärken kann man am besten mit Farbschleierern ohne große Linien über die Farbe zu legen!

Aber auch das Zeichnen in Aquarellen sieht toll aus.

Ist man zu schlampig können deutlich sichtbare Striche zum Ärgernis werden, denn auch wenn man es will, sie lösen sich nass nicht wirklich auf.

Aber wer sagt das sich Striche immer auflösen müssen? Nachteile sind oft echte Vorteile, denn gewusst wie ist es ein schöner Effekt: Siehe Punkt 1:

Merke: Auch mit Wasser darf der Strich nicht Krickelkrakel sein, denn man sieht die Striche immer ein bisschen.

Echt Klasse ist es, wenn die Aquarellstifte lasieren, also transparent sind, dann sieht man das Aquarell hindurch.  Bei Punkt 2 sieht man, das das Aquarell unter dem Stift die Hauptrolle spielt!

Der nächste Haken ist das Steuern der Farbintensität, was trocken noch harmlos ausschaut, kann nass regelrecht explodieren, denn die Pigmente entwickeln Kraft wenn sie gelöst werden! Siehe Punkt 3: Der Giebel sollte blau werden, wirkt aber schnell schwarz, damit kann mann Zeichnungen sehr schnell verderben! Oder sehr schnell zu echten Hinguckern machen!

Auch aus ganz blassen Aquarellen kann man noch echt viel rausholen! Selbst ganze Flächen können farblich verändert werden. Nr. 4 zeigt den Unterschied von gepimpt zu unberührt.


Praktischer Helfer


Ich habe etwas entdeckt was echt Klasse ist!

Aufhübschen von Aquarellfarben Tine Klein mit Stift Palette

Es gibt raue Paletten, auf diesen kann man den Stift abreiben, die sind ein wenig wie Schmiergelpapier! Mit Wasser und der Plastikpalette wird der Stift zur echten Aquarellfarbe! Nicht nur auf Reise extrem hilfreich.

Liebe Grüße ins Wochenende Tine! Ich hoffe ich konnte helfen!

Mehr über leuchtende Farben lesen?

strahlende Farben durch Dunkelheit

 

 

 

 

 

Licht ist meine Lieblingsfarbe!

Auf dem Tisch der Taverne liegt das griechische Licht in meinem Skizzenbuch!


Gerade nach einem langen Winter kann ich sagen: Licht ist meine Lieblingsfarbe!


Heute habe ich Urlaubsbilder angesehen und eines gefunden, was ich auch kurz bevor es fertig war fotografiert habe. Was noch fehlte war der Schatten und der letzte Schliff.

Eine super Gelegenheit euch zu zeigen, was passiert wenn! Denn Strahlen will gelernt sein.

Einer der häufigsten Fehler in Bildern ist der Umgang mit Licht und Schatten. Die meisten Zeichner und auch Maler haben am Anfang Angst vor dem Schatten, doch dann stellt man schnell fest, dass alles nlass und grau wirkt.

Licht und Schatten sind ein Team, so wie guter Bulle und Böser Bulle, ist es ein Trick. Licht und Schatten arbeiten hinter der Kulisse heimlich zusammen.

Wenn wir das  vergessen, dann fangen wir das Licht nicht!


Lass es strahlen!


Wir malen oft wundervolle Bilder, doch in unserer Angst etwas falsch zu machen, trauen wir uns nicht die Dunkelheit in ein Bild zu setzen.

Zu oft haben wir erlebt, dass ein Bild durch schwarz ekelhaft vergraut! Aber ist diese Vorsicht richtig? Denn ohne echten Schatten sieht es so aus:

Tine Klein malen lernen Anleitung Licht und Schatten Kuppeln Santtorin

Tine Klein Tutorial Licht und Schatten


Der Schatten macht einen Unterschied wie Tag und Nacht!


Vergleich einmal diese beiden Bilder, sie sind zu 90 Prozent identisch! Ich habe das Bild fotografiert als ich mit der Verdunkelung anfing! Stört euch nicht an den kleinen Farbunterschieden, ich habe beim ersten Bild die Tonwerte heruntergeregelt um Euch zu zeigen was passiert, wenn man sich nicht traut.

Man sieht ganz deutlich! Keine Unterschiede im Licht! Also auch kein Strahlen.

So wie im ersten Bild kolorieren 90 Prozent der Anfänger und auch viele der Fortgeschrittenen ihre Bilder. Haltet ihr das für eine gute Idee?

Beim 2. Bild habe ich nur alles Dunkle deutlich abgedunkelt. im Himmel eine dunkle Lasur hinzugefügt und schon entsteht das griechische Strahlen.

Braun und schwarz erzeugen die nötigen  Kontraste, denn da wo die Sonne scheint, gibt es auch starken Schatten.


Was sind eigentlich Tonwerte?


Bei Tonwerten geht es um Hell und Dunkel. Es ist sozusagen der Lichtwert einer Farbe!

Kontrast ist ein deutlicher Tonwertunterschied!

Habe ich mindestens 3 dieser Tonwerte, dann entsteht in einem plötzlich Bild Räumlichkeit und Strahlkraft.

Schaut mal bitte ins erste Bild seht ihr wie flach und grau es im Vergleich zum 2 Bild wirkt? Insbesondere an der Kuppel sieht man es.

Tipp: Denke gleich daran eine Farbe gleichzeitig in Hell und Dunkel zu verwenden.

 


No Risk no Fun!


Will man wirklich ausdrucksstarke Bilder, dann darf man nicht nur im  mittleren Tonwert bleiben.

Das ist nicht  Sicher! sonder sicher Langweilig!

Nur wer Licht und Schatten vereint, wird charaktervolle Bilder erhalten! Jedoch birgt der Einsatz von schwarz in Bildern immer ein hohes Risiko!


Schwarz – entschmuddeln


Hast du den Unterschied gesehen? Der ist doch Wahnsinn! Also trau Dich! Taste dich an den Schatten heran, denn sonst wird in deinen Bildern niemals die Sonne scheinen.

Tipp: Benutze niemals Schwarz!

Wenn du die Erfahrung gemacht hast, das deine Bilder durch den Einsatz von Dunkelheit hässlich werden, dann hast Du recht!

Schwarz sollte niemals schmuddelig schwarz sein, sondern einen deutlichen Farbeinschlag haben. Ich benutze entweder rotbraun das durch Sepia fast schwarz wird oder Neutral Tinte von Schmincke, das ist ein Schwarz was fast Lila ist.

Kommt mir das Schwarz im Bild immer noch schmuddelig vor, dann gebe ich noch rot, violett oder blau hinzu.


Keine Farbe ist jemals einfarbig! Meine Lieblingsfarbe ist das Licht!


Der Trick ist jedoch die Farben ganz deutlich in der Lichtstärke, der Helligkeit und Dunkelheit zu variieren!

Phataloe Blau teilweise gemischt mit Türkis und Delftblau, also Abweichungen  ins Helle und ins Dunkle. Rotbraune Tinte variiert mit schwarz-brauner Sepia Tinte, das gleiche Prinzip von Hell und Dunkel.

Wichtig ist, das es jeweils helle,mittlere und dunkle Farbtöne gibt! So werden Farben nicht nur strahlend sondern auch plastisch.


Schütze zuerst das Weiß


Viele meiner Schüler empfinden es als eine Pflicht auch noch das letzte Stückchen Papier zu übermalen und das macht ihre Bilder trist.

Sei ein Wächter des Lichst!

Wir brauchen Flächen, die das Licht reflektieren, deshalb arbeite ich so gern mit Füllhalter, denn so komme ich ganz nah an die Helligkeit mit meiner dunklen Tinte, ohne die Gefahr das Weiß zu verlieren.

Ich zeichne wie in diesem afrikanischen Sprichwort:

“Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.”

Ganz herzliche Grüße ins Wochenende

Tine

Demnächst gibt es in Zürich eine kostenlose Vorführung rund ums Sketching- und Aquarellmaterial. Ich zeige, was ich benutze und erkläre auch warum. Wer Lust hat darf einfach kommen. Wer Probleme oder Fragen hat, ist ebenfalls herzlich eingeladen zu fragen.  Ich bin den ganzen Tag für Euch da und freue mich euch mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Zwischendurch werde ich immer mal wieder etwas Vorführen und Zeichnen, das wird ein spannender Tag! Ich freu mich schon auf Euch.

Liebe Grüße Tine

Hier geht zu Zumstein
Samstag, 8. April 2017 / 10 – 16 Uhr
Ort: Rennweg 19, 8001 Zürich

 

Weitere Artikel über Licht:

Wissen über Aquarellfarbe

 

 

 

Mogeln mit Marker adé Abdeckflüssigkeit


Abdeckflüssigkeitsphobie und Heilungsmöglichkeiten


Das Thema ist heute Licht und Reflexe in Skizzen. ich habe eine Abdeckflüssigkeitsphobie, allein schon weil sich das Wort so ekelig anhört.

Ich bekenne, ich als spontaner Zeichner werde sofort psychotisch, wenn es um Abdeckflüssigkeiten geht. Lichter sind aber wichtig für tolle Bilder, deshalb war ich auf der Suche nach anderen Möglichkeiten.


Abdeckflüssigkeit ist kleberig und unpraktisch


Abdeckflüssigkeit ist der Antichrist der Spontanität, das Zeug ist draußen einfach unpraktisch. Zuerst einmal macht die Abdeckflüssigkeit den Pinsel kaputt oder du musst Reinigungsflüssigkeit mitschleppen. Dann braucht das Zeug unglaublich lange zum trocknen und wenn man es abrubbelt, schaut alles anders aus als gedacht.

Kurz um ich habe eine Abdeckflüssigkeitsphobie

Allerdings wird Abdeckflüssigkeit neuerdings auch als Marker angeboten, darauf habe ich mich sofort gierig gestürzt.  Mein erster Versuch war ein totaler Fehlschlag. Ein schnell verklebter Stift, dessen Strichstärke offensichtlich irgendwo in der Hölle ausgewürfelt wurde. Wahlweise lief der Stift aus oder er malte nicht.


Die kostenlose und schönste Lösung ist Aussparen


Ich male das große weiße Haus, in dem ich den Himmel male. Selbst wenn ich jetzt total kleckere, ist das sogar gut, denn es verbindet mein Haus mit dem sonnigen Himmel. Die Technik ist extrem einfach, denn man muss überhaupt nicht super genau sein.

Aussparen ist die beste und die smarteste Möglichkeit, es braucht halt ein bisschen Übung, bis man merkt, dass man dabei ganz entspannt und nicht super genau arbeiten muss.

Tine Klein Zürich Schipf, Experimente mit weißem Marker


Lass die Kanten reflektieren!


Ich kenne uns ja ganz genau! Was ist das größte Problem? Ja, genau mal wieder alles zugemalt! Und jetzt ist das ganze Bild zu trist.

Kanten, metallische Dinge oder Fenster sollen genauso wie in der Natur Licht reflektieren, denn dann sehen Bilder großartig aus.

Es ist eine extreme Erleichterung, wenn man ein Fensterkreuz mal eben schnell mit dem Stift ins Aquarell malen kann, dafür gibt es eine sehr einfache und prima Lösung: Gelstifte oder Marker.


Marker und Gelstifte fürs Aquarell


Grade ich als sehr schneller und spontaner Maler bin über die Marker dankbar,ich muss nicht alles planen.

Natürlich donnerte sofort einer meiner Kollegen in der Akademie, dass dies doch keine saubere Aquarellmalerei sei, so was hätte Turner auch nicht gehabt! Das ist Mogeln!

Manchmal setzen sich Dinge einfach durch, weil sie extrem praktisch sind.

Lieber Reto, Turner war auch kein ewig Gestriger, der wäre auch froh gewesen ,wenn er auf das Wasserklosett gedurft hätte, anstatt in den Nachttopf zu pinkeln.

Diese Stifte erleichtern einem einfach das Leben, sie werden sich durchsetzen.


Qualitätsunterschiede wie Tag und Nacht!


Leider gibt es viele Stifte auf dem Markt, die sich auf keinen Fall als Kunstmaterial eignen. Viele Stifte trocknen schnell oder haben einfach keinen stabilen Tintenfluss.

Diese Stifte fallen vorzugsweise mitten im Bild aus. Der Grund sind Luftblasen im Pigmentgel, auch Kleine reichen und der Stift ist kaputt, denn sie lassen sich durch Schüttel nicht entfernen. Tipp: Guckt euch beim Kauf die Mine an.


Die positiven Beispiele, Qualität macht sich bezahlt


Wenn die Stifte mitten im Bild ausfallen raub mir das den letzten Nerv, ich werde aus dem Arbeitsfluss geworfen.

Gefunden habe ich beide positiv Beispiele durch Mundpropaganda.

Bis dato war mein Favorit der Signo Gelstift, den gibt es hier in der Schweiz oft in der Büroecke im Supermarkt und er ist wirklich das weiße Einhorn unter den Gelstiften.

Er ist zuverlässig und fällt nicht aus bis er wirklich leer ist.

Gelstift Alternative zum zur Maskierflüssigkeit, Tine Klein

Ist das Papier trocken malt er zuverlässig. Leider wird der Signo nicht wasserfest.

Deshalb habe ich weitergesucht, bei einen Drink and Draw in München dieser Stift in die Hand gedrückt wurde:

Der Molotow Marker: mein neuer Geliebter

Den Molotow bekommt man nur im Fachgeschäft, denn es gibt beeindruckend viele Austausch- Minen, dass war der Grund warum ich endlich gefunden habe, was ich brauchte. Im Fachgeschäft wurde die dicke Filzmine durch eine hauchfeine Metalmine ausgetauscht, dadurch verwandelt sich der Marker in ein Präzisions-Werkzeug der malerischen extra Klasse.

Ohne die Mundpropaganda hätte ich mir den Marker nicht mal angesehen.

Der Umbau des Stifts lohnt sich, er macht dann hauchfeine Linien. Die Spitze heißt Special Tech Spitze. Die Minen könnt ihr euch am Ende des Artikels ansehen.

Den Signo und den Molotow one 4all hatte ich im Dauereinsatz, beide decken, trocknen und sind allzeit bereit. Der Molotow ist allerdings in der Anwendung noch deutlich brillanter, dieser Marker ist ein echtes Kunstmaterial, das Acryl wird wenn es trocken ist wasserfest.

Dennoch einen Harken hat der Molotow, die Mine muss regelmäßig ausgetauscht werden den das Acryl verstopft sie regelmässig, deshalb kauft man die Mine auch im Dreierpack.


Nicht mit der groben Kelle!


Jedoch eine kleine Warnung:

Viel hilft nicht viel!

Hier seht ihr  den Molotow oben an der Dachkante des weißen Hauses und am Kamin stark deckend eingesetzt, an der Dachkannte reflektiert es am meisten.

Wenn man die Stifte zu dick einsetzt, wirkt es künstlich. Mit der feinen Spitze, fügt sich der Marker fast unmerklich ins Aquarell ein.

Falls Dein Stift nicht weiß wirkt, liegt es meistens nicht am Stift, es kann an fehlender Dunkelheit liegen. Besonders Klasse wirken die Marker auf extrem dunklen Farben. Der Molotow deckt auch mit sehr feinen Linien. In den Fenstern und auch beim Geländer habe die Linien mit Wasser angelöst, es sollte nicht nach Stift aussehen, sondern ganz natürlich wirken.

Im orangen Haus habe ich größere Flächen ausgespart, aber alle Reflexe mit dem weißen Stift gesetzt. Es würde komisch ausschauen, wenn man alles mit dem Stift übermalt. Gerade das Wechselspiel zwischen Papierweiß und Stift erzeugt die Illusion von Licht Reflexen. Die zarte Spitze des Molotow gefällt mir so gut, weil ich ganz genau bestimmen kann wie die Acryltinte des Stiftes fließt.

Im Schatten gibt es kein Bling Bling! Leider!

Im Schatten bei den Statisten will ich keine auffälligen Effekte, hier benutze ich den Marker in der noch feuchten Farbe und lasse ein paar Tupfen zerfließen, so entsteht die Andeutung von Butzenscheiben.

Tine klein Skizze mit weißem marker


Verarbeitungshinweise


Übrigens die Stifte zeichnen nicht gut, wenn der Untergrund nass ist. Präzise Linien entstehen nur auf trockenem Untergrund. Der Einsatz in der feuchten Farbe erzeugt sanfte Effekte, deshalb ist das setzen der Lichter im Bild der letzte Schritt.

Ich hab mich für das Mogeln mit Marker entschieden!

Bitte schreibt Eure Erfahrungen, oben unter dem Titel findet ihr die Kommentare. Was könnt ihr zum Thema Licht und Reflexe beitragen und empfehlen? Hat schon Jemand einen Marker mit Abdeckflüssigkeit entdeckt der toll ist?

Ich wünsche Euch ein tolles Wochenende und freue mich auf eure Beiträge

Herzliche Grüße aus Zürich

Tine

Nachtrag: Ein Jahr später bin ich immer noch überzeugt allerdings stelle ich fest das man die Minen immer wieder austauschen muss. Denn liegt der Marker eine Zeit verklebt die Spitze. Mittlerweile arbeite ich wieder mit Feder und weißer Tinte.

Minen bei Molotow

 

Mehr lesen zu ungewöhnlichen techniken?

Schriftentransfer im Skizzenbuch

Menschen zeichnen und die richtige Proportion


Wie groß sind eigentlich 1,70 dahinten in meinem Bild?


Tine Klein, Aquarell, Skizze. Menschen zeichnen, Zeichnen lernen, kolorieren

Tine Klein schnelle Skizze mit Aquarell und I-Pad

 

Diese Woche stellte eine Schülerin von mir eine sehr schlaue Frage:

Wie groß muss ich eigentlich Menschen  in meinem Bild zeichnen?  Der Schüler neben ihr brummt: Zwischen einem Meter Sechzig und einem Meter Achzig, und grinst schelmisch.  Was natürlich mal wieder bewiesen hat, dass es keine dummen Fragen gibt, sondern nur blöde Antworten!

Jetzt steht die Frage im Raum : Wie groß ist ein Meter und Siebzig Zentimeter dahinten im Bild? Also sprich, wie groß muss ich Menschen zeichnen?

Das ist natürlich irgendwie irrsinnig….normalerweise antworte ich auf die Frage: “Wie groß muss ich einen  Mensch zeichnen?”:

Na, der Kopf muss durch die Tür passen!

Klar, ich bin da ziemlich praktisch gestrickt, da wo wir Menschen im Bild zeichnen, muss er zu der Größe der Autos und der Türen passen. Das ist die verrückte Welt der Zeichenlehrer. Ich grinse; man macht sich das Leben schwer, wenn man um zu viele Ecken denkt!

Aber selbst wenn das nicht passt, wie unten, sieht ein Bild mit Menschen immer eindrucksvoller aus als ohne:

Tine Klein, Aquarell, Skizze. Menschen zeichnen, Zeichnen lernen, kolorieren

Tine Klein Zürich Unterstadt Aquarell und I Pad

Jetzt aber gucken mich 10 Leute höchst interessiert an und fragen ja wo ist den so 1,70 genau im Bild!

Die Frage ist ein bisschen irre, jedoch sehr sehr gut, denn bei Menschen scheint die Perspektive ja viel kniffeliger als bei Häusern. Wir haben ja keine Hauskante, die man mal eben auf den Fluchtpunkt durchziehen kann. Da passiert es wie hier schnell mal, dass einer der Menschen ein wenig zu groß ist:

 


Drei-Dimensional


Die Frage ist wirklich super gut, denn wir wollen ja auf einem 2 dimensionalen Blatt die Illusion von Tiefe entstehen lassen. Wir brauchen also einen Vordergrund, einen Mittelgrund und einen Hintergrund und überall haben die Menschen im Bild eine andere Größe.

Da wir die Menschen ja nicht fluchten können, wissen wir nur das die Menschen im Hintergrund kleiner sein müssen und im Vordergrund viel größer und detaillierter.

Ist es ein Mysterium oder wissen wir doch mehr?


Die Augenhöhe hilft immer


Wer den Blog öfter liest, weiß es jetzt schon mehr. Die Augenhöhe ist die exakte Höhe deiner Augen beim Zeichnen. Sie ist in den meisten Büchern als Horizontlinie beschrieben.

Die Augenlinie ist so hilfreich weil, es auf ihr keinerlei perspektivische Verzerrung gibt. Um das jetzt mal vom Fachchinesisch zu übersetzen, alle köpfe sind im Bild brav aufgereiht, wie die Wäsche an der Leine.

Deshalb ist es so super praktisch Menschen perspektivisch zu malen, wenn wir selbst stehen!

Schau mal oben im Bild; die Köpfe sind ja nach Körpergröße alle mehr oder weniger auf einer Linie.


Die Köpfe der Menschen in einem Bild sind auf gereiht Vögel auf dem Stromkabel


Dies macht es in Bildern sehr einfach, die Menschen werden zwar in der Entfernung kleiner, die Köpfe bleiben aber auf einer Höhe.

Tine Klein, Aquarell, Skizze. Menschen zeichnen, Zeichnen lernen, kolorieren

Tine Klein, Aquarell, Straßenszene Zürich

Selbst wenn die Proportion mal nicht ganz richtig ist, sieht es immer irgendwie passend aus wenn die  Köpfe auf einer Höhe sind. Die kleinen Höhenunterschiede entstehen durch die unterschiedliche Größe der Menschen in dem Bild.

Du musst dich also nur grob an die Proportionen halten. Ober- und Unterkörper sind gleich lang und schon passt es.

Achtung, dies gilt nicht wenn du auf dem Fußboden sitzt, dann sind alle Kniescheiben auf einer Höhe! Nur schön für Sitzriesen oder Knie-Fetischisten !


Hilfe, ich hab einen Alien gesehen!


Der häufigste und scheußliche Fehler in der Anwendung dieses praktischen Phänomens ist, dass die Zeichner die Köpfe nicht schrumpfen. Achte also beim Menschen zeichnen auch darauf, dass wir alle die Neigung haben Köpfe zu groß zu zeichnen, das passiert ganz leicht und sieht sehr merkwürdig aus. Du wirst sehen, das passiert fast jedem! Auch mir manchmal! Wenn ich solche Bilder sehe, muss ich lächeln, da kommen ganze Raumschiffe mit Hunderten von von ET´s und gehen bei uns in der Fußgängerzone einkaufen! Wie cool ist das denn?

Viele Liebe Grüße ins Wochenende

Tine

Seid letzter Woche kann man sich im Blog anmelden, so erhaltet ihr eine Email, wenn der Blog veröffentlicht wird.

 

 

Tine Klein spricht mit Ian Fenelly

Tine Klein talks with Ian Fenelly


Eine Zeichnung wie Musik

A drawing like Music


This is a belingual Blog, please have the goodness to forgive me that English ist not my mother language. The English parts are written in grey color. Hugs from Zürich by Tine. 

Ich liebe Urban Sketching, einerseits, weil das schnelle Zeichnen mich gut und glücklich macht, aber es gibt noch etwas was mich viel mehr entzückt. Es sind die tollen Menschen und die wundervolle Kunst, die man entdeckt. Es hilft mir über meinen kleinen Tellerrand hinauszuschauen.

Einer dieser Funde ist Ian Fenally und Euch heute seine Kunst zu zeigen, lässt mich strahlen!

I love urban sketching because drawing all the time makes me better and happier. There is one thing which makes me more delightful, it´s to find wonderful people and wonderful art. That is worth a lot because it helps me to expand my horizon. One of this finds is Mr. Ian Fenelly and  I am happy to show his art to you!

by Ian Fenelly thanks from Tine Klein

by Ian Fenelly 

Vielleicht siehst du jetzt ja auch warum mich Ians Zeichnungen an Musik erinnern! Maybe you see now why Ians drawing are music for me?


Ian hat einen völlig unverwechselbaren rhytmischen Zeichenstil!

Ian´s style is like rythm!


Für mich sind Ian´s Zeichnungen wie Notenblätter, sie bringen mich zum Klingen. Ein Rhythmus bei dem ich mittanzen muss! Die Zeichnungen inspirieren mich für meine eigene Kunst. Ich sehe eine Zeichnung von Ian und will sofort zum Stift greifen und mitmachen!

Ian Fenelly has a unique and distinctive drawing style. His style is very dynamic and it reminds me of very good music. For me the drawings are like sheets of notes. It inspires me to make my own music but I want to dance with it. I see one of Ians drawings and I want to draw directly myself!

Ians Zeichnungen sehen so leicht und gleichzeitig perfekt aus. Ian sagt allerdings etwas ganz anderes über sich selbst:

Ians artworks look so easy and perfect, you have the feeling that everything is done with a lot of easiness. But Ian tells a complete different story:


Es ist ein spannender Kampf – It is an exciting battle!


Ian : When I paint, the subject is just the starting point; it’s the battle on the paper that’s really exciting. Colours, shapes, lines and patterns are all jockeying for position, while the water flows within the textured grooves of the heavy Fabriano paper. This is what’s really exciting. The image will inevitably come through, sometimes in spite of my efforts, because it’s painting itself that really inspires me.

Ian beschreibt seine Arbeit als spannenden Kampf aus Farben, Umrisse, Linien und Mustern, alles muss seinen Platz finden.

Na, der Kampf hat sich auf jedenfalls gelohnt –and this Battle has really paid off. 


Muster, Farben und Texturen

Colors, Pattern and Textures


by Ian Fenelly thanks from Tine Klein

 

Die Muster, Farben, Texturen Linie sind wirklich unglaublich. Achtet mal links auf die Backsteine. All das mischt sich etwas Spannenden und Frischem, deshalb sehen Ians Zeichnungen so ungewöhnlich aus. All this patterns, colures, lines and ornamants mix to something new!


Spass – Happiness


Spaß hab ich übrigens sehr oft, wenn ich Ians Zeichnungen anschaue, die Wölkchen hängen doch wie Wäsche auf der Leine, deshalb muss ich grinsen: I still can’t help grinning, seeing little clouds hanging like laundry on the line. 

by Ian Fenelly thanks from Tine Klein

by Ian Fenelly Old Dee bridge

Ians Zeichnungen haben wirklich was von Musik, was denkst Du?  Wölkchen und Brückenbögen schlagen den Tackt. I can´t help, it reminds me off music. The little clouds give the beat.


Spielerische Elemente –Playful Elements


Mir fällt jedes Mal auf, wie abwechslungsreich die Zeichnungen von Ian Fennelly sind. Gekritzelte Wellen verbinden sich harmonisch mit den schönen Mustern des Gesteins und werden auch noch durch einen farbigen Akzent im goldenen Schnitt so richtig aufgepeppt. I really like the variety of drawing challenges Ians shows, the doodles of the waves, the the pattern and the textures of the pavement and last but not least the colorful accent.

by Ian Fenelly thanks from Tine Klein

by Ian Fenelly Albert Dock


Zauberhafte Ornamente -enchanting Ornaments


Überhauptsind diese hübschen Muster und Elemente Klasse, gerade weil die Ornamente so liebevoll gezeichnet sind, das inspiriert mich enorm! I love this sweet patterns! This lovingly drawn ornamets are so beuatiful, it inspires me!

by Ian Fenelly thanks from Tine Klein

by Ian Fenelly Walker Art Gallery, Liverpool

Die ausdrucksstarken Karomuster finde ich toll, nicht nur weil sie dekorativ sind, sondern auch weil sie die Bilder so plastisch und räumlich machen.

I also like the square patterns, they give depth and perspective as illusion. 


Ian Fennellys Kunst is aus keinen Fall langweilig!  – Cerntainly not! boring


Auf jeden Fall kann ich versprechen mit Ian Fennelly´s Zeichnungen wird es nicht langweilig!

by Ian Fenelly thanks from Tine Klein

by Ian Fenelly Mathew Street

Denn Ian erzählt Geschichten mit seinem Stift! Ian is telling stories with the pen.


Hier noch ein kleiner Tipp  von Ian Fenelly:

Ian sends us a special tipp:


I’m drawn to the urban environment, where people interact with the busy spaces that surround them. I try and draw people without actually putting them in – partly because they never keep still. I love location drawing as it enables me to record the experience of being in a busy space. I generally begin with a watercolour wash to break up the space in front of me. This establishes the broad shapes of my composition and also creates tonal depth. Then I work on top of this with brush pens and fine liners – adding the texture and detail to the subject that surrounds me. Eventually, if I am lucky, it will be complete. In between all this I’m constantly jumping around, bouncing up and down, nipping to the toilet or buying a coffee and cake. It’s the process, the involvement in creating an image, the human element, that matters.

Vielen lieben Dank an Ian Fenelly! Auf jeden Fall möchte ich mal alle motivieren: “Zusammen zeichnen ist toll.”  Einen Blick nach links und rechts zu werfen, kann manchmal ganze Welten öffnen. Himmel, warum bin ich da nicht selbst drauf gekommen? Na, weil jeder Input braucht!

A very big thanks goes out to Ian. I want to motivate you all to draw together, we all need input and is like a universe opens when we look at us.

Viele Liebe Grüße ins Wochende

Tine

P.s.: Seit letzter Woche könnt den Blog abonnieren, dann bekommt ihr ihn auch wenn ich ihn mal nicht lauthals ankündige. Schaut mal ganz oben rechts an der Seite (in der Sidebar)

Find Ians wonderful art here:

facebook@fennellyart

instagram@ianfennelly

Merry X-mas and a happy New Year


I have an unusual christmas present for you, it is a view


See through the glasses of lots of wonderful artists….Thank you so much for this wonderful experience!

Most people think that an eye is just an eye but the eye is our window to the brain. The human brain is the most complex arrangement of matter in the known universe and it is the only part of the brain you could see.

To share an artwork is much more than to share a small drawing, it is the only way to share a vision to see through the eyes and with the brain of another person. An artwork is the only way to share an inner vision and therefore drawing brings you together in a wonderful way .

My Name is Tine Klein and this is my Christmas gift for you, I collected wonderful views of amazing creative people.

Seeing 500 people drawing was amazing and impressive. The sketchers are a community founded by the power and the joy of collective creativity.

By all communalities and similarities between the artists the reason what makes art exciting and thrilling are the differences between us!


We do the same, we love the same and we create something totally unique!


A view says more than thousands of words…..

A view is something spectacular. Science knows today that eyes are not only eyes, eyes are a part of the brain and so we share with every drawing secret parts of our personality.

 

That makes me happy, I learn so much while I am looking through the eyes of different people.

Seeing them sketching the same subject makes it very clear that there are thousands of wonderful ways to see the world.

Lots of sketchers feel unsure about their own art, about what is right and what is wrong?

But to tell the truth there is no safe side in art.

Look through the glasses of some fascinating creative personalities from all countries, this helps greatly to understand that art is free.

I hope that you can see clearly that the world is a big and colorful place and you have countless possibilities.

Please see the artworks in a special way, use the opportunity to see a situation from another’s point of view. See there are thousands of wonderful ways to do sketch it.

See how wonderful different the view of people is. Please look without criticism. Do not judge like this one is better like that one. All this sketches are step stones on the same way of art.

Art and sketching is a way, you start and you never stop to learn. Everyone stands just on another point of view.

It is like a living and growing tree with lots of branches and ramifications in all directions.

Your point of view is a treasure…we need your view.


Sketch and feel free! Nothing is predetermined


Lynne Chapmann

Lynne Chapman Palace Hotel Manchester

This is Lynn’s amazing work: She wrote “Stayed overnight in Manchester. The sun was so lovely I had to grab this quick painting of the hotel, before starting work this morning.”

https://lynnechapman.blogspot.ch/


A view depends on your mind


What have <i learned? It was raining and cold….let the sun shine into your soul….

I was so overwhelmed by my first symposium that I passed the hotel 3 times until I realized that there is an amazing view.

Krystyna Prus Szczepanowski Dislich

Krystyna Prus Szczepanowski Dislich palace hotel Manchester: Blog.Herz-der-Kunst.ch

Krystyna wrote: “One of the last sketches I made in Manchester: the iconic Palace hotel. I feel that I’ve learned so much from all of you!”

Find Krystinas Art here:  www.facebook.com/krystynaszczepanowskiwatercolours

I feel the same: Seeing through different eyes helps me to find my way. We are all fascinated by the same things but what we actually really see is largely determined by our special personality.

 


A bit of overstatement is fine for things we love


Rosario Félix

Rosario Félix, Palace Hotel Manchester, Bolg-Herz-der-Kunst.ch

That is great when I saw this I was open-mouthed with amazement.

Memorize: A bit exaggeration is very helpful to show the good things.

Rosario Félix http://dequemeservemosolhos.blogspot.pt/


Find your own view!


Susann Bottomley

I allways admire people who have the power to find their own view. I like the view like Sherlock Holmes. Sue Ann Bottomley ignored the obvious and had the power to find a smaller beautifull house. It stands in the background and it is hard to see.

You are the art director in your sketch find your own camera movement!

 

Sue Ann Bottomley: House in manchester Blog.herz-der-Kunst.ch

 

See more from Manchester at Sues Blog :

http://sueannebottomley.blogspot.com/2016/08/england-new-hampshire-and-massachusetts.html

To do things in your own way is very important and to find the soul and the spirit of something is  very important. Watch out for the typical. We talked about the obvious. Manchester is orange, red and blue. This is not a mass psychosis, the contrast of the colors is so wonderful that you can´t ignore it:


1000 different and  dead right ways to express the same


Tine Klein Rainy Machester:

My first sketch looks like a Christmas card, the orange tower in front of the dark and stormy sky fascinated me. I was sitting cold and freezing at the pavement.

https://blog-herz-der-kunst.ch/

Nicola Maier Reimer

shared my feelings and she showed in a grandios manner, the feeling of bad weather.

She was drawing the same feeling in a totally different way.

What to remember: Do it in your own way, it is the right one!

This is Nicola Maier Reimers great blog: http://maier-reimer.de/category/reiseskizzen/

Suhita Shirodkar

found another great way to show English weather.

Suhita Shirodkar palace hotel manchester

Find Suhita here:

https://www.facebook.com/TravelSketches/

When you have time read Suhitas wonderful blog: https://sketchaway.wordpress.com/


Fill your art work with Live


James Richards

James Richards Place Hotel manchester

I love urban sketches full of life! And this is what James does, he fills places with energy!

http://www.jamesrichardssketchbook.com/p/i.html

I dare you!, Sketching people its often nothing more than a box with legs!

Suhita was drawing the Scene twice and now she shows the scene with a lot of street live.

Suhita Shirodkar palace hotel manchester

Showing people is allwas a good idea, you are afraid of drawing people?

Drawing people is much more worth than the risk of it…the little stories capture your heart!


Discovering the world


 

Urban Sketching is much more than drawing something, it is dicovering the word. To see the world from an different angle or perspektive helps to understand the world.

David Steedon

shows the palace hotel from the backside.

If you show different ways to view, your sketchbook never will be boring.

Palace Hotel bach side Davis Steedon

This is David Steedens Blog: theurbansketcher.blogspot.co.uk


Do it easy and relaxed and find like-minded people


Delphine Priollaud-Stoclet

I often draw very loose but do not often find others which do the same. Urban sketching together is a greet way to find like-minded.

When I see Delphine´s work my heart sings.

Palace hotel Manchester Delphine Priollaud-Stoclet

When I see Delphine´s work my heart sings:

www.croquis-en-voyage.fr/blog


 Find your own route


Art is the only way without rules, so please choose your own route. Pad works with her own mix of Materials and creates a wonderful skeetchbook.

Pat Southern-Pearce

Pat Southern-Pearce Palace Hotel Manchester

You can find Pat Southern-Pearce on Flicker, Facebook and Instagram


You cant by the real important things in life


We all love to buy art material but it is wonderful that you do not need a lot of money to make art. What makes urban sketching wonderful you can do it with a ball point pen or with a branch.

Kiah Kiean Chng

is drawing with branches. Is that simpel? Yes, it is simply beautyful!

It is wonderful that you can´t buy the important things in life! KK is drawing with ink and branches. The creavity of a person is priceless.

Manchester Palace Hotel: Kiah Kiean Chng

Thank you KK, working with you made me very happy:

http://kiahkiean.com/artblog/

 


Do it with energy


Marc Taro Holmes

Show what you like powerful! I love it to view with Marc Holmes eyes:

https://citizensketcher.com/


Jut do it!…. with enthusiasm


The best example is Daniel Nies. Daniel jumped at 7 o´clock out of the bed, ringed me out of my bed. And we made the first sketch at 7.30 in Manchester. I am terribly grumpy in the morning but enthusiasm is intoxicating. The results are great sketches:

Daniel Nies

Daniel Nies Manchester Palace Hotel

Find Daniel Nies on Flickr: https://www.flickr.com/photos/danielnies/albums/


the best things in life are priceless


  • the people we love
  • the places we have been
  • the Sketches and Memorys we´ve made

Merry x-mas and a happy new Year from and a lot Hugs from Switzerland

Tine

Thank you so much for reading an participating! Do you draw the same ? Please send it!

You are invited to read more if you can read German: https://blog-herz-der-kunst.ch/malen-ist-entscheiden/