Vive la Revolution!


Wie viel Freiheit darf es denn sein?


Sacre cooer end mit c

Tine Klein: Sacre Coeur ohne Sacre Coeur

Wie viel Freiheit ist erlaubt? Das ist eine lustige Frage! Ich habe am Wochende einen Malkurs gegeben und ein älterer Architekt fing leicht an zu hyperventilieren, als ich ein Fenster weggelassen habe.
Als ich beim nächsten Gebäude eine Etage weggelassen habe, brauchte der Gute erst mal eine Pause und ein Bier zum locker werden. Für ihn war das gleichbedeutend mit einem schlimmen Bauschaden.
Kunst ist jedoch keine Bauzeichnung, da sitzt keine einsame Witwe im Dunkeln und ringt verzweifelt mit den Händen, weil wir ein Fenster weglassen.


Es ist schön eine Taschenpapst zu haben


Es ist schön gelobt zu werden, solange Du genau zeichnest, bist Du immer auf der sicheren Seite. Wir sehen, wenn wir besser werden, denn wir sehen wenn Wir genauer geworden sind. Das ist höchst angenehm, weil es Dir beständig den Rücken stärkt.  Wir sind regelrecht süchtig nach diesem kleinen Papst in der Tasche, der uns immer zulächelt, wenn wir genau zeichnen. Wir haben eine moralische Instanz, die uns Regeln vorgibt und das gibt uns Sicherheit.


Mangelndes Selbstbewusstsein


Freizeichnen ist erst einmal ein fürchterliches Gefühl. Man hängt irgendwie in der Luft! Niemand sagt dir  was gut oder schlecht ist. Der segnende Papst wurde getauscht durch ein kleines giftiges Teufelchen, das auf deiner Schulter sitzt und beständig Zweifel in dein Ohr sät: Wenn du Das so malst, dann kannst das es nicht! Es ist nur gut, wenn es ganz genau ist.Woher zum Teufel soll ich jetzt wissen, wann ich etwas gut mache?
Ich kann mich noch an meine Mühe mit dem Abstrahieren erinnern. Was darf ich weglassen? und wie Frei darf ich sein? Das waren Fragen mich sehr geplagt haben.

Heute ist das Zeichnen anders, mein Fixstern ist mein Bauchgefühl.


Freiheit ist das pure Vergnügen!


Sacre Coeur Freiheit in der Untermalung

Tine Klein: Ein Gefühl von Sacre Coeur

Meine Tintenzeichnungen fangen mit der puren Lebenslust an. Ich öffne mein Herz, lasse die Farben in mich strömen. Frage nach den Gefühlen die ich für ein Motiv habe. Wenn ich gefüllt bin, dann lasse ich all meine Gefühle auf das Papier fließen. In dieser Phase gibt es keine Mühe und keine Regeln nur das pure Gefühl.


Verliebe dich und traue deinem Bauchgefühl


Es gibt immer einen Punkt im Bild, da verliebe ich mich. Plötzlich weiß ich was wirklich mein Motiv ist. Ab diesem Punkt arbeite ich egoistisch, ich beschäftige mich mit dem was ich liebe. So ist das wenn man verliebt ist, im übertragenen Sinne kann George Clouney vor der Tür stehen und der Mann interessiert mich nicht die Bohne.


Ist es nicht frech? in einem Bild von Sacre Coeur, gerade diese wegzulassen?


Heute arbeite ich in meinen Bildern nach dem Lustprinzip, ich mache das wohin mein Herz mich zieht. Die Freiheit hat sich langsam eingeschlichen.
Vielen Leuten fehlt der Mut einfach nur das zu malen was sie lieben, aber das ist doch hirnrissig. Wenn ich mit meinem Liebsten einen schönen Abend habe, ziehe ich doch auch nicht dem Mann am Nebentisch die Hosen aus? Warum also die Hemmungen das zu zeichnen, was man liebt?


Keep Calm and

VIVE LA REVOLUTION!


Ich sende allen Freiheitskämpfern meine Unterstützung, bleib ruhig und mach weiter es lohnt sich!
Als ich anfing frei zu zeichnen habe ich oft gefragt, weil ich Unterstützung wollte. Ich habe total abstruse Antworten bekommen. Das Bild geht gar nicht, man sieht ja nicht, dass das ein Strich 8-ter ist! Ich weiß noch nicht mal was ein Strich 8-ter ist!
Solche Antworten dürfen Dich nicht verunsichern! Merke: Andere können nicht wissen, was Dir wichtig ist, dafür musst Du selbst kämpfen.
Freizeichnen ist ein innerlicher Freiheitskampf. Keiner kann Dir sagen was du abstrahieren darfst oder ob Du es überhaupt willst, denn dafür gibt es keine Regeln.

Egal wohin die Reise geht, wenn du stark und authentisch in dem Bild steckst dann ist es echt und gut. Bitte lass mich durch deine Augen sehen!

Freiheit oder Tod

Grafiti aus Birmingham

Hier geht es zu Tine: http://www.herz-der-kunst.ch/

Ein Kommentar zu “Vive la Revolution!

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