„Kunst ist meine Sprache, Stifte und Pinsel sind meine Rüstung.“ Lord Gibson
Pinselgröße und Strichstärke im Aquarell:
Wer wirklich ausdrucksstarke Bilder schaffen möchte, muss lernen, durch dick und dünn zu gehen
– im wahrsten Sinne des Wortes.
Die Strichgröße gibt den Ausschlag für die Wirkung eines Aquarellbildes.
Wer mit zu kleinen Pinseln arbeitet, wird nie das lockere und weiche Ergebnis erreichen, das man beim Skizzieren und in der Aquarellmalerei so schätzt.
Wer schnell arbeitet, erzeugt dadurch weiche Übergänge zwischen den Farben. Denn die Geschwindigkeit ermöglicht, dass die Farben verlaufen, und dies gibt dem Bild eine natürliche Leichtigkeit. Diese entsteht durch den Arbeitsprozess. In der ersten Phase des Aquarells arbeitet man mit hellen Farben. Diese Farben sind so hell, dass man sie später vollkommen mühelos übermalen kann. Das heißt, die Formen werden erst in der nächsten Phase des Malens herausgearbeitet, und deshalb erhält der Maler eine enorme Freiheit.
Die erste Phase im Aquarell – der Dicke Pinsel und viel Wasser!

Rund ums Haus wurde mit einem dicken Pinsel gemalt! Das macht es skizzenhafter, es ist ein Spiel mit der Leichtigkeit, so wie es sich jeder Aquarellmaler wünscht. Die Lockerheit entsteht dadurch, dass der Maler mit einem großen Pinsel und viel Wasser einfach loslegt und ohne Angst die ersten Farben des Bildes aufträgt. Der Betrachter bemerkt später, dass hier mit viel Freiheit gearbeitet wurde. Genau das erzeugt den Eindruck von Leichtigkeit, den man am Aquarell so liebt.
Der Effekt der durchs Bild flutenden Farben ist allerdings wunderschön.
Die passenden Pinsel für diese ersten Schritte sind große Lasurpinsel. Ich bevorzuge jedoch Pinsel mit synthetischen Haaren, die einen sehr großen Pinselkopf und gleichzeitig eine feine Spitze besitzen. Diesen Pinseltyp nennt man Manteliner. Die Pinselgröße ist so groß, dass sie einen Lasurpinsel ersetzen kann. Er kann große Mengen Farbe aufnehmen und ermöglicht dadurch großzügige, fließende Pinselstriche. Trotz seiner Größe bleibt die Spitze fein genug, um bei Bedarf auch kleinere Formen anzulegen.
Doch in der ersten Phase haben kleine Details nichts zu suchen.
Hier geht es um großzügige Farbverläufe und wunderbar aquarellige Flächen, die dem Bild von Anfang an Leichtigkeit und Atmosphäre verleihen.
Und so ist die große Pinselgröße oft der ausschlaggebende Faktor für ein lockeres und gelungenes Aquarell.
Beim Pinsel ist es ein Spiel aus groß und klein.
Welche Pinselgröße benötigt man in der ersten Phase des Aquarells?
Stell dir vor, dieses Wissen wäre plötzlich weg.
Keine Tipps mehr, keine Erfahrungen, keine kleinen Tricks, die einem das Malen leichter machen.
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Danke, dass du dieses Wissen bewahrst.
Weiterlesen bei Tine, mehr Wissen über Pinsel:
https://blog.herz-der-kunst.ch/der-richtige-pinsel-fuers-richtige-ergebnis/


