Urban Sketching versus Aquarell?

Wieso eigentlich Sketching versus Aquarell?

Urban Sketching, so heißt es auf neudeutsch, wenn man etwas in seinem Skizzenbuch festhält. Dabei wird überwiegend mit einem Stift gearbeitet und dann wird das Gezeichnete meistens nachher koloriert. Eine schnelle Skizze kann so aussehen.

Tine Klein Urban Sketching Basel Tram am Rathaus, Tutorial Urban Sketching versus Aquarell

Dabei geht es darum die Umgebung aufmerksam festzuhalten.

Das Aquarell ist in diesem Fall zwar nur ein Partner und man hat das Gefühl, man aquarelliere nicht, sondern man koloriere nur ein bisschen. Es wird insgesamt das Gefühl vermittelt, dass dies viel einfacher sei als ein richtiges Aquarell.

Was heißt den nur ein bisschen kolorieren? Aquarell ist doch beides?

Sketching versus Aquarell – Stil oder praktische Notwendigkeit?

Oft wird der Eindruck vermittelt, dass das Aquarell sei ein bisschen altmodisch  und passe nicht in unsere Zeit, weil es sehr aufwendig und zeitraubend sei. Das Skizzieren mit Stift sei die hippe und modernere und schnellere Variante des Aquarells.

Diese Annahme ist jedoch vollkommen falsch!

Aquarellieren ist wie Fahrradfahren!

Jeder von uns hat in der Schule tausendfach den Stift in der Hand gehalten und kann mit Stiften erst einmal besser umgehen als mit einem Pinsel.

Die Annahme, dass Aquarell kompliziert und zeitaufwendig sei, wird von den Menschen in die Welt gesetzt, die es nicht können.

Das ist in etwa so, als würde ein Fußgänger behaupten, dass Fahrradfahren deutlich komplizierter ist als das Gehen.

Wer aber Fahrradfahren kann, bewältigt in der gleichen Zeit die vierfache Strecke.

Aquarellieren und Fahrradfahren haben eines gemeinsam, der erste Versuch kann sehr erschreckend sein, man verliert dabei  schnell die Kontrolle.

Doch kommt man über diesen Moment der Unsicherheit hinaus, dann ergeben sich vielfältige andere Möglichkeiten.

 

Nicht umsonst halten viele Künstler ihre Vorskizzen nicht mit Stift, sondern mit Aquarell und Pinsel fest. Warum? Es ist schneller und freier.

Doch alles hat seine Vor- und Nachteile, wie immer im Leben kann man nicht sagen, dieses ist besser als das!

In diesem Blog wirst du k ein schlechtes Wort über Aquarell oder Sketching mit Stift hören.

Es ist einfach eine Frage des Materials, des Know-hows und der Vorlieben. Jedem Tierchen sein Pläsierchen!

Aber wo liegen den die Unterschiede?

Das Aquarell hat keinen größeren Materialaufwand als das Urban Sketching

Links Aquarell, rechts Urban Sketching.

Beim Aquarell sind die einzelnen Teile etwas größer, beim Urban Sketching braucht man den Platz für den Multimediakram.

Sketching versus Aquarell – Der Pinsel:

Im Urban Sketching werden gerne Wassertankpinsel benutzt. Dieser Pinsel hat den Ruf, dass er enorm praktisch ist. Man hat ihn in der Tasche und man braucht kein Wasser mit schleppen, dadurch ist er immer einsatzbereit.

Dies ist natürlich ein super Vorteil, doch der Nachteil ist, dass dieser Pinsel ca. 85 % aller Aquarelltechniken nicht ausüben kann.

Wassertankpinsel.

Im Aquarell braucht man einen großen Qualitätspinsel, vielleicht sogar zwei. Der Nachteil ist, dass diese Pinsel nicht winzig sind. Doch sie sind von hoher Qualität und sie können mehr.

Ein solcher Pinsel kann in Sekundenschnelle riesige Flächen kolorieren, ohne einen einzigen Ansatzpunkt. Bei einem Wassertankpinsel würde es nun ganz viele Striche und Flecken geben. Gleichzeitig kann ein guter Pinsel feine Linien machen und dies erübrigt die Stifte.

Der Wassertankpinsel ist also etwas, das man jederzeit in der Tasche haben kann. Mein Aquarellpinsel ist wesentlich größer, ich muss seine Pinselspitze schützen und doch ist es so, als hätte ich einen gesamten Werkzeugkasten in der Tasche.

Links sieht man meine Plein Air Ausrüstung fürs Aquarell -`> Minimalistisch!!!!

Papier:

Wer einen guten Aquarellpinsel und etwas Ausbildung hat, bemerkt schnell die Wechselwirkung zwischen Pinsel und Papier. Der Maler hat die Qual der Wahl, denn er kann mit seinem Pinsel sehr viele unterschiedliche Techniken erzeugen und bevorzugt deshalb etwas teurere Aquarellpapiere, die ihm erlauben das volle Spektrum seiner Techniken auszuüben.

Der Wassertankpinsel:

Ein Wassertankpinsel ist stets ein bisschen feucht. Das ist praktisch, hat aber nicht die gleiche Bandbreite wie ein guter Aquarellpinsel, denn dieser benutzt alle Feuchtigkeitszustände zwischen trocken und klatschnass. Der Wassertankpinsel braucht kein extrem gutes Papier, denn er lebt nicht durch die Konsistenzunterschiede der Farbe.

Sketching versus Aquarell – Farbkasten:

Auch hier haben sich sehr unterschiedliche Gewohnheiten ausgeprägt. Sketcher bevorzugen recht kleine Wasserfarbenkästen ohne große Mischfläche. Alles ist darauf ausgerichtet, sie ohne großen Aufwand mitnehmen zu können. Aquarellmaler bevorzugen Farbkästen mit großer Mischfläche. Diese Farbkästen sind sehr leicht und Luft- und Wasserdicht.
Beides ist großartig transportierbar.

Aber schau einmal, wie sich mein Wasserfarbkasten verändert, wenn ich ihn öffne!

Es werden riesige Mischflächen ausgeklappt. Ein guter Aquarellkasten ist auf große Pinsel und genug Platz zum professionellen Mischen ausgerichtet.

 

Urban Sketching -Arbeiten mit Stift
Direct Watercolor
Pinsel: Preiswert, Plastik, braucht kein Wasser. Pinsel teurer hält ein Leben lang, größer und empfindlicher.
Braucht die Kombination mit Stiften. Viele Sketcher schleppen deshalb Stifte und Marker mit herum. Damit ist der Platz Vorteil des Wassertankpinsels aufgebraucht. Kann zeichnen wie ein Stift, benötigt nichts anderes als seinen gewohnten Pinsel. Benötigt jedoch mehr Platz zum Mischen.
Vorteil: preiswertere Aquarellpapiere und Skizzenbücher, leichter erhältlich.

heißgepresstes Industriepapier

Nachteil: Dieses Papier verträgt feuchte Techniken nicht gut. Wellt und erzeugt Wasserringe

Viele Techniken sind auf diesem Papier nicht erlernbar. Lernbremse

Vorteil: Heißgepresstes Papier ist nicht teuer, erlaubt viel Üben und hat oft strahlendere Farben.

Dickes heißgepresstes oder gehobeneres Aquarellpapier auch gerne, kaltgeschöpft, aus Baumwolle oder mit Baumwollanteil. Nachteil: teurer,

Vorteil: Erlaubt alle Techniken, arbeitet mit dem Pinsel zusammen und gibt dem Maler mehr Zeit um kompliziertere Techniken auszuüben.

Im Sketching wird die Geschwindigkeit  erzeugt durch…

Zeichnen und ein wenig Farbe darauf oder darunter.

Zeichnen und Malen sind weitgehend getrennt. Einzelne Motivanteile werden oft getrennt bearbeitet.

Geschwindigkeit wird erzeugt durch…das Zusammenspiel von Pinsel und Papier. Der Maler braucht weniger Trocknungspausen.

Motive werden schnell und großzügig angelegt.

Papier und Pinsel arbeiten zusammen so das der Maler auch bei feuchtem Papier bestimmen kann ob eine Farbe ausläuft oder nicht. Die Kontrolle erlaubt zügiges und schnelles Arbeiten. Große Motivanteile werden sehr oft verschmolzen und gemeinsam bearbeitet.

Braucht oft mehrere Trockenzeiten, weil Motive getrennt bearbeitet werden.

 

Braucht etwas mehr Planung um die Abfolge von Techniken wie Nass in Nass zu durchdenken. Ist dann aber schneller und praktischer.
Verleitet oft zu zu viel Detail. Macht das Abstrahieren einfacher.
Mehr weißes Papier erzeugt den Eindruck von Freiheit und Leichtigkeit. Verleitet zum zumalen
Material oft zu klein für gute Bilder, Material oft größer und etwas unhandlicher.
Form wird durch Zeichnung erzeugt.  

Es gibt viele Menschen, die das Malen und Zeichnen lieben. Einem Trend folgen ist bei persönlichen Dingen blöd. Probier es aus, was liegt Dir?

Nicht Sketching versus Aquarell, sondern Sketching mit Aquarell!

Wenn man das richtige Material hat, gibt es kaum Unterschiede zwischen Sketchen und Aquarellieren. Das Sketching sieht oft nur sehr viel leichter aus, weil die lockere Zeichnung und der Weißraum einen Eindruck von Leichtigkeit entstehen lassen.

Ich liebe es reine Aquarelle zu machen, weil man mit dicken Pinseln die ganze Szene in wenigen Minuten anlegen kann. Kann man diese Techniken, wird man niemals in der Kategorie denken, Sketching versus Aquarell. Man macht das, was Spass macht, wie man es gerade möchte.


Das Material für das Aquarell ist nicht wesentlich teurer als für das Sketching, denn viele Dinge, die man sich einmal angeschafft hat, halten sehr lange.
Einen Haken hat das Aquarell ihren jedoch, man braucht etwas mehr Fachwissen und man wird sehr viel anspruchsvoller beim Papier.
Einen Tipp habe ich noch für all die sich gerne weiterbilden möchten. Das Aquarell hat den Ruf sehr schwer zu sein, zu Unrecht. Falls du schon einmal gescheitert bist, es liegt nicht an dir, denn es gibt ein Missverständnis. Man denkt immer, dass man mit dem Skizzenbuchmaterial Aquarell üben könne. Doch Wasserpinsel und heiß gepresstes Papier machen es fast unmöglich die Techniken zu erlernen.
Bevor man mit Aquarell anfängt, braucht man ein Basiswissen über Material und Techniken. Die Techniken sind nicht schwer, jedoch so raffiniert, dass man nicht selbst darauf kommt.

Lieb grüße ins Wochenende Tine

Tausende Leser und jeder denkt die anderen spenden! Deshalb gibt es so wenige gute Angebote zum Lesen. Kunst braucht Budget! Denn auch Kultur muss Rechnungen bezahlen.

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Weiterlesen bei Tine

Pinseltechniken

 

https://blog.herz-der-kunst.ch/pinseltechniken/

 

Zeichnen lernen: Mach deine Zeichnungen sichtbar!

Zeichnen lernen ist etwas Wundervolles, man könne sein ganzes Leben lang betreiben, und man lernt dabei immer wieder etwas Neues.

Zeichnen lernen ist nicht wie Rechnen lernen.

Das Gute daran ist, dass es Zeit des Lebens unterhaltsam bleibt und dennoch glücklicherweise immer leichter wird.
Wenn mein Blog regelmäßig liest, der weiß, dass ich überhaupt nichts von starren Regeln halte. Es gibt immer auch andere Möglichkeiten. Kunst wäre keine Kreativität, wenn man sich immer an allzu starre Regeln halten würde. Wir lösen hier keine starre Mathematikaufgabe, die immer in der gleichen Reihenfolge und mit dem gleichen Ergebnis erledigt werden muss.
Wir erschaffen etwas Neues, das keine andere Aufgabe hat, als unsere Beobachtungen, Gefühle oder Launen wiederzugeben. Manchmal möchten wir mit einer Zeichnung auch kommunizieren, unserem Betrachter erzählen, was man beim Zeichnen über das Objekt gedacht hat.

Dies eröffnet uns einen ganz anderen Horizont, denn wir müssen nichts, außer uns selbst auszudrücken.

Den eigenen Ansprüchen standzuhalten ist schon schwer genug.

Wir wünschen uns mit aller Kraft, dass aus unserer simplen Skizze ein Meisterwerk wird.

Gleichzeitig sollte die Zeichnung dabei mühelos von der Hand gehen. Dies ist an sich natürlich witzig, denn wir möchten mühelose Meisterwerke!
Doch was sich im ersten Moment wie ein absoluter Widerspruch anhört, die Zeichnung kann einen in einen Zen- Zustand versetzen. Dieser Zustand der Ruhe und Konzentration stellt sich in der Regel ein, wenn man ganz automatisch malt.

Es ist immer sinnvoll, sich in diesem Zustand zu versetzen. Mit ein bisschen Abstand und Ruhe kann man der Zeichnung danach immer noch den letzten Schliff verpassen.

Es gibt eine ganze Reihe von kleinen Tricks und Kniffen, die eine simple Zeichnung zum Hingucker machen. Ich hoffe, dass ich dir beim Zeichnen lernen noch das eine oder andere verraten kann. Nun lehn dich zurück, damit ich der entspannt noch ein paar meiner Kniffe verraten kann.

Zeichnen lernen: Licht und Schatten das Werkzeug der Meister

Beobachtungen auf der Basler Fasnacht, Tine Klein, Basel, Fasnacht, Basler Oberland , Malen lernen, Zeichnen lernen,

Beobachtungen auf der Basler Fasnacht

Schwarz und Weiss hat für das Sehen eine enorm hohe Bedeutung. Zuerst einmal arbeitet unser Auge über Kontraste. Wenn wir nun die Enden des Kontrastspektrums benutzen, also sehr hell und extrem dunkel, benutzen wir die Kontrastempfindlichkeit des Auges optimal. Objekte sind nun sehr deutlich zu erkennen.
Die Kenntnis dieses Zusammenhangs ist natürlich sehr wichtig fürs Zeichnen.

Halten wir also fest: Starke Kontraste machen eine Zeichnung sichtbar.

Andererseits macht dies aber noch lange kein Meisterwerk, denn dann wäre jede technische Zeichnung das Ende der ästhetischen Fahnenstange. Erfahrungsgemäß wissen wir jedoch, technische Zeichnungen sind nicht unbedingt der stärkste künstlerische Ausdruck.

Auch schnelle Zeichnungen haben Ausdruck.

Ein Mädchen bewacht die Masken einer Fasnachtsgruppe.

Zeichnen lernen:  Das Gleichgewicht von hell und dunkel

Zeichnung verstärken durch dunkle Hintergründe.

Der nächste Schritt wäre sich klarzumachen, wie man diesen Kontrast einsetzt, damit er ästhetisch zeigt, was ich empfinde, fühle oder meinem Betrachter klarmachen möchte.

Gute Zeichner setzen Kontraste so ein, dass sie die Aussage der Zeichnung stützen.

Ein Trick, um die Aussage einer Zeichnung zu stützen, ist der dunkle Hintergrund. In der Fachwelt nennt man dies Negativräume. In unserem Fall stärkt man die Zeichnung dadurch, dass man den Hintergrund schwärzt. Dadurch tritt die helle Zeichnung in den Vordergrund. Benutze also den negativen Raum, den Hintergrund, um die Aufmerksamkeit deines Betrachters auf deine Zeichnung zu lenken.

Das Auge lenken: Die Fläche in der Zeichnung nutzen

Tine Klein, Zeichnen lernen in Basel, Tricks rund ums Zeichnen lernen. Zeichnen lernen mit Füllhalter

In dieser Zeichnung sieht man sehr gut, dass der dunkle Hintergrund die Motive stärkt. Gleichzeitig sieht man aber auch, dass das flächige Arbeiten mit Kontrasten den Blick des Betrachters in das Bild hineinziehen kann.

Die Linie ist beim Zeichnen das Mittel, auf das man sich am meisten konzentriert. Mein Tipp ist jedoch bei der Zeichnung niemals die Flächen zu vergessen. Die Linie ist sehr unruhig. Flächige Komponenten können eine Zeichnung sehr beruhigen und auch stark gliedern. Diese Ruhe gibt der Linie die Plattform für einen starken Auftritt.

 

Zeichnen lernen: Harte und weiche Kanten

Tine Klein, Zeichnen lernen in Basel, Tricks rund ums Zeichnen lernen. Bleistiftzeichnung

In einer Zeichnung hat nicht jeder Gegenstand die gleiche Bedeutung.

Zeichnungen bekommen eine stärkere Intensität, wenn man Dinge weglässt, die für die Zeichnung nicht von Bedeutung sind.

Hier male ich nicht jedes Stuhl- oder Tischbein, ich beschränke mich auf die Aussage.

Der Trick dafür ist,  mit den Kanten Ihrer Schattierungen zu spielen. Harte Kanten erzeugen klare Abgrenzungen zwischen Licht und Schatten, während weiche Kanten eine sanftere Übergangswirkung erzeugen. Durch die Kombination von harten und weichen Kanten können Sie interessante Texturen und Formen schaffen, die das Auge des Betrachters leiten.

Tine Klein, Basler Fasnacht morgenstreich, Zeichnung mit Tusche, Skizzenbuch

Links: Reflextionen reichen, damit eine Person erkennbar wird.

Zeichnen lernen: Die Verteilung des Lichts:

Es gibt beim Entwerfen etwas, was sich die Symmetriefalle nenne. Man zeichnet etwas, es sieht gut aus, und dann benutzt man den gleichen Trick noch einmal. Und so arbeitet man sich nun symmetrisch und logisch durch die Gegenstände. Dies macht Zeichnungen langweilig und vorhersehbar. Beim Beobachten sollte man darauf achten, dass das Licht nicht immer gleichmäßig verteilt ist.

Das Licht hat eine Richtung und dies macht Zeichnungen interessant.

Notfalls musst du dich benehmen wie eine Göttin. Schiebe das Licht dort hin, wo du es für eine gute Zeichnung brauchst.

Wenn das Licht auf eine Oberfläche trifft, dann reflektiert es, dort entstehen Glanzpunkte. An Stellen, die dem Licht abgewandt sind, entstehen Schatten. Ein guter Zeichner benutzt diesen Wechsel von hell und dunkel, um seine Zeichnungen interessant zu machen.

Für eine gute Zeichnung darf der Zeichner seine eigenen Naturgesetze definieren.

Ich behaupte in dieser Zeichnung, wir hätten einen enormen Schlagschatten gehabt. Dies war tatsächlich nicht so, denn dies ist ein kleiner Schaukasten aus dem Hafenmuseum in Basel.

 

Ich setze den Schlagschatten so, damit die Formen der Schiffe enorm deutlich wird.

Zeichnen ist immer entscheiden. Du musst entscheiden, welche Wirkung dein Bild haben soll und dementsprechend setzt du Licht und Schatten ein.

Ich benutze also das Wissen darüber, dass der starke Kontrast Dinge sichtbar macht.
Gleichzeitig lüge ich auch an anderer Stelle. Schau einmal an den großen Frachter, dort müssten die Licht abgewandten Seiten der Aufbauten genauso dunkel sein wie ihre Schatten. Dann würde man aber nichts mehr sehen und meine Zeichnung würde in Dunkelheit versinken. Also zeichne ich die Schornsteine und Kajüten in einem viel zarteren Schattenton.

Merke: Eine interessante und ausgewogene Zeichnung spielt mit der Balance von Licht und Schatten.

Ich wünsche dir ein wundervolles Wochenende. Liebe Grüße Tine

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Noch mehr Tricks zum Thema Zeichnen:

Zeichnen Lernen, mit allen Tricks!

https://blog.herz-der-kunst.ch/zeichnen-lernen-mit-allen-tricks/

https://www.youtube.com/watch?v=n6KxcTpPw7Q

 

 

 

 

 

 

 

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Vogelperspektive malen – Die Panik vor Panorama.

Heute tauchen wir ein in die Kunst Perspektive zu malen. Herzlich willkommen in der fantastischen Welt der Illusionen!

Heute sprechen wir einmal über die Vogelperspektive! Denn diese stellt beim Malen eine besondere Herausforderung dar.

Jetzt soll dies aber kein Blog zu Perspektivische Panik beim Panorama werden!

Die Vogelperspektive ist eine Ansicht oder Darstellungsweise, bei der der Betrachter  von oben auf die Szene schaut. Lass dich überraschen!

Vergiss alles, was du über perfekte Linien und mathematische Berechnungen gehört hast – wir sind hier, um die Kunst des überzeugenden Schwindels zu zelebrieren!

Alles was auf einem Blatt erscheint, ist und bleibt natürlich flach und trotzdem können wir eine erstaunliche Tiefe auf unser Papier zaubern.

Das hier ist die Via Rizzoli in Bolognam gemalt aus dem 3. Stock der Bibliothek.

Bologna aus der Vogelperspektive, Rizzoli, Auarell Tine Klein, Blog mit Tipps zur Perspektive

In diesem Bild steckt ein hanebüchener Schwindel und keiner merkt es, dazu aber später.

Vogelperspektive Malen ist Herausforderung pur:

Die Vogelperspektive Malen ist immer schwierig! Dabei kommt man immer wieder durcheinander! Doch nicht, weil die Vogelperspektive schwieriger wäre als irgendeine andere Perspektive. Die Vogelperspektive ist uns einfach ungewohnt! Wir schauen selten von oben herab, denn wir können nicht fliegen.

Bei der Vogelperspektive liegen die Fluchtpunkte weit oben, d. h. die meisten Linien im Bild laufen in der Entfernung nach oben. Dies ist ganz anders, als wir es aus dem normalen Leben kennen, denn dort ist es genau andersherum; hohe Häuser werden in der Entfernung kleiner, weil die oberen Fluchtlinien nach unten verlaufen.

D. h. in der Vogelperspektive verlaufen die meisten Fluchtlinien nach oben, im Alltag kennen wir das genau andersherum.

Wenn man sich nun die Horizont- oder Augenlinie nicht sehr deutlich markiert hat, dann geht mit der Perspektive im Bild alles schief. Die Perspektive ist wahllos, mal falsch und mal richtig.

Denn falsche Fluchtlinien kommen uns richtig vor, weil wir diese aus dem Alltag so kennen.

Aber das verzeiht der Betrachter nicht!

Vogelperspektive malen, die Augen sind weit oben!

Beim Malen aus der Vogelperspektive ist die Berücksichtigung der Augenhöhe entscheidend, um eine realistische und überzeugende Darstellung zu erreichen.

Das Allerwichtigste ist, dass du dir zuerst klar machst, wo deine Augen sind. Die Horizontlinie und Augenhöhe sind das Gleiche. Hier entstehen die Fluchtpunkte.

 

Merke unterhalb dieser waagerechten (türkisen) Linie laufen alle Fluchtlinien nach oben und oberhalb dieser waagerechten Linie laufen alle Fluchten die Linie nach unten. IMMER! Und bei jeder Perspektive.

Auqua

Die Horizont- oder Augenlinie ist also der Dreh und Angelpunkt der Perspektive.

Perspektiven wirken immer dann falsch, wenn der Maler oder Zeichner zwischen durch die Horizontlinie springen lässt!

Dann fluchten die Perspektivlinien schief und krumm. Der Betrachter sieht dann sofort, dass die strahlenförmigen Fluchtlinien nicht alle auf einen Fluchtpunkt zu laufen.

Das Ergebnis sieht falsch aus.

In der Vogelperspektive passieren immer mal wieder Fehler, weil man durcheinanderkommt.

Niemand ist perfekt:

Hier habe ich mich ordentlich verhaspelt.

Bologna aus der Vogelperspektive, Rizzoli, Auarell Tine Klein, Blog mit Tipps zur Perspektive

Trotzdem schaut es gut und richtig aus.

Meine Fluchtlinie liegt in der dritten Etage.


Ich habe zuerst die komplette rechte Seite des Bildes gemalt. Und zwar mit meinem Fluchtpunkt, dann habe ich die Gebäude am Horizont eingefügt. Weil ich zwischendurch eine Pause gemacht habe und das Bild trocknete, habe ich vergessen, wo mein Fluchtpunkt lag.

Den Horizont habe ich intuitiv eingefügt. Intuitiv und total falsch!

Als ich nun begann, die rechte Seite zu malen, stellte ich fest:

“Ach du meine Güte! Ich habe zwei Horizontlinien!“

Bologna Aquarell Vogelperspektive Tutoriaö Tine Klein

 

Das hieß, meine neue Häuserzeile auf der linken Seite hätte auf einen Fluchtpunkt fluchten müssen, der rund anderthalb bis 2 cm höher lag als der alte. Dies hätte nicht nur grauenhaft ausgesehen, weil ich damit den Blick auf die Straße abgeschnitten hätte. Noch chaotischer wäre gewesen, dass das graue Haus auf der rechten Seite vollkommen andere Fluchtlinie gehabt hätte als die Häuser auf der linken Seite.

Und wie ich oben schon beschrieben habe, sind dies schon Ungereimtheiten, die der Betrachter merkt und als unangenehm empfindet. Normalerweise müsse man das Bild wegwerfen.

Der Dreh und Angelpunkt, die Horizontlinie des Bildes, ist falsch!

Bologna Aquarell Vogelperspektive Tutoriaö Tine Klein

Doch wer sich mit Perspektive auskennt, der weiß:

Jetzt bloß nicht in hektisches Korrigieren verfallen! Das merkt der Betrachter. Perspektive muss nicht richtig sein, sondern nur für den Betrachter logisch!

Was habe ich also getan?

Ich bin im unteren Teil meines Bildes konsequent in meinem Regelsystem geblieben.

Ich bin einfach bei meinem alten Fluchtpunkt geblieben und habe die linke Häuserzeile etwas gekürzt. Dies siehst du an dieser schnell vor Skizze der Raumeindruck ist etwas anders, 😆 haha! Die untere Perspektivlinie der Häuserzeile passt fast, denn da hatte ich meinen Irrtum schon bemerkt.

Der Betrachter ist äußerst gnädig, wenn allgemeine Naturgesetze befolgt werden.

Also habe ich in den Häusern links die obere Perspektivlinie ein wenig verwuschelt und nur wenige Andeutungen von Perspektive gezeigt.

Merke, keine hektischen Verschlimmbesserungen im Bild, konsequent nach einem Regelsystem arbeiten und den Rest verschleiern.

Dass der Horizont zu weit oben liegt, fällt nicht auf, denn Menschen, die in der Stadt leben, sehen den Horizont sowieso selten.

Wenn du ein paar Perspektiven unterwegs fälschen musst. Denk daran:

Es muss nicht stimmen, du musst sie nur überzeugend lügen!  Bleibe bei einem Regelsystem und springe nicht hin und her mit den Perspektivlinien.

Vogelperspektive malen – der Pinguin-Trick:

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Stell dir vor, du malst eine Stadtlandschaft. Hast du schon mal einen Film über die Antarktis gesehen? Da stehen tausende Pinguine rum und die Kamera ist immer über ihnen.

Also im doppelten Sinne eine Vogelperspektive …hahaha

Es sind so viele Pinguine, dass man in der Entfernung nur noch Punkte sieht.

Der Betrachter verliert den Überblick, weil es viele sind und in der Entfernung alles kleiner wird.

Mach es genauso mit den Menschen, wirf ein paar Pinguine ins Bild! Platziere sie kleiner werden in der Ferne und voilà – du hast sofort eine überzeugende Tiefenwirkung!

 

Das Einzige, was wichtig ist, dass von vorne nach hinten alles eindeutig kleiner wird! Und je weiter die Menschen weg sind, desto höher wandern sie bei der Vogelperspektive im Bild.

Dabei muss man sich keine allzu tiefgreifenden Gedanken über Perspektive machen. Es ist einfach nur wichtig zu wissen, dass es so ist.

Eine Sache musst du allerdings beachten, wenn du die kleinen Punkte wie Pinguine ins Bild streust.

Das Wichtige ist, das jeder Fleck nur so groß ist, das er durch die Türen der Häuser passt, die ihm nahe sind.

Kleine perspektivische Fehler verzeiht der Betrachter! Der Gesamteindruck muss stimmen.

Oder ist dir aufgefallen, dass das Auto vorne rechts viel zu klein ist?

Nein? Dann wirf deine Panik vom Panorama ab, auch Perspektive wird nicht so heiß gegessen wie gekocht. Kleinere Fehler kannst du dir erlauben, wenn du innerhalb eines Regelsystems bleibst.

Der Betrachter möchte keine Perfektion, sondern eine deutlich erkennbaren und nachvollziehbaren optischen Eindruck.

Der Betrachter wird nichts mit dem Lineal nachmessen!
Außerdem braucht man diese kleinen Fehler, um zu lernen, wie man entspannt mit Perspektive umgeht.

So wäre die Perspektive übrigens richtiger gewesen. Aber ist sie wirklich besser?

Darüber ließe sich trefflich streiten, die andere ist halt gut gelogen!

Liebe Grüße aus Basel Tine

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https://blog.herz-der-kunst.ch/alles-eine-frage-der-perspektive/

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Liebe Grüße ins Wochenende Tine.

 

Skizzenbuchdesign

Skizzenbuchdesign, gleich geht es los! Aber lass mich kurz erklären, wie der Mensch tickt.

Der Mensch ist mal liebevoll gesagt ein Gewohnheitstier.

In den letzten vier Jahren gab es einiges Neues, dadurch hat sich viel verändert und nun haben viele Menschen eine Veränderungssperre.

Diese Veränderungssperre ist etwas ganz Normales.

Ist dir schon mal aufgefallen, dass in fast alle gekochten Gerichte mindestens eine Zwiebel kommt?

Aber warum? Ist die Zwiebel das köstlichste Gemüse, was wir haben?

Köche, Tine Klein , Illustration Tutorial Skizzenbuchdesign

Sicher schmeckt die Zwiebel gut, aber dies erklärt nicht, warum sie in jedem Gericht steckt. Weltweit findet man Länder, wo das so ist. Die Sache ist nicht mehr so merkwürdig, wenn man weiß, dass die Menschen jahrhundertelang in Eisentöpfen kochten. Das Metall gibt einen merkwürdigen Geschmack ab und die Zwiebel neutralisiert diesen. Natürlich kochen wir schon seit mindestens 100 Jahren nicht mehr in Eisentöpfen, eine Zwiebel muss trotzdem ins Essen.

An diesem Verhalten merken wir, wie mächtig an Gewohnheiten sind.

Gewohnheiten können einem das Leben wirklich einfach machen, aber da, wo sie keinen Sinn mehr machen, blockieren sie Innovationen.

Viele Dinge, die wir beim Malen & Zeichnen tun, wurden uns antrainiert für Berufe, die es nicht mehr gibt. Deswegen darf man sich in seinen eigenen Werken wesentlich mehr Freiheit nehmen, als man denkt.

Doch sobald der Mensch automatisch arbeitet, fällt er in dieser alten an Gewohnheiten.
Letztendlich ist der Mensch einfach nur ein Neuheitenmuffel.

„Eine Angewohnheit kann man nicht aus dem Fenster werfen. Man muss sie die Treppe hinunterprügeln, Stufe für Stufe.“ (Mark Twain)

Das Gewohnheitstier und das Skizzenbuchdesign.

Was hat das nun alles mit einem guten Skizzenbuch Design zu tun?
Schlicht und einfach, auch beim Seitendesign, gibt es die Klassiker. Seitendesigns, die wir schon tausendmal gesehen haben, die einfach und erprobt sind.
Warum zum Beispiel machst du das Bild links und den Text rechts?

Machst du das bewusst? Oder ist es nur Gewohnheit?

Tatsache ist, dass wir dieses Design tausendfach aus der Zeitung und auch Zeitschriften kennen. Und auch im Netz oder Büchern findet man dieses Design sehr häufig und deshalb übernimmt man es ganz selbstverständlich im Skizzenbuch.
Aber jetzt mal eine ganz doofe Frage, ist dies im Skizzenbuch wirklich notwendig und auch die beste Lösung?

Vielleicht ja, denn Menschen neigen dazu, zuerst auf das Bild zu schauen und dann ist der Text schon in Leserichtung angeordnet.

Doch Skizzenbuchdesign sollte sehr persönlich sein und deshalb ist es sinnvoll, sich zu fragen: „Was bewirkt eigentlich welche Anordnung im Skizzenbuch?“.

Manchmal muss es aber auch schnell und praktisch sein, damit wie überhaupt Zeit finden zu zeichnen oder zu malen.

Mit anderen Anordnungen im Skizzenbuch möchte man vielleicht bestimmte Aussagen treffen. Mit Skizzenbuch Design herum zu spielen macht wirklich Spaß.

Grid-Anordnung: Vorteile im Skizzenbuchdesign

Wenn man mit dem Skizzenbuch unterwegs ist, dann können einem sehr viele unterschiedliche Dinge begegnen.

Viele kleine Objekte können in einem Skizzenbuch jedoch recht chaotisch wirken.

Das Skizzenbuch soll einfach und schnell sein. Immer, wenn man keine Zeit hat für ein ausgefeiltes Design, dann kann ein Rasterdesign helfen.

 

Skizzenbuchdesign, Tutorial Tine Klein, einfaches Raster

Die klare Struktur gibt deinem chaotischem Sammelsurium eine wohltuende Ordnung.

Skizzenbuchdesign und Verschmelzung:

Zu meinem Charakter passt das geritzt oder Rasterdesign nicht besonders gut. Ich bin extrem spontan, deshalb ist mein Ordnungssystem viel chaotischer. Ich verschmelze viele Motive miteinander, sodass sie ein einziges großes Motiv ergeben. Auch diese Methode kann Ruhe erzeugen.

Skizzenbuchdesign Verschelzung mehrerer Motive

Die Anordnung nebeneinander:

Die meisten Menschen ordnen Text und Bilder gewohnheitsmäßig nebeneinander oder untereinander an.
Bei Hochformaten werden Motive oft untereinander angeordnet. Benutzt man nur eine Seite, entstehen die Bilder nebeneinander. Und in Querformaten werden die Motive fast zwangsläufig nebeneinander platziert.

Welche Wirkung hat das?

Das Nebeneinander hat deutliche Vor- und Nachteile.

Wenn man zum Beispiel zeigen möchte, schau mal die Gegenstände waren sich ähnlich, aber trotzdem ganz anders, dann kann eine Bildpräsentation nebeneinander sehr sinnvoll sein.

Das Nebeneinander kann ebenfalls großartig sein, wenn man eine kontinuierliche Bewegung oder Geschichte zeigt, denn dann beginnt der Betrachter die einzelnen Bilder zu lesen, wie einen Satz. Die nebeneinander aufbereiteten Bilder haben den Vorteil, dass das Bild nun zur Sprache wird.

Wenn Dinge einen inneren Zusammenhang haben, dann kann man einen „visuellen Fluss“ erzeugen. Das heißt, man gibt der Position eines Bildes einen erkennbaren Sinn:

Zum Beispiel: Links Ankunft, rechts Abreise.

Buchhinweis: Ein Buch, was ich sehr verehre, ist: “The Arrival“ von Shun Tan. Der Autor erzählt großartige und tiefgründige Geschichten ohne ein Wort, indem er Bild an Bild reiht.
Nebeneinander ist wunderbar, wenn es um Vergleich oder um eine fortschreitende Entwicklung geht. Andererseits kann diese Anordnung extrem langweilig sein, wenn nicht genug Informationen vorhanden sind.

Ich möchte jedoch davor warnen, Bilder oder einzelne Motive einfach untereinander oder nebeneinander zu malen oder zu zeichnen. Was wir gestalten, ist keine Zeitung. Wir kommunizieren nicht mit Wort und Bild, meistens geht es nur ums Bild.

Wenn man ein Bild gestaltet, dann ist das Bildzentrum das Handwerkszeug des Malers oder Zeichners. Indem der Maler und Zeichner seine Aufmerksamkeit in einem. Konzentriert, sagt er dem Betrachter:

“ Hey! Schau einmal, die sie ihr ist absolut wichtig.“

Setzt man zwei gleichberechtigte Bilder im Skizzenbuch nebeneinander, dann hauen sie sich kaputt!  Es wird unruhig, die Kommunikation mit dem Betrachter ist zerstört.

Das sieht man hier  gut, beide Bilder sind gut. Zusammen wirkt es nicht mehr.

 

Hierarchie von Bildern im Skizzenbuch:

  • Wenn man zeigen möchte, was wichtig ist, macht man eine Hauptzeichnung. Sie nimmt den größten Raum auf der Seite ein, während kleinere Skizzen oder Notizen in den Randbereichen erscheinen können.
  • Eine andere Möglichkeit wäre eine Doppelseite mit einer zentralen, größeren Skizze beginnen zulassen, gefolgt von kleineren Miniaturansichten und von zusätzlichen Details oder Perspektiven.

 

Die Diagonale im Skizzenbuchdesign.

 

Eine andere Möglichkeit ist, die Bilder der Seite deutlich von einander zu trennen.

Eine diagonale Anordnung im Skizzenbuch wirkt wesentlich dynamischer.
Das Auge kann auf der Diagonale sehr bequem rutschen. Anderseits werden die einzelnen Bilder deutlich getrennter betrachtet als eine Anordnung direkt nebeneinander oder untereinander.
Diese Trennung wirkt nicht nur dynamischer, sie sorgt auch dafür, dass beide Bilder ihr Bildzentrum behalten.

Es gibt noch viele weitere Lösungen, die Regeln des Bilddesigns sollte man nicht zu ernst nehmen. Jede Situation, die du darstellen möchtest, hat ihre eigene Aussage. Überlege immer, wie der Blick des Betrachters über das Bild wandert. Platziere wichtige Elemente  so, dass sie im Bildfluss sind. Bewusste Leere ist auch ein guter Trick: Lasse viel Weißraum, dieser leere Bereich, gibt dem Betrachter die Möglichkeit, Bilder getrennt zu betrachten. Dann machen sich die Bilder und Zeichnungen nicht gegenseitig Konkurrenz!

Liebe Grüße und viel Spass! Tine

Ich möchte eure Werke sehen, zeigt sie mir unter #MalenmitTine. Ich bin gespannt!

Übrigens liest du gerne Beiträge, ohne da unternehmerische Interessen hinter stecken? Dann bedenke, freier Journalismus braucht auch Budget.

 

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